AnglerboardTV
Angelfilme

____________

 Rapfen angeln an See und Fluss
Rapfen angeln an See und Fluss
____________

Karpfenangeln mit der Pose
Karpfenangeln mit der Pose Video
____________

Grundeln fangen und
 sauer einlegen

Grundeln fangen und sauer einlegen Video
____________

Karpfenangeln
am Bach

Karpfenangeln am Bach Video
____________

Fische räuchern
Fische räuchern Video

Anzeige
Anzeige

 
Willkommen im Anglerboard.de-Forum.

Sie betrachten unser Forum derzeit als Gast und haben damit nur eingeschränkten Zugriff zu Diskussionen und den weiteren Funktionen.
Wenn Sie sich kostenlos registrieren, können Sie neue Themen verfassen, mit anderen Mitgliedern privat kommunizieren (per PN),
an Umfragen teilnehmen, Dateien hochladen und weitere spezielle Funktionen genießen.
Die Registrierung ist einfach, schnell und vor allem kostenlos, also melden Sie sich an!


Zurück   Anglerboard.de > Angelländer > Angeln in Europa

Angeln in Europa Alles rein zum Thema!!
Reiseanbieter

Benutzerdefinierte Suche
Antwort
 
Themen-Optionen
Alt 05.10.2017, 21:05   #6151
scorp10n77
Dentexkönig
 
Benutzerbild von scorp10n77
 
Dabei seit: 06.2010
Ort: Hagen
Beiträge: 2.415
Themenstarter Themenstarter
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

So, auch wenn grad keiner hier aktiv zu sein scheint, pflege ich mal noch einen Bericht ein. Der Tag war nämlich so hammer, das muss ich für die Nachwelt niederschreiben, damit auch nie jemand sagt, dass das Mittelmeer fischleer sei!

Wir haben nochmals die Taktik geändert. Nochmal wirklich früh aufstehen und aufs ganze gehen. Morgen Kalmare fangen, damit wir hoffentlich mehr kriegen können und die dann auch alle noch am leben bleiben. Außerdem war meine Mama von den abendlichen Kalmarausflügen nicht sonderlich begeistert.

Wir schreiben den Donnerstag. Sonntag sollte es zurückgehen. Endspurt!

Die erste Rute, die im Wasser landet, liefert direkt den ersten Kalmar. Wir können nichtmal eine 2. montieren. Kaum wieder im Wasser noch einer. Fing gut an. Haben letztendlich 7 Kalmare und 1 Sepia erwischt.

Ein weiterer Versuch an den Käfigen auf Großes zu Poppern bleibt ereignislos. Das hat den Urlaub nichts gebracht, war das letzte mal, dass ich das ausprobiert habe.

Dann flott zu den Fischgründen! Ich montiere den fettesten Kalmar. Habe auch tatsächlich diesmal ein Foto von ihm gemacht. Er sollte nicht lange überleben.

Wie gesagt, kurzes Stück nur gefahren. Tok. Aber ein recht harter Anfasser. Nicht wie Canthara. Tok tok. Oh, was das wohl ist. Dann frisst der Fisch ihn, nicht so brutal, wie ich es von Dentex gewohnt bin. Anschlag, Fisch hängt. Guter Fisch!
Pumpe den Fisch hoch und es kommt der erste Dentex des Urlaubs an Bord. Da kann Sebastian aber einpacken, denn der hier ist aus einer anderen Generation
Fettes Teilchen, nachherige Wiegung ergibt ca 5kg.

Der recht vorsichtige Biss erklärt sich flott, das Tier spuckt einen Krakenarm ins Boot. Der hatte schon Frühstück, wollte sich den Happen leichte Beute aber nicht entgehen lassen. Ich behaupte mal: mit einem Jig keine Chance. Das funktioniert nur so!

Sehr geil. Nächster Kalmar ran, mein Papa ist dran. Selbe Strecke wieder. Diesmal kommen wir weiter. Aber nicht viel weiter, dann folgt ein brutaler Einschlag. Schon eher wie man das von einem Dentex erwartet!!! Mein Papa drillt den Fisch ans Boot, der gegen die Kombi natürlich keine Chance hat. Ein weiterer fetter Dentex landet im Kescher! Der Tag ist jetzt schon genial! Und es bleiben noch 5 Kalmare


Die liefern so krasse Fights, da würd ich schon gerne mal wissen wie so einer an der leichteren Jigkombi abgeht. Aber dann wird es auch schon schwierig, wenn viel Struktur da ist. Die suchen schon die Struktur!
Neben uns dümpelt, seitdem sie beobachtet haben, wie wir den ersten Dentex geholt haben, ein Boot mit französischen Opis. Die sind am Grundangeln und können ihren Augen kaum trauen. War ganz lustig :D
Wir tauschen wieder und es werden weitere Livebaits verangelt. Ich krieg das auch garnicht mehr alles aus dem Kopf auf die Reihe. Viel zu viele Eindrücke und zu viel Action um jeden Canthara Fehlbiss einzuordnen. Jedenfalls fange ich auch eine von den Streifenbrassen, die sich an den Kalmaren gütlich tun. Diese ist von einer schönen Größe.

Die Kalmare halten sich nicht sehr lange. Jeder der drangehangen wird produziert in spätestens 10min einen Biss. Das war wirklich eine aufregende Geschichte. Du lässt den Kalmar runter und erwartest permanent einen Biss. Das kann ein feiner von einer Canthara sein, oder ein brutaler Einschlag. So ist es wirklich total kurzweilig. Ich bekomme noch einen dieser brutalen Einschläge! Fisch hängt auch, aber nicht lange. Dann ab. 0,75 Fluo durch?! Uff. Sicher wieder ein fetter Dentex, der mir auch noch beide Haken geklaut hat. Neue Montage. Hab immer 2 vorbereitet und dann kann ich wechseln oder muss eben austauschen. Ist eigentlich immer nach jedem Dentex im Arsch, weil die das Vorfach anknabbern oder über die Felsen ziehen. Da gehe ich kein Risiko ein.
Ich montiere einen weiteren Kalmar. Habe noch einen dicken im komplett von der Sepia eingeschwärzten Livebaittank gefunden. Der wird jetzt nochmal was bringen.
Lasse den Kalmar runter bis zum Grund, bin unten. Ralf fährt los. Sofort Biss! :D Der Kalmar war nur einmal am Grund. Schlage an und Fisch hängt auch. Gibts ja nicht! Das ist ja absolut loco hier! Die Fische drehen durch. Fisch kämpft wieder gut, stellt sich dann jedoch nicht als Dentex heraus. Es ist der 2. AJ den wir je fangen konnten und der erste vorzeigbare! Ein schöner Jack von 3kg mit toller Färbung.

Und hier noch ein Bild

Man beachte wo der gehakt ist

Naja jedenfalls können wir nicht noch einen Fisch verhaften. Trotz des unfassbar guten Tags und mega geilen Fangs, ärgere ich mich doch über den verlorenen Fisch! Aber das ist der eine Fisch, der immer da bleibt. So weiß man auch, dass man morgen wieder kommen muss! Der mit Abstand beste Tag, den wir bisher beim Livebait fischen hatten! Die Fische waren da, sie hatten Hunger und wir hatten reichlich Kalmare. Alles war perfekt. Und so kehren wir früh in den Hafen zurück, da alle Kalmare bereits verangelt sind. Mit nur 2 Stück bist du an so einem Tag natürlich sehr schnell fertig!



Und ich muss sagen, ich finde, dass daraus ein mega geiler Film entstanden ist. Diesen findet ihr unter folgendem Link: https://youtu.be/lnWgXuPnk3Y

Sebastian wurde danach übrigens recht still
scorp10n77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt   Heute, 6:30  
Gast
 
 
n/a
Ort: Internet
Beiträge: n/a
Default Werbung




Sie möchten diese Werbung nicht sehen?
Dann melden Sie sich kostenfrei als Mitglied an!
Werbung ist gerade online  
Alt 06.10.2017, 10:10   #6152
t-dieter26
t-dieter26
 
Benutzerbild von t-dieter26
 
Dabei seit: 04.2012
Ort: Nordhorn
Beiträge: 313
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

Megageile Fische die ich ja schon in Natur bewundern durfte.
t-dieter26 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 11:23   #6153
afbaumgartner
Mitglied
 
Dabei seit: 08.2011
Ort: Rheinfelden
Beiträge: 180
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

Korfu 2017
***
So Jungs, es ist rum.
Hab zwischenzeitlich mal gespickt, was bei euch allen so ging.
Petri zu euern tollen Fängen! Danke für die vielen Berichte!

Bei mir war's im Rückblick gesehen, ziemlich mau.
Die Pfanne war zwar regelmäßig voll, aber spektakuläres gab es nicht.
Dieses Jahr war einfach anders, als sonst.

Zunächst einmal hatten wir auf der Hinreise ein Boot an Bord. Das brachte mit sich,
dass der Platz im X-Trail ziemlich beengt war.
So beengt, dass die Frau am Ende ihren schicken Hartschalenkoffer zu Hause ließ und
den Großteil ihrer Klamotten einschweißte und in den Bugstausack des Bootes packte...
Ich hab einfach die verständnisvollste Frau von allen!
Zusätzlich war noch ein pompöses Hochzeitskleid zu verstauen, denn wir erwarteten in Griechenland Bekannte zu Besuch,
die dort ihr After-Wedding-Honeymoon-Shooting mit meiner Frau Fotografin machen wollten.

Dann, als wir ankamen und ich erstmal mit der Maske ins Wasser ging, eine negative Überraschung:
Mein "Privataquarium", das Felsenriff, das sonst immer direkt vor dem Strand lag, war von den Winterstürmen völlig von Sand verschüttet.
Schön für die Touristen, denn die konnten jetzt auch zehn Meter vom Ufer weg noch stehen.
Schlecht für meinen Fischbeobachtungsdrang. Das Mikrobiotop war einfach weg.

Dann halt am zweiten Tag gleich das Boot aufgebaut.
Es erwies sich mit allem Basisgerödel (8PS-Honda 36KG, Batteriebox 30KG, Tankbox 20KG, Sitzbox 15KG, vordere Sitzkiste 25KG und Bugstausack 10KG) als höllisch schwer.
Zu viert hatten wir trotz Sliprädern Mühe über den Strand.
Dann war das Boot endlich im Wasser und ich setzte als erstes meine Boje mit 6KG-Anker und 12m-Kette, 30 m Leine zum Ufer gelegt und an einem Pfahl vertäut,
fertig war der Liegeplatz, und der saß bombenfest.
Die erste Probefahrt erbrachte 27,5 km/h Spitze mit mir alleine (knapp 100KG).

Dann Tackle sortiert und noch mal raus mit 2 Rapala-Tiefläufern auf der 8-10m-Linie die Küste abgefahren.
Weniger in der Hoffnung auf Fisch, als vielmehr, um auf dem Fishfinder zu sehen, was so rumschwimmt.
Die Wassertemperatur lag bei knapp 26°. An einigen Punkten haufenweise Fischsignale im Oberflächenbereich und im Mittelwasser.
Aber kein Biss.

Im Gespräch mit meinen einheimischen Freunden dann mal nachgefragt nach Kalmarsichtungen.
Schließlich war meine Mission ja Livebait-Schleppen.
Aber nirgends Kalmar in Sicht. Auch keine Hornhechte in Ufernähe. Die gab es letztes Jahr noch zu Hauf rund um mein "Privataquarium".

Am nächsten Tag abends dann mal ein Versuch mit meiner bewährten Kabura-Sabiki Kombination.
Ich fahre in einen Bereich mit viel Fisch im Mittelwasser über 10-20m ganz dicht vor der Abbruchküste.
Der Fisch ist schnell identifiziert: Kleine Boops Boops, die rein interessehalber auf das feine Sabiki gehen (0,30/0,20 - 8er Haken).
Will ich nicht, also rein damit.
Sabiki gewechselt, bisschen tiefer in Seegrasnähe gefahren und ne Handvoll Schrift und Sägebarsche - immerhin Futter für die Pfanne.
Zurück zum Ankerplatz.

Die Vorhersage für die nächsten Tage: Maestro (Mistral - Nordwestwind, 4, lokal 5BFT).
Morgens schon die Wolkenbäusche flach weit draußen am Horizont. Klar dass ab mittags für ein Boot der Größe der Seaturtle kein weg aus der Bucht führt.
Trotzdem unternehme ich noch ne ergebnislose Schlepptour, diesmal mit Flachläufern an den Punkten entlang, wo ich tags zuvor bereits Ansammlungen von Kleinfisch vorfand.
Am "Fanari" (=Leuchtfeuer) dann springt der Garmin von 18 auf 6 m und ich denke, *******, Fehlanzeige.
dann springt er nach ein paar Metern wieder zurück. Ich fahre nen weiten Bogen (50m Schnur draußen) und wieder über den Marker.
Und ich registriere: Ein Riesenball von Kleinfisch, so dicht dass das Echolot den Boden nicht findet.
Mittlerweile steht die Sonne hoch und ich tucker an meine Mooring.

Ich beschließe, mein letztjährige Langleine zu reaktivieren und zu ergänzen.
Das Langleinenfischen mag in Anglerkreisen umstritten sein, es ist ja nicht sehr sportlich.
Für mich ist es back to the roots. Eine meditative Arbeit das Binden der Leinen und das Beködern.
das Ausbringen mit Tempo ein sehr fokussierter Akt und das Einholen eine Lotterie.
Ich fische im Verhältnis zu den Einheimischen recht fein (60-70er Hauptleine und 25-30er-Seitenarme mit 4/6er-Wurmhaken).
und auch "nur" mit 70-80 Haken.
Diese Art der Fischerei betreibe ich maximal alle zwei Wochen, je nach Wetterlage.
Der Maestro lässt es zu, dass ich zu einem Secco 500 m vor der Strandlinie fahre, wo man in der Regel diverse Meerbrassenarten fängt.
In der Regel flaut der Wind die Nacht über ab, so dass man das ausbringen und einholen notfalls alleine hinkriegt.

Aber erstmal eine neue leere Schüssel beim Tacklehändler meines Vertrauens und paar Sardinen und Garnelen beim Fischhändler geholt.
Dann die komplette alte Leine geputzt (alte Haken weg) und umgeschichtet und neu gebunden und um ein paar Meter ergänzt.

Garnelen geschält, geschnitten, in Zucker (zur Gewebeentwässerung) mit nem Hauch Knobi eingelegt und ab in die Kühlung.
Das ist erstens mein Top-Köder an der Leine und auch Stückchenköder für die Sabikis.
Mein bester griechischer Angelfreund und ich haben festgestellt, dass auf köderbestückte Sabikis mindestens 3x häufiger Bisse erfolgen, als auf unbestückte.

Na ja, am Abend dann wollte der Wind nicht abflauen. Trotzdem nen Kumpel geschnappt und die Leine im Wind und bei aggressiver Kurzwelle (choppy) rausgebracht.
Nach zweieinhalb Stunden wieder eingeholt. Ergebnis durchwachsen: 1 Portionsdorade (700g) plus diverse kleinere Sargos und Kroppzeugs. Knappe 2 KG, immerhin gut was zu essen.
Wind und Wellen machten es jedoch unmöglich, die Haken sauber aufzuhaken.
Langleine also wiederum renovationsbedürftig...

Mittlerweile im Windfinder Wetterwechsel vorausgesagt: Nach einem weiteren Tag Mistral Südwetter (Ostria) mit 3, max. 4 BFT.
Danach wechselnde Windrichtungen Süd bis West mit Regen, Sturm und Wellenhöhen von zunächst 1,7, später bis 2,2m vorausgesagt.
Also ein Fenster von 1 Tag vor dem Schlechtwetter.
Da am nächsten Tag ohnehin unsere Honeymoonbekannten vom Flughafen abzuholen waren, erstmal Zwangspause.

Also am Folgetag früh aufgestanden und die 50 min. in die schön-morbid-romantische Inselhauptstadt gefahren.
Mit unseren Bekannten gleich erstmal an der Espianade direkt am Meer gestoppt und die armen Leute auf den städtischen Markt geschleppt.
So ein Markt mit seinen fünfzehn Fischständen ist erstens ne gute Köderquelle und verschafft einem auch nen Überblick über den saisonalen Gang der Fischerei.
Keine Mahi-Mahi, kaum Amberjacks, keine Pelamiden... Dafür eine große Sinagrida (Dentex dentex, >10KG) und viele Fagria (Pagrus Pagrus, 2-5KG)
Nochmal Sardinen mitgenommen und dazu 4 frische Kalmare. Wenn schon die Aussichten auf Livebait schlecht standen wollte ich wenigstens mal mit totem Kalmar schleppen.

Ein Mal noch ging es auf's Wasser. Die Wellen klatschten schon leicht gegen den Strand.
Unser Strand ist keiner der flachabfallenden Strände, wo sich die Energie der Wellen schon weit draußen entlädt.
Er fällt sehr schnell auf 2m Wassertiefe in 20m Landentfernung. Direkt an der Wasserlinie liegt immer eine Stufe, so dass wir ab 0,5m Welle eine zunehmende Neigung zu Shorebreaks haben.
Das ist das kraftvolle Brechen der Welle direkt am Ufer.
Das setzt sich fort, bis bei über 1,20m Welle sich der Brandungsbereich in tieferes Wasser ausbreitet.
Die Bucht ist offen nach Süd bis West-Süd-West.
Bis zu den 1,2m etwa kann man ein Boot 25m vom Ufer sicher liegen lassen. Es gibt aber ab 0,7m Welle kaum noch Möglichkeiten ein Boot zu wassern oder zu bergen.

Trotz Besuchs bin dann noch mal früh aufgestanden, raus und 2 mal Kontofylakas (Schleppblei mit eingegossenem Haken und 2 Assists) montiert.
Ab 10m Tiefe durch die Welle gepflügt.
Noch waren die großen Wellen nicht da, dafür kam schon ein auffrischender Südwestwind dazu, der die Oberfläche in reichlich Bewegung versetzte.
Am Fanari bei ca. 20m stand wieder das Mittelwasser voller Fisch, am Grund keine klaren Signale, aber grade Serranidae und auch Dentex halten sich gerne eng an Hartstrukturen und
fügen sich auf dem Echolotbild nahtlos in die Struktur.
Da das Gebiet sehr hängerträchtig ist versuche ich, das Blei geschätzt 2m über Grund zu halten und bei Schleppstopps kurz Richtung Grund pendeln zu lassen.
Ich fahre noch mal bis auf 30m, dann beschließe ich, zurück zu kehren. Kein Biss, nichts. Dafür schaukeln sich die Wellen immer mehr auf.
Am Fanari treffen zwei Strömungen aufeinander, das führt zu einem Wellenbild, wie wenn man einen ruhig stehenden Wassereimer von außen anschlägt und sich das Wasser wie ein umgekehrter Trichter auftürmt und die Tropfen senkrecht nach oben wegspritzen.
Von vorne schlägt dauernd Wasser ins Boot. Grundwelle aus Nordwest, Windwelle aus Süd, was für ein Chaos
Ich fahre zurück und berge das Boot auf den Strand.

Die Voraussage mit über 2m Wellenhöhe traf tatsächlich zu. Mein Boot kam ganz nach oben an den Strand. Die nächsten 4 Tage war sicher kein Schlauchbootfahren möglich.
Nach all den Vorbereitungen und dem Aufbau des SeaTurtle fand ich mich ein wenig unter Erfolgsdruck. Und nun lag das Boot für Tage an Land!
Immerhin konnte ich den Gatten unseres Besuchs überreden, mit mir auf die Luvseite nach Kassiopi in den Fischereihafen zu fahren.
Also 2 Posen-, 2 Grund- und zwei Spinnruten eingepackt, in Richtung anderer Inselseite losgebrettert, nachdem ich per Messenger Würmer, Maden und Anfutter bei Nikos, dem weltbesten Tacklehändler meines Vertrauens, geordert hatte.
Im Hafen angekommen musste ich feststellen, dass MEINE Mole mit Segelkatamaranen dicht war! Der Platz war sehr beengt. Spinnfischen war abgehakt, ebenso vernünftig Grundfischen - zuviele Leinen.
Also zäpfelten wir mit Laufposen zwischen den Booten rum.
Immerhin konnte ich unserem Gast den Artenreichtum der Ionischen See präsentieren: Ne GRUNDEL (...mir fiel wieder ein, ich wollte ja unbedingt GLAVOC , Dario und Co. nen Erfolgsbericht schreiben...), ne Gouopa (Boops Boops), ne kleine Meeräsche, ein kleiner Schriftbarsch.
Unser Gast fing den ersten Fisch seines Lebens: Einen Minisargos. Alles wieder rein.
Etwas abseits hatten wir direkt an der Mauer eine ganze Sardine frei auf Grund gelegt. Allerdings dort dran nur regelmäßig Psirres, ekelige gefräßige Borstenwürmer en Masse.
Ich schätze mal, die leben dort ganz gut vom Anfutter, was regelmäßig eingebracht wird.
Es wurde dunkel und kurz vor dem Aufbruch habe ich noch nen Biss. Nach kurzem, heftigem Drill am feinen Zeug (0,18/0,14mm, 11er Wurmhaken) kann ich ne sehr schöne Brandbrasse von >500g landen.
Na immerhin ein kleiner Trost.
Daheim waren die Wellen mittlerweile in der Mitte des Strandes angekommen. Der Himmel verdichtete sich und ab den frühen Morgenstunden kam Regen mit Sturmböen.
Also alles schwimmbare noch nen Tick höher gezogen. Ich checkte alle Stunde die Windfinder-App, in der Hoffnung, innerhalb des Wetterchaos innerhalb der nächsten Tage ein Zeitfenster mit relativer Ruhe zu finden.
Zwar veränderte sich die Vorhersage ständig, aber die Vorhersage blieb beständig bei wechselnden Richtungen aus Süd bis West, also Richtungen, die zu 100% unsere Bucht trafen.
Danach wieder Maestro, der immerhin zuließ, innerhalb des Schutzes der Porto Timoni Halbinsel rumzuschippern. Danach aber dann endlich relative Ruhe.
Dann würden über 2 unserer 4 Wochen vergangen sein :-(

Eines meiner "Probleme" im Urlaub: Ich bin ganz schön faul. Ansonsten hätte ich das Bötchen aufs Dach und den Motor mit Tank in den Kofferraum verfrachtet und wäre mal auf die wetterabgewandte Seite der Insel gefahren.
So verbrachten wir die Tage halt mit Fotoshootings und Honeymoonbespaßung.
Als wir am Ende wieder an den Strand konnten, machte ich mich nochmals an die Langleinen. Unser von der Fischerei angefixter Gast wollte sich für mich in die Riemen legen.
Ich hatte mir überlegt, dazu noch 45er Vorfächer mit 3/0 und 4/0 Circle Hooks zu binden und damit ein Stück mit 3x7 Haken und jeweils Floatern zwischen den Abschnitten zu basteln.
Also quasi eine Schwertfisch/Thunfischleine en miniature.
Am nächsten Tag konnten wir es wagen, legten die feine Grund-Leine mit Garnelenstücken am Secco und die Floating Line mit ganzen Sardinen am Fanari aus und holten sie nach 2 Stunden wieder ein. An der Grundleine der selbe Ertrag wie zuvor. Ein Kunterbunt von Meerbrassen.
Bei der Oberflächenleine lagen zwei Floater dicht beieinander. Ein gutes Zeichen.
Die ersten Haken waren noch beködert, dann spürte ich Schläge in der Leine.
Nach einigen Fluchten brachte ich dann nen guten Sargos von 1.200g ins Boot, gleich darauf einen Schriftbarsch von außerordentlicher Größe (300g) für diese Fischart.
Der Rest der Leine blieb erfolglos. Die Sardinen waren überwiegend noch dran. Tendenziell war die Liegezeit der Leine etwas kurz, aber ich mag an dieser Art der Fischerei, dass die Fische in der Regel lebend kommen und man sie tatsächlich in der Hand spürt.
Und ggf. auch mit Gegenwehr zu rechnen hat. Ein Sargos mit über einem Kilo ziept schon ordentlich in den Fingern...

Mittlerweile hatte sich auch mein bester griechischer Bootsangelkumpel angemeldet. Da nur ein 3er aus Süd angesagt war, wollten wir es wagen mit dem Seaturtle einige Spots in Luftlinie vor der Bucht anzufahren.
Er schlug frühmorgens mit seiner Frau bei uns auf und ich schwamm erstmal das Boot an den Strand holen.
Zu meinem Erschrecken standen 5cm Wasser im Boot. Ich ging dem auf den Grund, und fand, dass hinten im Lenzventil ein Stück dickes Monofil steckte.
Ich zog es, es kam raus, aber leider mitsamt dem Gummi, das dort nur aufgesteckt ist. Zum Glück war ich vorsichtig beim Ziehen des Monofils und hatte das Gummi mit den Fingern gesichert.
Irgendwie bekam ich es am Ende wieder rein, musste aber erstmal das Boot leerfahren.
Im Prinzip ist dieses chinesische Boot nicht schlecht; baugleich mit den Zeepter. Die Lenzvorrichtung ist allerdings nicht ganz dicht, d.h. es ist immer Wasser im Boot beim Start, dass man erstmal leerfahren muss.
Ob dieses Dichtigkeitsdefizit bauartbedingt ist, weiß ich nicht, aber ich nehme es an. Im Boot befindet sich ein Gitterschieber, dessen Dichtigkeit ich nicht zu 100% vertraue.
Zumal auf einem Angelboot auch mal Kleinmüll durch die Lenzöffnung abgeht und die Mechanik blockieren kann.
Da würden mich die Erfahrungswerte anderer Zeepter/Fixkraft-Fahrer interessieren.
Ansonsten ist der Platz bei 3,30m Bootslänge natürlich beschränkt. Man kann zu zweit angeln, 50cm mehr wären allerdings ein Segen.
Was ich mit meiner Frau schon andiskutiert habe - zusammen mit nem größeren Motor.
Sie hätte aber lieber gleich ein ordentlich dimensioniertes Konsolenboot Sie meinte, am Ende würde es eh ein großes Boot werden und alle Zwischenschritte seien rausgeworfenes Geld...
Was mich auch stört, ist das ganze Gedöns außen an und oben auf den Schläuchen, grade der Süllrand mit der Halteleine. Wenn man mit Sabikis arbeitet sind das echt üble Hakenfänger.

Na jedenfalls fuhren wir in Richtung des ersten Spots, als wir reichlich Fischechos irgendwo bei 60m bekamen. Darunter einige offensichtlich große Exemplare, also aufgestoppt, Schleife gefahren und den Spot befischt.
Ich mit einem Slow Jig, mein Kumpel mit Inchiku.
Die Strömung war recht heftig und wir mussten mehrfach zurücksetzen.
Aber leider kein Biss. Auf dem Echolot war nicht mal eine Verfolgung der Köder auszumachen.
Nach einigen Versuchen furen wir weiter in Richtung zuerst angepeiltem Spot.
Kurze Zeit später erneut eine Ansammlung Fisch in Grundnähe, dabei einige fettere Echos.
Wieder dieselbe Prozedur, einer mit Slow, einer mit Inchiku.
Die Strömung ist heftig, wir halten so gut es geht im Rückwärtsgang dagegen.
Selbes Spiel wie zuvor, niemand interessiert sich für unsere Köder.
Wir spekulierten und einigten darauf, dass die großen Exemplare Magiatika seien.
Serranidae und Sparidae hätten aller Erfahrung nach die Köder zumindest interessehalber verfolgt.
Mein Kumpel Andreas wechselt auf Speedjigs, weil, wie er sagt, die am ehesten einen Amberjack zur Jagd anregen würden, solange er sich mitten im Fressen tummelt.
Das war da ja der Fall.
Ich deutete die feinen Echos, die in Linie an der kleinen Struktur stehen, als Kalmare.
Andreas gab mir recht. Nur hat er keine Kalmarköder dabei. Und ich hatte meine in der Früh mit anderem Tackle, wovon ich dachte, dass ich es nicht brauchte, aus Platzgründen vom Boot gebracht...
Ich Volltrottel!
Und es ging immer so weiter...
Beim vierten Spot wechsele ich auf Kabura-Sabiki und fange damit insgesamt 15 Schriftbarsche, darunter einige wirklich "marktreife".
Andreas bleibt bei seiner Technik. Er will nur fette Fische.

Wir fischten insgesamt ungefähr 6 Stunden, es bliebt bei vielen regelmäßigen Fischsichtungen und den Sägebarschen.
Wir fuhren zurück und verabredeten uns für einen neuen Versuch.
Leider wurde daraus nichts mehr, das Wetter und anderweitige Verpflichtungen hielten uns davon ab.

Die Urlaubsuhr war mittlerweile gut über die Hälfte abgelaufen.
Ich wollte unbedingt noch was Gutes mit der Rute fangen. Die Langleine hatte ihre Schuldigkeit getan.
Wir hatten noch einiges auf der Agenda mit unseren Gästen, also war die letzten Tage ihres Aufenthaltes an Fischerei kaum zu denken.
Außer einer kurzen Kroppzeugs-Tour kam dann bis 5 Tage vor unserer und der Abreise unserer Gäste nichts mehr zustande.
Die Wind- und Wettervorhersage brachte noch ein Fenster von vielleicht zwei Tagen.
Am Dienstag brachten wir unsere Gäste zum Flughafen, Mittwoch und Donnerstag, evtl.Freitag blieben mir zum Fischen. Spätestens am Samstag musste das Boot zur Reinigung raus.
Auf dem Rückweg vom Flughafen holte ich auf dem städtischen Markt nochmal Garnelen und Sardinen als Köder.

Mittwoch früh startete ich dann endlich alleine in Richtung meines "Hauskopfes", das ist ein Fels, der von über vierzig jäh bis auf 18m ansteigt.
Dort sammeln sich regelmäßig Baitfish, Sparidae und damit kommen auch die kapitaleren Nomaden dahin.
Der Fels ist mit Netzen und Langleinen nicht befischbar. Es haben jedoch wohl schon einige versucht und somit ist die Hängergefahr extrem hoch.
Auf dem Weg lege ich bei Fischsichtungen noch einige Stopps ein, die ausser Kroppzeugs nichts bringen (Boops Boops und Schriftbarsche).
Da ich vorhabe, zwichen 40 und 18 m zu fischen, habe ich nur zwei Spinnruten dabei.
An der extrem harten Greys mit der Sustain hab ich eine fixe 60g Kabura mit fettem, gekürztem Sabiki (0,60/0,40, 1/0) montiert.
An der weicheren DAM Black Panther meine schwerste Tenya mit ca 40g und dasselbe Sabiki.
Die Strömung kommt von Süd und ich starte vom Kopf in die Abdrift nach Norden.
Den ersten Hänger habe ich nach einigen Malen neu versetzen und diversen Sägebarschen an der Tenya.
Ich rette die Tenya, beködere neu und setze zum Kopf zurück.
Bringe beide Ruten ins Wasser. Ich berge Sägebarsche von der Kabura, lasse sie erneut ab.
Dann geb ich mit der Tenya Leine, damit sie un der Abdrift wieder zum Grund kommt. Ich bin schon bei über 30 m angekommen, als ein Biss meine Jigbewegung blockiert.
Blockiert ist der richtige Begriff, denn eine Sekunde lang fühlt es sich an, als hätte ich einen unverrückbaren Betonklumpen, und dann kommt die erste Flucht.
Der Fisch kann Schnur nehmen, obwohl die Bremse eigentlich fast zu ist. Ich hatte Sie nach dem Hänger kaum geöffnet...
Ich überlege, die Bremse zu öffnen, aber ich befürchte, der Fisch würde mir sämtliches Braid von der Rolle rupfen, wenn ich ihm die Gelegenheit gäbe...
Die Black Panther biegt sich zum perfekten "U", ich schaffe es, den Fisch 2m zu pumpen und schon überwindet er die Bremse wieder.
Ich bete, dass er das 40er Sabikivorfach nicht kappt.
Immer wieder kriege ich ihn ein Stück gepumpt, bevor er wieder abgeht.
Nach 5 Minuten werde ich sicherer, dass das Geschirr hält.
Nach 15 Minuten habe ich ihn irgendwo bei 15m.
Ich gehe davon aus, dass er an der Tenya hängt. Denn ich glaube nicht, dass die Sabiki-Seitenarme so einer Belastung standhalten.
Ich pumpe weiter und denke eben drüber nach, wo meine Gopro liegt, als ich eine Entlastung spüre.
"Nein!" schießt es mir durch den Kopf. Das verzweifeltste "Nein!" zu dem ich fähig bin...
Und nach ein zwei Kurbelumdrehungen, denen sich nichts, außer der sanfte Zug der Tenya entgegenstellt, breche ich in ein griechisch-deutsch-englisches Fluchgewitter aus.
Ich schreie rum, und ich könnte Kotzen.
Ich bringe die Montage an Bord: Der 1/0-Haken vom unteren Sabikivorfach ist aufgebogen!
Und jetzt bin ich erstmal auf mich selbst wütend. Hätte ich doch nur die Bremse einen Deut geöffnet!
Hätte ich dem Fisch und mir mehr Zeit gegeben.
Ich hatte halt Angst gehabt, er könnte, wenn er zu viel Zeit hat, das Monofil durchraspeln...
Ich machte noch eine Stunde weiter. Nichts mehr, außer Sägebarsche.
Mittlerweile stand die Sonne schon hoch.
Zeit für ein spätes Frühstück, auch wenn mir nicht danach war.

Der Windfinder sagte inzwischen für den Freitagnachmittag wieder 0,7m Welle aus West voraus.
Das würde bedeuten, dass Freitag früh das Boot raus musste.
Der Senior unsere griechischen Familie deutete dann mittags an, dass er gerne mit mir noch mal eine seiner Langleinen auslegen würde.
Seine "feinen" Leinen fielen deutlich rustikaler aus als meine. Ist aber auch klar, denn die müssen sehr haltbar sein, damit sich die Arbeit lohnt, die man reinsteckt.
Spiros ist einer der vielen Fischer in der Gegend mit Berufsfischerlizenz, die jedoch nur im Winter fischen, weil sie im Sommer mit den Tourismusbetrieben ihrer Familien beschäftigt sind.
Zwar darf ein Gastronom keine Berufsfischerlizenz besitzen, aber die Aufgaben und Genehmigungen werden einfach innerhalb der Familien verteilt.
Er gehört noch zum alten Schlag der Sternennavigatoren. Echolot und GPS sind für ihn Fremdworte.
Er findet die Plätze im Schlaf an der Pinne des Kaiki.
Ein tiefer Schlaf, der ihn früher oft auf der Rückfahrt vom Fischen übermannte, und aus dem ihn sein Vater weckte, in dem er ihm einen der gefangenen Fische, vorzugsweise Muränen durchs Gesicht zog.
Spiros ist ein Original und er hat so seine Patente. Diesmal war es ein Floater an jedem Vorfach, der den Köder über dem Boden schweben ließ.
Ich besorgt also nochmal Garnelen, putzte sie, legte sie ein. Abends beköderten wir in der Küche, nach zehn Uhr brachten wir die Leine dann mit dem Seaturtle raus.
Halbeins fuhren wir zum einholen.
Im Ergebnis kein einziger großer Fisch. Nur das übliche Sammelsurium an Brandbrassen, kleineren Doraden und Sargos...
Wir waren etwas enttäuscht. Kamen spät zuhause an.
Am nächsten Morgen schlief ich lange, den Tag verbrachte ich mit meiner Frau, am Spätnachmittag brachen wir zu einem Familienshooting mit Spiros' Schwiedertochter und deren Kindern und Mutter auf.
Leichter Shorebreak war schon am Strand zu beobachten. Das Boot lag aber an der sicheren Boje. Ich ging davon aus, dass es bis Freitag mittag sicher sei und ich noch mal raus könne.

Als wir nach dem Shooting in der Dämmerung zurückkamen, war der Shorebreak deutlich und erste Wellen brachen sich bereits 10 vom Strand weg.
Noch war das Boot sicher.
Während des Abendessens nahm die Brandung weiter zu.
Inzwischen war sie so, dass das Boot nicht risikolos zu bergen war. Es bestand die Gefahr, dass eine Welle über das Heck brach, wenn wir das Boot nicht schnell genug den Strand hochzogen.
Die Wellen nahmen weiter zu, so dass das Seaturtle in Gefahrenlage kommen könnte.
Ich ging ins Wasser um das Boot zu lösen. Um das Boot festzumachen nutze ich einen V4A-Schraubkarabiner, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass Knotenlösen bei Wellenschlag keinen Spaß macht.
Im Wasser zählte ich erstmal Wellen.
Inzwischen war auch mein Freund Dori im Wasser. Spiros und ein Bekannter warteten an der Wasserlinie
Wir stellten das Boot mit dem Bug zum Strand und warteten ab; nach einer Reihe starker Wellen wollte Dori anschieben.
Aber ich sah im Hintergrund noch mal eine grüne Wand auf uns zurollen und Dori schob weiter.
An deren Kamm sah ich, wie sich Weiss bildete.
Ich rief Dori zu, dass er das Boot loslässt...
Ich kam grade so vom Boot weg und dann brach sich die Welle.
Als ich wieder auftauchte, sah ich Spiros und den Anderen beim Boot am Strand.
Irgendwo neben mir tauchte Dori auf und wir sschwammen und stapften an Land.
Bis wir beim Boot ankamen, war bereits der erste Brecher drin gelandet.
Meine Frau kam angestürzt. Mit Mühe schafften wir es, das Boot ein Stück nach oben zu bewegen.
Im Boot schwamm alles, der Batteriekasten war vollgelaufen, aber das Boot war erstmal sicher.
Ich öffnete das Lenzventil und zog hinten das Ventilgummi komplett ab, barg erstmal alles, was drin schwamm.
Damit war für das Seaturtle die Saison erstmal gestorben....
Ich war am Ende einfach nur froh, dass das Boot draußen war.

Am Freitag machte ich mich an den Gesamtabbau, brachte das Boot zum Haus, spülte alles, damit es bis Samstag trocknen konnte.
Abends fuhr ich dann mit Dori nochmal in den Hafen von Kassiopi.
Er fing eine dicke Muräne, die wir releasten.
Ich probierte spasseshalber Kalmarköder an der Spinnrute und bekam auch tatsächlich nen Oktopus dran, der uns aber in der Zeit, bis Dori mit dem Kescher kam wieder verließ.
Ansonsten beim Laufposenfischen kleinere Brandbrassen und Sargos, wovon zwei für den Grill taugten.
Zum Abschluss fing Dori an unserer wie üblich abseits abgelegten Rute mit ganzer Sardine einen großen Boops..

Samstag war Einpacken und letztes Fischessen angesagt.
Sonntag ging es dann zurück...
afbaumgartner ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.10.2017, 11:57   #6154
W-Lahn
Mitglied
 
Benutzerbild von W-Lahn
 
Dabei seit: 10.2010
Ort: Frankfurt am Main
Beiträge: 923
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

@Dieter: Fettes Conger-Monster, Petri Heil!
@Fr33: Petri Heil zum Riesen-Hornhecht!
@Dario: Wie immer, geiler Bericht und sehr cooles Video Doraden-König!
@Afbaumgartner: Danke für den Bericht!

Ich bin mittlerweile wieder zurück aus Kreta. Das Angeln war dieses Jahr etwas schwieriger, konnte aber trotz weniger Versuche ein paar Fische zum Landgang überreden. Bei Gelegenheit werde ich einen kleinen Bericht verfassen und euch mit ein paar Bildern versorgen…
W-Lahn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2017, 07:38   #6155
Dr.Spinn
Mitglied
 
Benutzerbild von Dr.Spinn
 
Dabei seit: 03.2015
Ort: Berlin
Beiträge: 553
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

damit auch nie jemand sagt, dass das Mittelmeer fischleer sei!

Also es gibt da bestimmte Zeiten an der Costa Brava, wo die Dentonenbestände stark gefährdet sind

Schöner Bericht mit Video, danke Dario
Dr.Spinn ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2017, 16:39   #6156
scorp10n77
Dentexkönig
 
Benutzerbild von scorp10n77
 
Dabei seit: 06.2010
Ort: Hagen
Beiträge: 2.415
Themenstarter Themenstarter
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

@afbaumgartner Schade,dass es mit dem dicken nicht geklappt hat. Was denkst du war es? Ein Zacki? Danke für deinen Bericht! Ein paar Bilder wären auch noch schön
scorp10n77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt   Heute, 6:30  
Gast
 
 
n/a
Ort: Internet
Beiträge: n/a
Default Werbung




Sie möchten diese Werbung nicht sehen?
Dann melden Sie sich kostenfrei als Mitglied an!
Werbung ist gerade online  
Alt 07.10.2017, 19:11   #6157
scorp10n77
Dentexkönig
 
Benutzerbild von scorp10n77
 
Dabei seit: 06.2010
Ort: Hagen
Beiträge: 2.415
Themenstarter Themenstarter
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

Nächsten Tag war natürlich klar, dass uns nix zuhause halten konnte. Wir wollten unbedingt wieder raus! Kalmare fangen in der Früh und dann noch einen Dentex oder einen Amberjack erwischen.
So haben wir es dann auch gemacht. Früh morgens raus, dann auf Kalmar geangelt. Das lief wieder super und wir konnten in der Morgenstunde 10+ Kalmare fangen. Die waren aber im Durchschnitt nicht so groß, also auch viel Futter für die Streifenbrassen dabei.

Die Angelei macht dann so schon Spaß, weil man wirklich ein gutes Gefühl dabei hat und vollkommen von Methode, Platz und Zeit überzeugt ist. Nun sollte mein Papa anfangen und sich was holen, ein Zacki wäre doch mal schön!

Wir montieren einen Kalmar, fahren die erste Runde und es knallt mal wieder direkt ein Dentex drauf! Einschlag war gut, der Fisch ging dann leider im Drill verloren, ausgeschlitzt. Also wechseln wir, ich hänge einen neuen Kalmar ran und lasse ihn runter. Selbe Stelle wieder, mein Papa fährt mich jetzt. Nicht lange, da tokt es in der Rute. Cantharas haben den Kalmar entdeckt. Ralf holt die Gopro und startet einen Film währen die Canthara unten am Kalmar zupft. Ich warte auf einen guten Moment zum Anschlag, da knallts einmal in der Rute und der fette Fisch, der der Canthara ihre Beute weggeschnappt hat hängt an der Angel. Das war ziemlich geil, weil auch unerwartet. Ich hab gewartet um die Canthara anzuschlagen und dann ist der voll drauf gegangen und hab das sogar auf Video drauf.
Ich hole den Fisch hoch, der gut kämpft. Es landet wieder mal ein fetter Dentex im Kescher und der ist nochmal größer als die vom Vortag, die mit je 5kg schon ziemlich gut waren!

Dieser Dentex bringt satte 6,6kg auf die Waage. Ein richtiger Brummer. 2 Kalmare brachten nun in 20min schon 2 Einschläge und einen Dentex konnten wir hochholen. Die Aktivität war weiterhin hoch!
Und heute haben wir was vor, denn wir haben reichlich Kalmare!
Also direkt weiter machen. Ich hänge den nächsten Kalmar dran, ein recht kleines Tier. Mal gucken, wie lange der braucht, bis die Cantharas ihn finden. Sicher nicht lange...
Kalmar runtergelassen, die Zone entlang gefahren und boom brutaler Einschlag von einem offensichtlich wieder großen Dentex! Der Fisch kämpft erneut sehr gut und auch diesen können wir an Bord bringen, trotz reichlicher Kopfschläge im Drill. Das ist ganz typisch für Dentex!
Und was da im Kescher landet, das passt kaum rein. Ein Riesendentex! Uff! Der könnte El recordo Konkurrenz machen!!

Die Freude ist riesengroß!!!! Das ist ja absolut unglaublich!
Hier sieht man die Dimensionen besonders schön. Zum Vergleich meine kleinen 46er Füße...


Die Wiegung zu Hause sollte später ein Gewicht von 8,6kg geben, womit dieser unser größter Dentex überhaupt ist und 0,4kg schwerer als der bisher größte.
Dieser Fisch hat schon so eine richtig ausgeprägte Stirn, wie es ja auch bei den alten Dentex gibbosus ist. Interessant, habe ich bisher so noch nicht gesehen!
Ja. Dann kriegt mein Papa jetzt wieder ne Chance, wo ich ja nun schonmal 2 fette Teile vorgelegt habe.
Doch Glück und Pech liegen heute nah beeinander. Er bekommt einen mega Biss. Fisch schlägt ein, hängt auch und reißt dann sofort Schnur von der ziemlich hart eingestellten Bremse. Guckt euch das Video an, dass ich am Ende verlinken werde. Da sieht man schön wie krumm die Rute ist (und die dolle Drilltechnik von meinem Papa, ein Glück, dass das eine Qualitätsrute ist!). Wenn man das mit dem 8,6kg Dentex davor vergleich, ui ui ui. Das muss was richtig fettes sein. Einen Dentex erwarten wir aber nicht, das dürfte eine Serviola (Amberjack) sein! Und zwar um einiges größer als die vom Vortag! Beim Biss fährt auch grad ein Tauchboot vorbei und ein Langleinenleger ist auch noch nebenan unterwegs. Allen fallen die Augen bald aus dem Kopf.

Der Fisch ist schon fast am Boot, vermutlich noch so 10m weg, als er bei einem Fluchtversuch sich der Haken entledigt. So ein Pech! Der war echt fast schon da. Kämpfte so gut, den hätte ich so gerne gesehen! Bestimmt ein schöner Amberjack! So ein Pech. Mein Papa überlässt mir dann die Rute, ich hab das Glück heut gebucht und er hadert mit seinem Pech. Echt ärgerlich! Aber passiert, Fisch ist einfach ausgeschlitzt. Jetzt will ich auch noch so einen dran bekommen!
Zwischenaktivitäten von Cantharas und so Kleinzeug, was wir nicht erwischt haben erwähne ich jetzt nicht mehr. Das krieg ich eh nicht mehr auf die Kette, erinner ich mich nicht mehr dran. Gab viel eindrücklichere Dinge!
Naja, nächster Kalmar, neues Glück. Wir haben ja gott sei Dank heute genug!
Und es knallt auch bei mir nochmal ein guter Fisch drauf. Der Fisch hängt auch, doch ist er dann schnell ab. Schade, ein guter Fisch. War viel Druck drauf!

Das kann man auch Pech nennen. Nicht einen Haken zerstört, nein gleich beide. NA klasse. Und die waren neu. Da unten sind Monster und sie sind hungrig! Dann füttern wir sie!
Albert kommt mit seinem Boot vorbei, wir geben mal fleißig mit unseren Fischen an. Ich schnorre auch flott noch ein paar Gummibänder, die gehen mir nämlich aus! Bei so vielen Bissen kein Wunder. Die Dentex beißen gerne die Gummibänder am vorderen Haken kaputt.
Und wir fahren den nächsten Kalmar spazieren und auch das wird wieder zur Raubtierfütterung. Eine kleine Canthara mampft ihn und soll die einzige sein, die ich an diesem Tag verhaften kann. Geht auf den Kalmar, der genau so groß ist wie sie...

Nächster Kalmar. Nächste Raubtierfütterung. Es knallt wieder was dickes drauf, unweit von Albert, der am Jiggen ist. Tja, livebait ist die Devise. Vor seinen Augen hole ich den dritten Dentex des Tages rauf. Wieder ein Oschi, 5,9kg sagt die Waage nachher. Ist ja unglaublich!



Und nachdem die großen Jäger nun weggefangen sind, kümmern sich die Cantharas noch flott um unsere restlichen Kalmare. Mittags fahren wir bei wunderbar warmem Wetter in eine Bucht um uns abzukühlen und zu mampfen. Das Wasser war in dieser Bucht so unfassbar klar, das war der Hammer!!! Leider schwammen da auch einige Feuerquallen rum.

Mit insgesamt 21kg Dentex erwartete uns dann noch richtig viel Filettierarbeit zuhause. Das ist die Kehrseite des Vielfangens und der Vorteil des Schneiderns. Aber gut, das ist eine Investition von der wir dann demnächst an vielen Sonntagen mit köstlichem Essen profitieren!


Letztendlich war das absolut irre und kann das garnicht so geil beschreiben wie es gewesen ist! Wirklich unglaublich, da hockten die Fische echt aufeinander. Drei Dentex hatten wir sowieso noch nie, dann noch weitere Bisse, der ärgerliche Verlust des AJs. Einen schönen AJ habe ich mir jetzt vorgenommen. Der kleine war sowieso ziemlich lecker! Leider haben wir die Gopro am Vortag nicht aufgeladen und da sie soviel filmen musste und immer an war dann, hat der Akku irgendwann aufgegeben. Den letzten Dentex habe ich also nicht mehr auf Video. Egal. Ist trotzdem geil geworden!

Hier der Link zum Video! https://youtu.be/j2NKwRlmYCE
scorp10n77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2017, 19:28   #6158
scorp10n77
Dentexkönig
 
Benutzerbild von scorp10n77
 
Dabei seit: 06.2010
Ort: Hagen
Beiträge: 2.415
Themenstarter Themenstarter
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

Wir hatten ja eigentlich schon mehr als genug gefangen. Aber wenn es so gut läuft, will man eigentlich unbedingt noch weiter versuchen. Am letzten Tag ist das aber immer ein bisschen blöd. Da kann man auch es nicht so wirklich gebrauchen, wenn man dann noch Fische auseinander nehmen muss. Aber der Druck war zu Groß. Die fette Serviola, die unfassbare Fischerei. Das alles ging nicht aus unseren Köpfen und so wollten wir nächsten morgen nochmal probieren. Allerdings bis spätestens 11 Uhr wieder abhauen.
Letztendlich wurde es uns dann leicht gemacht. Die Kalmare wollten an jenem Tag bei uns nicht wirklich beißen. 1 Kalmar und 1 Sepia erwischten wir nur. Dennoch wieder versucht und der Trend vom Vortag setzte sich fort. 2 Livebaits, da kommt man bei so viel Aktivität nicht weit mit. Letztendlich sind beide schnell von kleinem Zeugs zerknabbert. Einen der Übeltäter erwische ich, einen Pagell von einem halben kilo.

Haben dann noch ganz kurz mit Jigs versucht. Ich habe den halb verrosteten Inchiku ausgepackt und Ralf den Black Minnow. Das haben wir nur ganz kurz gemacht, weil dann recht böiger Wind aufkam, der das Boot zügig versetzt hat und auch einige Taucher, nun da Wochenende war, dort unterwegs waren. Konnte dennoch meinen ersten Fisch auf Inchiku fangen. Einen schönen Pagell von runde 700g.

Haben dann früh aufgehört. Was für ein perfektes Urlaubsende! Einfach nur geil! Wird sich wohl so schnell nicht wiederholen lassen Aber da hatten wir einfach die Zone gefunden in der in diesem Moment viel Fisch war. Dann haben die Kalmare noch mitgespielt und gut gebissen und somit war es dann möglich so mega geil zu fangen.

Hoffe euch hat mein Bericht gefallen
scorp10n77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.10.2017, 22:06   #6159
hanzz
Mitglied
 
Benutzerbild von hanzz
 
Dabei seit: 08.2010
Ort: Essen
Alter: 43
Beiträge: 3.115
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

Mega Berichte deines Urlaubs.
Danke fürs teilhaben, man war echt dabei
hanzz ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2017, 12:42   #6160
Brillendorsch
Mitglied
 
Benutzerbild von Brillendorsch
 
Dabei seit: 02.2007
Ort: Raum Zweibrücken
Beiträge: 1.350
Standard AW: Was habt ihr gefangen im Mittelmeer?Teilt es bitte mit!

wow, was für Bullen
herzliches Petri
__________________
Ich bin ein Ökoheini und geh trotzdem angeln
Brillendorsch ist offline   Mit Zitat antworten
Antwort

Zurück   Anglerboard.de > Angelländer > Angeln in Europa

Lesezeichen

Stichworte
brasse, fangbericht, mittelmeer

Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Themenstarter Forum Antworten Letzter Beitrag
Was habt ihr gefangen an einem Hegefischen Hechtfänger2008 Angeln Allgemein 0 24.05.2009 22:30
Was habt ihr gefangen in und um Deggendorf? höcht PLZ 9 0 31.10.2007 16:22
Was habt ihr am WE so gefangen Zanderseb Raubfischangeln und Forellenangeln 27 24.06.2004 19:26
Was beißt habt ihr momentan gefangen? karpfenwuerger Stippfischen und Friedfischangeln 9 28.03.2004 00:02


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:43 Uhr.


Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt



© 2000 Anglerboard.de
Technical support by MLIT

Seite wurde generiert in 0,16851 Sekunden mit 15 Queries