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Raubfischangeln und Forellenangeln Womit auf was? Wann und Wo?

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geoff anderson Quantum Strassenangler

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Alt 30.08.2017, 10:45   #41
Franz_16
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Der nächste, sehr ausführliche Testbericht . Diesmal von Jörg alias "renrök"!

------------------------

Test- und Erfahrungsbericht zu Balzer Shirasu Photo Print Shads von renrök

Bereits zwei Tage nachdem ich vom anglerboard die Mitteilung erhielt, dass ich als Tester ausgewählt wurde, bekam ich das Paket zugestellt.

Dafür ganz klar: Daumen hoch!

Schnell ausgepackt, das sah ja schon mal richtig gut aus:



Geliefert wurden die Shads in einer stabilen Kunststoffbox.

Zur Verfügung gestellt wurden je 4 Gummifische in 10cm, 13cm sowie 17cm.

Dazu gab es passende Jighaken:
Je 4 Haken in 10 Gramm für die 10 cm und 13 cm Version,
sowie 3 Haken in 20 Gramm für die 17 cm Shads.

Somit wurde alles zur Verfügung gestellt, um sofort loslegen zu können. Einfach klasse.

Der erste Eindruck beim Öffnen:

Wow! Sehen die geil aus!

Meine Tochter meinte: Der sieht ja aus wie ein echter Fisch.
Und damit hatte sie vollkommen recht.
Die Optik war wirklich überzeugend.
So hab ich das noch nicht gesehen. Sehr, sehr nah dran am Original.
Sämtliche Dekors sahen aus wie ihre natürlichen Vorbilder.

Auffällige Augen sowie hervorgehobene Brustflossen machen neben dem Fischmuster einen tollen und realistischen Eindruck.

Ob diese Detailtreue sein muss, soll jeder für sich selbst entscheiden.
Meiner Meinung nach kann es in klaren oder überfischten Gewässern durchaus das Detail sein, was den Fang ausmachen kann.

Persönlich bin ich nicht derjenige, der so ins Feine geht.
Aber warten wir mal ab.

Hinzu kommt laut Hersteller noch ein UV-reaktiver Bereich (Kopfbereich unten).


Was aber auch direkt auffiel:
Sie stinken!

Es kam ein starker chemischer Geruch aus Box.

Dies ist zwar oft auch bei anderen Gummiködern nicht anders, soll aber nicht unerwähnt bleiben.

Ob dies an dem Weichmacher an sich oder dem speziellen Herstellungsverfahren liegt, kann ich nicht sagen.

Also wurde die Box erstmal offen gelagert und die Shads gelüftet.
Dies ist meiner Meinung nach auch zwingend nötig, da der Geruch schon ziemlich stark ist.

Schauen wir uns die zur Verfügung gestellten Testobjekte erstmal näher an.

4 Modelle in 10 cm Länge


4 Modelle in 13 cm Länge


4 Modelle in 17 cm Länge



Mit den Dekoren:
Weißfisch (Rotauge)
Gründling
Bachforelle
Regenbogenforelle
Barsch
Hecht
sollten die wichtigsten Beutefische abgedeckt sein, die den Räubern in Ihrem Lebensraum vors hungrige Maul schwimmen.

Neben den zur Verfügung gestellten Längen in 10cm, 13cm und 17cm wird auch noch ein Modell in 23cm im Handel angeboten.
Dieses war aber nicht Umfang der Testmodelle.

Hier mal im direkten Größenvergleich:


Sehen wir sie uns unter UV-Licht an:



Nach heutigem Wissenstand geht man von einem UV-Sehvermögen bei Fischen aus.
Also durchaus ein Detail, was stechen kann.

Ich musste sie natürlich auch auf die Waage legen.

Dabei stellte ich fest, dass die

10 cm Shads zwischen 6g und 7g wiegen,


12 cm Shads zwischen 12g und 14g wiegen,


17 cm Shads zwischen 35g und 37g wiegen.



Also nur minimale Abweichungen.
Wenn ich jetzt mal beispielhaft den 17cm Shad als Hechtköder nehme und ihn an einem 20 Gramm Kopf montiere, komme ich auf ein Ködergewicht von 56 Gramm.

Also alles im Rahmen, wie es sein soll.

Was ebenfalls sofort auffällt: Die Gummimischung macht einen wertigen Eindruck.
Die Shads sind flexibel aber dabei nicht schwabbelig.

Insgesamt fühlt sich der Shad stabil und haltbar an.
Hoffentlich kann er dies im Paxistest mit Hecht- und Zanderzähnen unter Beweis stellen.

Was die Langlebigkeit der Fischdekore angeht, kann im Testzeitraum von gut 5 Wochen kein Aussage kräftiges Ergebnis zu Stande kommen.
Bin aber wirklich mal gespannt, wie die Details nach einem Jahr intensiver Nutzung aussehen.

Ebenso habe ich mich nicht getraut, die Shads mit Gummiködern anderer Hersteller zusammen zu lagern.
Weiß nicht, ob sie sich untereinander verstehen.
Einfach probieren und eventuell Totalverluste durch Aufweichen der Gummis zu riskieren, wollte ich nicht.
Hierzu wäre es schön, wenn Balzer etwas zu diesem Thema sagen könnte.

Ebenso wie zur Salzwasserverträglichkeit.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Weißfisch gut als Hering durchgehen könnte.
Werde das nächstes Jahr in Norwegen testen.


Nachdem die Shads nun trocken begutachtet wurden, musste ich natürlich am selben Abend sofort los.
Wie heißt es so schön: Nur ein nasser Köder fängt.

Also zog es mich an die Ruhr bei Arnsberg.

Hier zeigten sich die Forellen nach der grandiosen Maifliegenzeit aktuell ziemlich zickig.
Was lag also näher, als den bewährten Wobblern und Spinnern mal eine Pause zu gönnen, und das 10 cm Testmodell zu versuchen.

Ich entschied mich für das Hechtdekor.
Warum? Kann ich nicht sagen, war ne reine Bauchentscheidung.

Der befischte Bereich weicht an dieser Stelle von dem typischen Flußbett der Ruhr ab.
Beding durch einen Zulauf befindet sich eine etwa 2 Meter tiefe Rinne in der Flußmitte.
Hier habe ich schon des Öfteren Forellen fangen können.
Beim nächtlichen Aalangeln hat es mir an dieser Stelle vor zwei Jahren die komplette Rute aus dem Ständer gerissen und mich am Ufer ziemlich verdutzt aus der Wäsche gucken lassen.
Ob dies eine große Barbe oder gar ein Wels war, kann ich nur spekulieren.
Auf jeden Fall sollten hier neben Forellen, Döbeln und Äschen auch andere Flossenträger vorkommen.

Hier der Gewässerabschnitt des ersten Einsatzes…


Hier der montierte Shad


Auf diesem Bild sieht man deutlich die straffe Flexibilität des Köders.

Also konnten die Shads neben den geplanten Seen auch noch in einem Fluss getestet werden.

Mein erster Eindruck im Fließgewässer war durchweg positiv.
Auch in der Strömung lief der Shad ordentlich.
Das habe ich auch schon ganz anders erlebt, insbesondere bei kleinen Gummifischen.

Der mitgelieferte 10g Haken war aber für meinen Bereich etwas überdimensioniert.
Aber da kann jeder für sich selbst die richtige Kombination finden.

Auf jeden Fall läuft der Shad sowohl im ruhigen als auch im Fließwasser sehr gut.
Das kleine Modell zeigt dabei ein gefälliges Flanken aber kein ‚Geflatter‘ des Schwanzes.

Der erste Test verlief mit einem Nachläufer und einem Fehlbiss recht bescheiden.


Aber auch andere Köder (Wobbler und Spinner) hatten an den Tagen zuvor nicht wirklich besser abgeschnitten.

Da ich nicht aufgeben wollte, ging ich am nächsten Abend erneut mit diesem Shad an gleicher Stelle auf Tour.
Und was soll ich sagen? Im letzten Büchsenlicht knallte mir diese Bachforelle von 47 cm ans Band:



Wohl etwas glücklich, dass die Forelle gehakt wurde. Hatte zuvor schon das Gefühl, dass es zwei Anfasser gegeben hatte.
Ist bestimmt nicht der Zielfisch dieses Köders. Zumal wir hier nur mit einem Einzelhaken fischen dürfen. Ein ‚Angstdrilling‘ hätte die Bissausbeute durchaus erhöhen können.
Die Forelle hatte übrigens 4 Weißfische (Elritzen und Döbel konnte ich bestimmen) im Magen.

Das war schon mal ein klasse Beginn!

Als nächstes ging es ins Allgäu an den Bannwaldsee.

Auf diesen Urlaub und den Einsatz der Shads hatte ich mich richtig gefreut.
Was soll ich sagen? Bedingt durch Dauerregen sowie viele Gewitter fiel das (Test)-Angeln sprichwörtlich ins Wasser.
Leider darf der See nur vom Ufer beangelt werden. Der hohe Wasserstand und das aufgeweichte Ufer machten ein vernünftiges Spinnfischen nahezu unmöglich.
Schade, ich hätte hier gerne mehr zu dem Bericht beigetragen aber es war nicht zu ändern.

Das nächste Gewässer war der Schweriner See.
Das klare Wasser war genau die richtige Umgebung für die Testobjekte.
Die Aktion der Shads konnte genau beobachtet werden.
Hier zeigte sich für alle Längen ein hervorragendes Laufverhalten.
Ein ausgeprägtes Flanken und ein lebhaftes Spiel des Schwanzes dürften den Räubern gefallen.

Alle drei Größen (10 cm, 13 cm und 17 cm) kamen zum Einsatz.
Wie bereits vorher bei dem ‚Kleinen‘ festgestellt, zeigten auch die größeren Modelle die flexible Straffheit.

Ich entschied mich für das Forellendekor und hoffte, dass es den Hechten und Zandern ebenso gefällt.


Mit dem Ergebnis hätte ich wirklich nicht gerechnet.
Insbesondere, da ich den Schweriner See noch nie befischt hatte.

Im Schweriner Innensee konnte ich diesen 86er Hecht erbeuten, der auf das 17 cm Modell hereinfiel.




Zwei Tage später konnte ich noch einen Hecht von etwa 75 cm auf diesen Köder bekommen.

Leider kann ich kein Bild von den Bissspuren am Shad präsentieren, da ich den Köder an einem Unterwasserhindernis verloren habe.
Im Bereich einer ausgedehnten Flachwasserzone hatte sich der Shad am Grund verhakt. Beim Versuch den Hänger zu lösen, wurde die Schnur vermutlich von Muscheln durchgescheuert und riss.
Also ein Testobjekt weniger.


Entschädigt wurde ich beim abendlichen Angeln vom Steg.

Mit dem 7 cm Modell konnte ich schöne Barsche fangen.
Mehrere über 30 cm und einen von knapp 43 cm.



Zwischendurch gab es immer wieder mal einen Einsatz am Möhnesee.



Zusammen mit zwei Kumpels wurde ein Nachmittag mit Schleppfischen sowie aktivem Wurfangeln verbracht.

Da wir ein Aussage kräftiges Ergebnis erzielen wollten, fischte ich mit den Testobjekten, ein Kumpel nahm einen Nils Master Wobbler und der andere schwörte wie immer auf seinen Favoriten (Maräne am Drachkovitch System).
Zum Schleppen wurde etwa drei Meter vor dem Köder ein 40 Gramm Blei eingeschlauft.
Die Schlepprunde ergab lediglich einen Hechtteenager, der allerdings auf die Maräne ging.

Nun aber zum aktiven Wurfangeln, bei dem wir einige schöne Kanten angeworfen hatten.
Der Wobbler wurde von meinem Kumpel gegen einen Shad von Profi Blinker ausgetauscht und ich wechselte von 17 cm auf 13 cm.

Mein Print Shad sowie die Maräne am System brachten je einen Hecht von
etwa 70 cm.
Mehr ging an diesem Tag nicht.


Fazit:

Die Optik der Shirasu Print Shads ist wirklich sensationell.
Näher am Original geht es nicht!


Ein paar Worte zur Aktion der Shads.
Sowohl im Fließwasser als auch im Stillwasser laufen die Shads ohne Beanstandung.
Auffälliges Flanken sowie der lebhaft spielende Schwanz dürften Schlüsselreize der Raubfische ansprechen.
Die wertige Gummimischung dürfte mit dafür verantwortlich sein.
Hier gibt es nichts auszusetzen.

Klar lassen Hechtzähne auch bei diesen Ködern entsprechende Spuren zurück.
Mehrere erfolgreiche Drills sind aber durchaus möglich.

Der Einsatzzweck lag bei mir hauptsächlich beim aktiven Wurfangeln.
Dabei war ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.
Forelle, Barsch und Hecht konnten von mir mit den Testködern gefangen werden.
Die Shirasu Print Shads werden einen festen Platz in meiner Köderbox finden.
Persönlich werde ich in Zukunft immer den ein oder anderen Testköder mit am Wasser haben.

Vielleicht bietet sich dann das folgende Bild, was wir doch alle sehen wollen.



In diesem Sinne Petri Heil und allseits ne krumme Rute

Jörg




Kurz noch ein paar Worte zu meiner Person:

Ich würde mich als klassischen Allround Angler bezeichnen.
Zur großen Leidenschaft gehört das Fliegenfischen. Wozu auch das Binden verschiedenster Fliegenmuster gehört.
Ebenso gerne gehe ich mit der Spinnrute die Ruhr ab oder setzte mich stationär ans Ufer und genieße die Natur.

Des Weiteren bin ich des Öfteren am Möhnesee unterwegs, wo ich den Hechten und Barschen nachstelle.

Mindestens einmal im Jahr (eher öfter) geht es mit Kumpels nach Schweden und mit der Familie im Urlaub regelmäßig nach Norwegen.
Alle Familienmitglieder haben dabei großen Spaß an der Fjord- und Meeresangelei.

Hoffe, ich habe keinen gelangweilt!
Franz_16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2017, 12:34   #42
Angler9999
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Schöner Bericht, gut zu lesen.
Danke
__________________
Angler9999

Immer wenn mei' Frau sagt iss was Dann tue ich das und ess was.
Angler9999 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2017, 19:18   #43
menorge
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Daumen hoch AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

An dieser Stelle sagen wir von Balzer schon mal herzlichen Dank für diese tollen Berichte.
Es hat uns sehr gefreut, den Testanglern ein wirklich sehr fängiges Paket zur Verfügung gestellt zu haben.
Wir wünschen euch auch zukünftig viel dicke Fische.

Grüße vom Balzer Team und danke auch ans Anglerboard-Team für die professionelle Unterstützung
menorge ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.09.2017, 15:44   #44
Franz_16
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Der nächste Testbericht. Diesmal aus der Schweiz von Boardie Yveless.

Viel Spaß beim Lesen

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Testbericht Balzer Shirasu Photo Print Shads von yveless

Produktdaten:
Balzer SHIRASU PHOTO PRINT SHADS in 10cm, 13cm und 17cm




Hey es hat geklappt! Wir werden den Printshad testen!
Was für eine tolle Nachricht!
Nach einigen Tagen des Wartens, hielten wir endlich die heissersehnten Printshads in der Hand. Der erste Eindruck; Hammer Dekore!

Wir haben zu Testen folgende Dekore erhalten:
Gründling


Barsch


Bachforelle


Weissfisch


Hecht


Die Dekore sehen echt super realistisch aus! Die Gummimischung macht einen sehr strapazierfähigen Eindruck. Was uns aber besonders gut gefallen hat, war die Lasur die über den Druck angebracht wurde. Damit sind auch die Augen überzogen. Dies hat den Vorteil, dass diese beim Aufziehen des Gummis oder nach einigen Fischen nicht gleich wegfallen.

Wir haben alle Dekore in den Grössen 10cm, 14cm und 18cm erhalten.
Das Eigengewicht der Köder beträgt:
10cm > 7 Gramm
14cm > 14 Gramm
18cm > 33 Gramm

Der einzige Kritikpunkt den wir hierzu haben ist der Geschmack. Die Köder rochen nach dem Auspacken sehr stark nach Gummi. Jedoch verflüchtigte sich der Geruch nach ein paar Tagen.

Vielleicht wird Balzer ja mal eine geflavourte Variante an den Markt bringen. Wer weiss, Genug geredet! Ab ans Wasser!


(Ab ans Wasser, Köder testen!)

Der Köder flankt extrem zur Seite und macht unter Wasser so richtig Druck. Ideal für Hechte! Was uns bei der 10 cm Variante sehr gut gefiel, war seine "ruhige" Absinkphase bei einem Spinnstop. Dies macht das Faulenzen auf Barsche sehr interessant. Beim Einkurbeln flankt der Köder sehr stark, sobald man aber mit dem kurbeln aufhört, sinkt er beinahe ohne Bewegung nach unten. Die Aktion in dieser Absinkphase lässt sich sehr schön über das Gewicht des Bleikopfes bestimmen.
Nun ja, in der Theorie klingt das ja sehr gut aber fängt der Köder auch Fische?

Eindeutig Ja! Dieser wunderschöne Barsch konnte dem 10 cm Barschdekor nicht widerstehen!


(Tim`s Kirsche)

Der Biss kam knallhart in der Absinkphase! Mit einem 7 g Jigkopf bewegte sich der Köder kaum beim Absinken. Da musste der Barsch einfach zupacken!
Dieser Köder kann eindeutig für Grossbarsche eingesetzt werden. Wir denken, dass dieser Köder vor allem durch das unterschiedliche Gewicht des Jigkopfes sehr variabel gefischt werden kann.


(Tim`s Kraut-Hechtlein)
Hecht!
Jedoch konnten auch wir als Barschfans einige Hechte damit überlisten.
Beim Angeln auf den Hecht hat sich vor allem das monotone Einkurbeln als sehr fängig erwiesen. Die 14 cm und 18 cm Köder eignen sich dazu perfekt.
Mit einem leichten Jigkopf oder der Shallowrig Montage können die Köder sehr flach über Kraut präsentiert werden, ohne dass der Lauf der Köder darunter leidet.


(Tim`s Kraut-Hechtlein 2.0)
Wir denken, dass gerade dieser Köder auch in Gewässern mit einem sehr hohen Angeldruck immer noch den ein oder anderen extra Fisch bringen kann.
Wir haben die Köder ebenfalls am Bodensee getestet. Gerade der Bodensee ist mit Sichttiefen von bis zu 12 Metern und dem hohen Angeldruck, kein einfaches Gewässer und die Hechte sind sehr vorsichtig.
Die Bedingungen waren an diesem Tag leider auch nicht optimal für Hechte. 34 Grad Luft und 24 Grad Wassertemperatur bei strahlendem Sonnenschein. Trotzdem konnten wir einige kleinere Hechte erwischen. Wir denken, dass dies vor allem an den supernatürlichen Dekoren liegt.


(Yves`s Flachwasser Hecht)
Der grössere frisst den kleineren… Dieser Hecht hat den 14 cm Shad im Hechtdekor sauber verputzt. Diesmal haben wir den Köder an einem Shallow Rig über einem Krautfeld angeboten. Mit langsamen Kurbelumdrehungen konnte Yves diesen Hecht zum Biss verleiten.


(Tim`s Bodensee Hechtlein)

In den Nachmittagsstunden versuchten wir unser Glück nochmals mit den 10 cm Shads auf Barsch. Jedoch fanden die Hechte eindeutig mehr gefallen an den Print Shads. So konnten wir einige kleinere Hechte überlisten, jedoch blieben die Grossen leider aus.

Unser Fazit zum Köder: Der Print Shad überzeugte uns auf ganzer Linie. Er ist eindeutig ein super Köder für Hechte. Wir konnten in unserem Test leider keine «Mutti» fangen, dafür fingen wir sehr viele kleine und mittlere Hechte. Ebenfalls sind wir überzeugt, dass er auch für das Angeln auf grosse Barsche gut geeignet ist. Die Dekore sind super realistisch, dies kann an schwierigen Angeltagen den Unterschied bringen! Wir werden uns sicherlich noch mehr mit diesem Köder auseinandersetzen.

Petri!
Tim & Yves

Der Testbericht steht auch auf der Webseite von Tim & Yves
www.barschtardos.com zur Verfügung!
Franz_16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.10.2017, 10:59   #45
Franz_16
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Der nächste Testbericht ist da. Diesmal von Boardie Peh:
http://www.anglerpraxis.de/ausgaben-...s-von-peh.html

Eine Übersicht zu allen Testberichten findet ihr hier:
https://www.anglerboard.de/ausruestu...d-testberichte
__________________
Gruß Franz
Franz_16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2017, 00:27   #46
JB_1985
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Servus,

ich hab mir mal 2 shads zugelegt 17 cm und 13 cm. Ich hatte für beide shads nur einen 10 g Bleikopf. Ich fand das Köderspiel beim einfachen leiern super... nur wenn man ihn absinken lässt, arbeitet der Schwanzteller kaum. Braucht man für die Shads allgemein schwerere Köpfe?.
JB_1985 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.10.2017, 06:31   #47
Michael_05er
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Zitat:
Zitat von JB_1985 Beitrag anzeigen
Servus,

ich hab mir mal 2 shads zugelegt 17 cm und 13 cm. Ich hatte für beide shads nur einen 10 g Bleikopf. Ich fand das Köderspiel beim einfachen leiern super... nur wenn man ihn absinken lässt, arbeitet der Schwanzteller kaum. Braucht man für die Shads allgemein schwerere Köpfe?.
Ich hatte nur beim kleinsten Shad diesen Eindruck. 10g wackelt schön, 5g flankt nur leicht. Beim 13er Shad hatte ich den Eindruck, dass er mit 10g gut läuft.

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Alt 10.10.2017, 10:07   #48
Silvio.i
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Bin wohl der letzte
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Silvio.i ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.10.2017, 11:28   #49
Franz_16
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Nachfolgend der Testbericht von Boardie Michael_05er

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Testbericht Balzer Shirasu Photo Print Shad von Michael_05er


Im Juli 2017 wurde ich als einer von 12 Boardies für einen Test der Balzer Shirasu Photo Print Shads ausgewählt. Ich habe mich sehr gefreut und möchte erst einmal dem AB ein Lob und Dank aussprechen für diese Testaktionen, die ich persönlich immer interessant finde. Danke, dass Ihr Euch diese Arbeit macht! Nach der Nachricht, dass ich zu den glücklichen Testern gehöre musste ich auch nicht lange warten bis ein Riesen-Paket mit der Testbox ankam. Auspacken, begrabbeln und freuen war angesagt

Erster Eindruck:
Als erstes fällt natürlich auf, dass Balzer neben ein paar Jigköpfen auch gleich noch die passende Köderbox draufgelegthat. Die Box war auch sehr gut gefüllt, bei mir enthielt sie von jeder Größe 4 Gummifische, eindeutig mehr als ich erwartet hatte. Zusammen mit Box und Jigköpfen hat das Testpaket einen Wert von 40-50 Euro, da wurde nicht gespart! Respekt und Daumen hoch für dieses umfangreiche Paket!

Zu den Shads:
Die Form ist klassisch gehalten, ein breiter, flacher Rücken und ein kielförmiger Bauch versprechen einen stabilen, flankenden Lauf. Auge, Kiemendeckel und Brustflosse sind ausgeformt, der Schwanzteller hat ordentlich Masse und verspricht eine gute Aktion. Die Gummimischung ist flexibel, aber ziemlich fest. Ich mache mir keine Sorgen, dass die Shads leicht kaputtgehen könnten. Die Haltbarkeit der Gummis auf den Jigs war im ganzen Test hervorragend, ich hatte nicht einen verrutschten Köder zu beklagen. Auch Verwicklungen beim Auswerfen gab es nicht, das habe ich bei schlanken, weichen Gummis schon ganz anders erlebt.







Natürlich habe ich die Shads als erstes in Bezug auf die Optik bewertet. Und die gefällt mir richtig gut! Die aufgedruckten Dekors machen einen sehr guten Eindruck. Meine Favoriten im Köderdesign sind in der Regel Barsch- und Weißfischdekor, und da fallen die Print Shads genau in mein Beuteschema.
Vor allem das Rotaugen-Design hat mich begeistert: Silberweißer Bauch, zum Rücken hin immer stärker sichtbar werdende Schuppen mit zunehmendem Blauton, eine toll dargestellte Seitenlinie, dazu die rote Brustflosse als Fixpunkt. Mein absoluter Favorit! Die anderen Dekore gefallen mir auch sehr gut, gerade die Bachforelle ist mein zweiter Liebling geworden. Auch beim Hechtdesign sieht man schöne Details und kann den „Entenschnabel“ in Gedanken vervollständigen. Neben den extrem realistischen Dekors bewerte ich auch die Präzision des Aufdrucks sehr positiv. An den ausgeformten Stellen (Brustflosse, Auge) sitzt der Druck passgenau auf der Form.



Einzig beim Barschdesign hätte ich mir eine schöne, rote Brustflosse als Hingucker gewünscht, aber da ist die Flosse leider nicht farblich abgehoben. Dafür haben aber alle Shads einen roten, UV-Aktiven „Kehlfleck“ als weiteren Hingucker, so dass es an Reizen wirklich nicht mangelt.

Soweit ich es beurteilen kann ist das Dekor auch stabil aufgebracht. Es wirkt, als sei der Druck als Folie um den Köder gelegt, aber ich musste schon sehr „piddeln“ um diese Folie an einer Stelle abzulösen. Die Spuren eines Hechtbisses haben nichts abgelöst, und auch bei dem kleinen Shad war nach zahlreichen Barschattacken keinerlei Ablösung zu erkennen. Ich gehe davon aus, dass der Aufdruck sich nicht löst, bevor nicht der ganze Shad den Geist aufgibt.

Negativ aufgefallen ist mir nur der Geruch der Köder. Die Shads verströmen einen ziemlich heftigen, scharfen Geruch nach Lösungsmitteln oder ähnlichem, der auch nach einigen Tagen an der frischen Luft nicht verflogen ist. Im Vergleich zu den mir bekannten Gummis fand ich das ziemlich unangenehm und war froh, die Köder in einer eigenen Box zu haben (und die Box geschlossen zu halten). Mit der Zeit hat der Geruch zum Glück nachgelassen.

Die Shads kamen in den Längen 10cm, 13cm und 17cm. „Nackt“ bringen sie ca. 7g, 14g und 35g auf die Waage. Den großen Shad habe ich mal mit einem Savage Gear 3D Herring in 19cm verglichen. Der Längenunterschied ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen (und liegt zum Teil am Spitzkopf des Herring).



Auf der Waage ist der Unterschied aber deutlich, der Savage Gear Köder wiegt immerhin 45g, also deutlich mehr, und hat einen bereiteren Rücken. Die Balzer Shads sind also keine ausgewiesenen Schwergewichte.



Montiert habe ich sie zum Teil auf die mitgelieferten Haken, zum Teil auf eigene. Die Qualität der Testhaken war absolut nicht zu beanstanden, schön scharf und mit einem kleinen Haken zum Festhalten des Köders. Die Kopfgewichte von 10g für die kleinen und 20g für die großen Shads fand ich für den Rhein (Einsatzgebiet Nr. 1) angemessen, für den Ringköbing-Fjord (Einsatzgebiet Nr. 2, flach, Stillwasser, krautig) aber zu schwer. Deswegen habe ich ein paar 5g bzw. 14g Jigköpfe aus meinem eigenen Vorrat hinzugefügt und die Köder gemischt montiert. Gerade bei den kleinen Shads saß die Hakenspitze dadurch etwas weiter hinten, was mir auch ein Stückchen besser gefiel.


Dann ging es endlich ans Wasser!

Praxiseinsätze:
Erstes Testgebiet: Der Rhein im Bereich Mainz bis Bingen, mein Hausgewässer. Kein einfaches Gewässer, es gibt immer wieder Schneidertage und der Köderverbrauch ist auch nicht ohne. Meine besten Fänge habe ich in der Regel mit Wobblern im Dunkeln gemacht, jetzt geht es im Hellen mit Gummi an den Fluss. Das Wasser ist bei uns meist sehr klar, die extrem realistischen Shads sollten also prima geeignet sein. Die ersten Würfe mit der 13cm-Bachforelle bestätigen meine Erwartung: Der Köder läuft bei verschiedenen Geschwindigkeiten stabil durchs Wasser. Der dunkle Rücken und der gelbe Bauch bilden beim stark flankenden Lauf einen tollen Farbwechsel, der auch auf größere Entfernung einen starken optischen Reiz darstellt. Den stark propellernden Schwanzteller kann ich aufgrund der hellen Farbe als ersten Punkt schon auf größere Entfernung erkennen, wenn der Köder in Ufernähe kommt. Das dürfte einen guten Zusatzreiz darstellen, den ich so nicht erwartet habe. Insofern ist es in meinen Augen kein Nachteil, sondern ein Pluspunkt, dass die „Schwanzflosse“ nicht mit bedruckt ist. Auch das auf den ersten Blick etwas „blass“ wirkende Hechtdesign ist überraschend auffällig, da die Flanken leicht silbrig sind und in klarem Wasser deutliche Lichtreflexionen abgeben. Insgesamt gefallen mir die Shads auch am Waser sehr gut.

Den Fischen am Rhein gefallen die Shads auch gut, aber leider überwiegend den kleinen. Nachdem die ersten Versuche wegen Mistwetter und einer Kombination aus hohem Wasserstand und Unmengen treibendem Kraut nicht erfolgreich waren, hatte ich bei anschließendem Sommerwetter mehr Hoffnung. Tatsächlich haben bei fast jedem Wurf zahlreiche kleine Fische meinen Köder neugierig begleitet. Größenmäßig hat der 10cm-Shad gut in diese Schwärme gepasst, aber die Räuber haben sich nicht blicken lassen. Ein Wechsel auf den 17cm-Shad im Hecht-Design brachte ebenfalls Geleitschutz einiger Kleinfische. Die leben offenbar gerne gefährlich… Ein paar Würfe später gab es dann endlich eine Hecht-Attacke, in etwa fünf Meter Entfernung gut sichtbar. Leider blieb der Fisch nicht hängen. Schnell nochmal kurz angeworfen und ein paar Mal angejigt konnte ich hinter dem flankenden Jig mehrfach eine größere Hechtflanke aufblitzen sehen, bekam aber keinen Kontakt. Durchatmen, nochmal anwerfen und den Gummi reinleiern – immerhin ein Nachläufer. Bis vor meine Füße kam ein 70er Hecht hinterhergeschwommen und schaute sich den Gummi in Ruhe aus der Nähe an, während ich langsame Achten auf der Stelle in den Rhein malte. Leider entschied er sich gegen einen weiteren Biss, so dass mir außer ein paar Löchern im Shad und zittrigen Fingern nichts blieb.

Beim Test des 10cm-Shads mit den verschiedenen Kopfgewichten ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich das Laufverhalten gestaltet werden kann. Beim Anjiggen oder Einleiern arbeitet der Schwanzteller des Shads sehr schön. Die Absinkphase habe ich aber komplett unterschiedlich beobachtet. Mit dem 10g-Kopf sinkt der Shad recht schnell zu Boden und arbeitet dabei auch schön mit dem Schwanz. Mit dem 5g-Kopf dagegen sinkt er natürlich deutlich langsamer, aber auch nur mit leichtem Kippeln und ohne Schwanzschläge ab. Man kann also mit zügiger Köderführung einen flüchtenden Beutefisch oder mit langsamer Führung einen sterbenden Kleinfisch imitieren. Mir gefällt es gut, mit einem einfachen Gummifisch so unterschiedlich fischen zu können. Man sollte hier also flexibel mit Kopfgewichten arbeiten, um die Fähigkeiten der Shads voll nutzen zu können.

Nachdem sich am Rhein keine weitere Räuber zum Biss überreden ließen kamen die Shads mit in den Dänemark-Urlaub in der Hoffnung auf Barsch und Hecht im zweiten Testgebiet:

Der Ringköbing Fjord in Westjütland, mit 300km² der größte Binnensee Dänemarks, ein flaches Gewässer mit viel Kraut- und Schilfbewuchs. Geangelt werden kann überall, wo man ans Wasser kommt, und das ist manchmal nicht einfach. Hauptsächlich stand Barschangelei auf dem Programm, und endlich auch mit Erfolg. Als „Gegenprobe“ war ein Angelkumpel aus dem AB dabei, der zur selben Zeit geurlaubt hat. Ich habe den 10cm-Shad gefischt, er mit kleinen Gummiködern am Dropshot-System. Leider habe ich gegen die Kleingummis am DS klar verloren, aber das schiebe ich nicht auf den Shad an sich. Zum einen waren alle gefangenen Barsche ca. 15-30cm groß, da ist der 10cm-Shad für den einen oder anderen einfach zu groß. Ich hatte zumindest die bessere Durchschnitttsgröße vorzuweisen und habe in erster Linie quantitativ verloren, womit ich gut leben konnte. Zum anderen habe ich als Hauptbeutefisch im Wasser und in einigen Barschen zahlreiche Stichlinge beobachten können, und da passt ein schlanker 2,5“-Gummi deutlich besser ins Beuteschema als der vergleichsweise massive Print Shad. Die Barsche waren nicht gerade in wilder Jagdstimmung (kein Wunder, es war ja genug Futter da), so dass ich mit der Köderführung experimentieren musste. Der 10g-Kopf brachte deutlich mehr Köderkontakt und –Kontrolle mit, aber am Ende war die extrem langsame Führung, die mit dem 5g-Kopf möglich war, der Schlüssel zum Erfolg. Die Bisse kamen oft in der Absinkphase oder sogar in Ruhephasen, wenn der Köder am Grund lag. Mit dem relativ leichten Kopf konnten die Barsche den Köder gut einsaugen und vom Grund aufnehmen. Der erste Barsch hatte den Köder auch komplett inhaliert, die weiteren Barsche waren auch gut gehakt.





Dafür, dass der Print Shad doch deutlich vom offenbar vorherrschenden Beutefisch abweicht hat er meiner Meinung nach gut gefangen. Gerade wenn man ein Gewässer mit größeren Barschen findet ist er mit seiner Variabilität sicher noch besser geeignet. Ich war jedenfalls absolut zufrieden.

Eigentlich wollte ich im Urlaub auch den großen Shad zum Schleppen auf Hechte einsetzen, aber da nach den ersten Tagen nahezu konstant Schietwetter mit Windgeschwindigkeiten von 50km/h und darüber hinaus herrschten, musste ich mir das als Boots-Anfänger verkneifen. Erst am vorletzten Urlaubstag reichte es zu einer kurzen Ausfahrt mit einem nicht gerade vertrauenerweckenden Holzboot des örtlichen Museums. Nur zu zweit und mit Schwimmweste versteht sich!



Auch beim Schleppen machen die Shads eine gute Figur, man erkennt an den Rutenspitzen den aktiven Lauf. Da ich als Bootsanfänger durch den wieder aufkommende Wind sehr schnell kein Gefühl für die Schleppgeschwindigkeit mehr hatte, haben wir uns aufs Wurfangeln vom verankerten Boot verlegt. Schnell heranziehende dunkle Wolken haben wenig später auch diesen Versuch ohne Fischkontakt beendet. Das hatte ich anders geplant, aber so ist eben das Wetter an der Nordsee, und Sicherheit geht vor...

Nachdem ich bei der Rückkehr aus dem Urlaub im aktuellen Raubfisch einen Artikel gelesen habe, der Gummifischen eine bessere Bissausbeute beim nächtlichen Zanderfischen zusprach als den aktuell ja sehr beliebten Hardbaits, habe ich nochmal einen Tripp an den Rhein drangehängt. Zander ließen sich leider nicht blicken, aber an derselben Stelle haben drei Kumpels von mir wenige Tage zuvor mit Wobblern gemeinsam abgeschneidert. Die Zander sind einfach noch nicht so sehr in Stimmung bei uns. Grundsätzlich denke ich aber, dass der 13cm-Shad auch bei der nächtlichen Zanderjagd seine Stärken hat. Genug Druckwellen sendet er aus, und im klaren Wasser sieht man bei Mondschein auch die farblichen Reize gut genug. Wer den Köder „aufmotzen“ will kann das z.B. noch mit Glasrasseln tun. Der Shad hat genug Masse, um eine Rassel darin zu versenken. Für diese Angelmethode empfehle ich aber extrem leichte Jigköpfe. Ich hatte mir ein paar 5g-Köpfe eingepackt und war im Nachhinein betrachtet zu schwer unterwegs. Wenn man nicht gerade am Buhnenkopf voll in der Strömung fischt sollte man mit 2g oder weniger angeln, um den Köder schön langsam und in der oberen Wasserhälfte führen zu können. Mit den 5g hatte ich in 2-2,5m Wassertiefe immer mal wieder Grundberührung, selbst wenn ich stromabwärts geworfen habe.

Fazit:
Der Shad fängt auf jeden Fall seinen Fisch. Die verschiedenen Führungsmöglichkeiten, gerade beim kleinsten Shad, haben mich sehr beeindruckt. Mir hat das vor Augen geführt, dass man sich auch bei einem Gummifisch gründlich Gedanken machen sollte, wie man ihn präsentieren will. Der Print Shad bietet hier viele unterschiedliche Möglichkeiten, und die sollte man nutzen. Bei mir hat die Box einen festen Platz in der Angeltasche erhalten, und ich werde auch in Zukunft noch weiter mit ihnen angeln. Gerade am Rhein mit dem immer klarer werdenden Wasser habe ich Vertrauen in das realistische Dekor und werde damit bestimmt auch noch einige Fische fangen. Mit einem ganz bestimmten Hecht habe ich noch eine Rechnung offen

Preislich liegen die Shads nach Recherchen im Netz im Bereich 1,90 Euro (für die 10cm-Variante) bis 3,90 Euro (für die 17cm-Variante). Damit gehören sie nicht zu den preiswerten Gummis, sprengen aber auch nicht den Rahmen nach oben. Meiner Meinung nach stellt das einen akzeptablen Preis dar für Köder, die mehr hermachen als der Standard und einen sehr haltbaren Eindruck machen. Insgesamt sind die Shads in der Form nicht so „realitätsnah“ wie andere mit allen Flossen etc. ausgestattete Köder (z.B. von Savage Gear), dafür aber im Dekor so nah am Original wie es nur geht. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, was den Raubfisch mehr überzeugt, für meinen Geschmack schlägt das überragende Dekor die Details in der körperlichen Ausarbeitung.

Petri Heil
Michael_05er
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Gruß Franz
Franz_16 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.11.2017, 07:51   #50
Franz_16
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Mittlerweile ist auch der Testbericht von Boardie silvio.i veröffentlicht:

http://www.anglerpraxis.de/ausgaben-...-silvio.i.html

Silvio hat wieder mal ordentlich zugeschlagen - viel Spaß beim Lesen

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Gruß Franz
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