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Alt 07.03.2018, 09:38   #322
Rheinangler
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Standard AW: Wir haben eine klare Vorstellung davon, wie wir den Verband weiter entwickeln wol

Zitat von tibulski:
Mal sehen was geht ... bin jetzt aber raus, habe morgen früh hier in Bonn im Ministerum einen Termin um die Interessen der Angler auf Bundesebene zu vertreten.



Ich verstehe mittlerweile, dass der Karren vor allem durch Vorturner, die nicht das geringste mit dem "Angeln an sich" zu tun haben, tief in den Dreck gefahren wurde.

Ich wage zu behaupten, dass Verbandspräsidentin noch nie eine Angelrute in der Hand hatte bzw. dieses Hobby aktiv betreibt / betrieben hat.

Insofern ist sie für mich von vorn herein für diesen Job keine optimale Besetzung. Es sei denn, Sie ist eine kraftvolle, kompromisslose Streiterin für dieses Hobby mit guten Kontakten zu Politik und Presse und nicht völlig beratungsresistent.

Das ist aber offensichtlich nicht der Fall, wie schon mehrfach erkennbar war und ist. Der Fisch stinkt hier also vor allem am Kopf.... Ich erkenne hier große Ähnlichkeit mit politischen Strukturen, wo auch Ministerien nach persönlicher Zuneigung / Vitamin B und nicht nach Eignung vergeben werden.

Wenn es unser Verband schafft, dass endlich echte Fachleute die Ideengeber sind, und die aktuellen Vorturner einfach mal zur richtigen Zeit Ihren ahnungslosen Mund halten, wären wir schon ein ganzes Stück weiter. Besser noch - es finden sich wortgewandte Vorturner mit echtem Fachwissen um den Angelsport. Das würde auch die Unterverbände und Vereine mitreißen.

Denn das "Angeln an sich" ist doch das, worum es der Basis geht.

Also Angeln in seiner ursprünglichen Form, wie viele von uns es noch als Jugendliche in den 80ziger Jahren genießen durften.

Irgendwann ging es dann los: lebender Köfi verboten, Setzkescher verboten, Wettkämpfe verboten, Schutzgebiet für Gänse, Schutzgebiet für andere Federviecher, usw., usw., usw.....

Von "UNSEREM" Verband erwarte ich eigentlich nicht viel.

Ich persönlich möchte nicht noch weitere Verbote und Einschränkungen hinnehmen müssen und unser Hobby wieder ins rechte Licht gerückt wissen. Bestehende Verbote und Einschränkungen müssen auf Sinnhaftigkeit hinterfragt werden und ggfls. um deren Aufhebung gekämpft werden.


Stillstand und Duldung der aktuellen Gemengelage ist Rückschritt - die Angelgegner sind rastlos und werden permanent an unseren Interessen sägen.

Unser Verband muss endlich aus der Sünderecke rauskommen, wir brauchen nicht den Bückling vor den ganzen Öko - Fanatikern und fehlgeleiteten, lobbyorientierten Politiker(-innen) zu machen.


Die Angler und Angelvereine sind in Deutschland im Bereich Naturschutz ganz weit vorne.

Das muss hervorgehoben werden. Wiederansiedlung von Fischarten, Gewässerreinigung, etc.. Wir machen soviel Gutes - in der Öffentlichkeit versucht man uns aber immer als tumbe Trophäenjäger und Fischmörder hinzustellen.

Zum Dank für unsere Tätigkeiten zum Wohle der Natur werden wir immer mehr aus der Natur rausgedrängt. Schutzgebiete wo man hinschaut. Die schönsten Angelplätze dürfen plötzlich nicht mehr aufgesucht werden - wegen völlig irrsinniger EU - Regularien und Willkür. Aalfangverbote - ohne Besatzmaßnahmen durch Angler wäre der Fisch lange weg.

Wie konnte es soweit kommen, dass ein Angler sich strafbar dafür macht, wenn er voller Stolz nach Fang eines großen Fisches diesen dann fotografiert und wieder unversehrt in sein Element entlässt???? Was soll sowas?

Wir sind in Deutschland nicht nur Fussballweltmeister sondern auch Weltmeister im erfinden neuer Verbote und Beschränkungen. ES REICHT - NEIN ES IST SCHON ZUVIEL!!!

Ich erwarte von unserem Verband, dass er solchen Schwachsinnsregelungen vehement entgegentritt und zumindest akzeptable Kompromisse aushandelt.

Z.B. Schutzgebiet für Gänse am Rheinufer ist i.O., aber es muss ein Zugangskorridor und ein Uferbetretungsrecht für Angler erhalten bleiben. Die Gänse waren schon immer da - auch mit Anglern am Gewässer. Plötzlich stören die Angler und dürfen nicht mehr ran - für mich nicht nachvollziehbar und Willkür.

Z.B. Wieso wird der Kormoranschutz in Deutschland mit so einer Inbrunst betrieben? Weil die Viecher sichtbar sind, lautstarke Interessenvertreter haben und Fische eben nicht. Der Schaden der durch diesen gut gemeinten - aber völlig überzogenen - Schutz entsteht ist aber riesig. Nicht nur wirtschaftlich sondern auch ökologisch. Wir Angler werden so dargestellt, als wären wir gegen Kormorane, weil wir in einem Interessenkonflikt mit den Fischräubern stehen. Das ist aber Käse und lediglich ein Randthema - es geht um weit mehr. Die Viecher vernichten ganze Fischbestände - unbemerkt, weil unter Wasser.

Auch wenn ich schrieb, dass ich nicht viel von unserem Verband erwarte, so ist doch klar, dass es im Detail schon eine Menge an Arbeit ist - gerade wenn man in die regionalen Probleme einsteigt.

Das zeigt die Komplexität des ganzen Problems noch deutlicher - es ist letztlich nicht nur der Oberverband, der hier versagt. Auch die kleinen Verästelungen auf regionaler Ebene sind von dem Bückling- und Sündersyndrom befallen....

Wir Angler (incl. der Vereine, Verbände etc.) müssen insgesamt wieder selbstbewusster und mehr auf unsere eigenen Interessen konzentriert auftreten. Reicht man den "Gegenspielern" den kleinen Finger, wird der ganze Arm abgerissen.

Gruss

Stefan
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