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Alt 03.01.2018, 18:52   #1
Thomas9904
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Standard MOZ berichtet: Berufsfischer braucht Angler

Redaktionell



MOZ berichtet:
Berufsfischer braucht Angler


Auch wenn Berufsfischer und Angler sich oft in gegenseitigem Mißtrauen gegenüber stehen, ist man dennoch immer aufeinander angewiesen. Daher ist es immer gut, wenn man lesen kann, wie Berufsfischer klar artikulieren, dass sie die Angler brauchen. Statt immer mehr Naturferne und Fischstäbchen, ist die Alternative regionale Produktion und Angelkarten verkaufen!

Quelle:
Karpfen à la Rinast
https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/1628001/

Die MOZ berichtet über den Fischer Rinast , der in und um Strausberg mehrere Seen bewirtschaftet.

Auf seiner Seite - obwohl er Berfusfischer mit Hofladen ist, prangt als erstes gut sichtbar:
En Angelparadies in der Nähe von Berlin
http://www.rinast.com/Home.html

Und im Artikel selber macht er auch klar, wie wichtig Angler für seinen Betrieb sind:
Zitat:
Ohne den Verkauf von Angelkarten wäre das Geschäft noch schwieriger, macht Rinast deutlich und findet: "Irgendwie geht es nicht voran." Dafür führt er gleich mehrere Problemfelder an, die ihm und den anderen Binnenfischern das Leben schwer machen. Da sei einmal die Konkurrenz aus der Türkei, Italien und anderen Ländern, die ihre in Aquakulturen gezüchteten Fische viel billiger anbieten könnte. Dann mache ihm und seinen Kollegen aus ganz anderer Richtung eine Konkurrenz zu schaffen, der sie nicht beikommen könnten - geschützte Tierarten wie Kormoran, Fischreiher und Fischotter. Und auch der Biber breite sich zum Leidwesen der Fischer immer mehr aus.

Schließlich hat sich nach Einschätzung von Martin Rinast in den zurückliegenden zehn bis 15 Jahren auch das Kaufverhalten der Kunden deutlich geändert. Mittlerweile werde frischer Fisch selbst in Discountern angeboten und angesichts der günstigen Preise natürlich auch gekauft.
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Kommentar

Es gibt viele Beispiele von Fischern, die heute Angler nicht mehr als "Gegner" sehen, die ihnen "ihre Fische" wegnehmen, sondern als Kunden, die helfen ihre Betriebe am Lauen zu halten und für die man gerne Dienstleistungen erbringt.

Ja, natürlich, es gibt auch noch die "knorrigen, alten" Fischer, der seine Feindschaft zu Anglern pflegt.
Und ja, auch manchen auch durchaus von Fischern leidgeprüften Angler, der keine Freundschaftsgefühle für Fischer entwickeln kann.

Aber es ist auch gut zu sehen, dass hier eine Entwicklung stattfindet bzw. beginnt.

In einem gesellschaftlichen und politischen Umfeld von immer mehr Naturferne, politisch bestimmt von eher weltfremden Politikern und Schützen, die von Praxis eher wenig Ahnung haben, wird aber in meinen Augen Anglern wie Fischern nichts anders übrig bleiben, als zukünftig immer enger zusammen zu arbeiten.

Wozu gehört, dass regionale Produktion und Vermarktung hochwertiger Lebensmittel wie Fische genauso ihren Platz hat, wie das Angeln als sinnvolle, nachhaltige und naturnahe Freizeitbeschäftigung.

Wer sich da gegenseitig angeht - bei ALLEM, was man sich gegenseitig vorwerfen kann - statt gegen einen gegen Angler UND Fischer gerichteten Zeitgeist gemeinsam vorzugehen, der wird langfristig weder als Angler, noch als Fischer zu den Gewinnern gehören

Thomas Finkbeiner
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