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Alt 17.09.2017, 09:27   #1
Thomas9904
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Standard Regenwürmer - Bedroht oder gefährlich?

Redaktionell



Regenwürmer - Bedroht oder gefährlich?


Bedroht in Deutschland
https://www.welt.de/wissenschaft/art...tirbt-aus.html

Tja, so ist das in der Welt, "was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall".

So kommt laut einem Artikel der WELT auf Nachfrage der GRÜNEN raus, dass auch Regenwürmer stark bedroht sind in Deutschland.
65 Prozent von 43 untersuchten Regenwurmarten in Deutschland seien inzwischen „selten“ bis „extrem selten“ (stimmt meine Rechnung, das wären 27,95 Arten?).

So weit so gut...

Als ich das gelesen habe, kam mir aber ein Artikel der ZEIT in den Sinn, den ich erst vor ein paar Tagen/Wochen auch gelesen hatte - wie gefährlich Regenwürmer in den USA geworden sind. Und den hab ich auch gleich wieder gefunden

Gefährlich in USA und Kanada
http://www.zeit.de/2017/32/regenwuer...lder-bedrohung
Dort gab es ursprünglich keine Würmer, und die aus Europa mitgebrachten/eingeschleppten sollen dort viel Schaden anrichten, weil die ursprüngliche Vegetation mit der Bodenveränderung durch die eingeschleppten Würmer nicht zurecht käme.

Was macht nun der umweltbewusste, ökologisch/ethisch korrekt denkende und handelnde Angler?
> Soll man nun aufs selber Würmer suchen verzichten, weil die ja bei uns gefährdet sind (und wissen wir wirklich, ob wir nicht gerade eine der 65 Prozent von 43 untersuchten Regenwurmarten, die so gefährdet sind, einsammeln?)?

> Soll man Würmer aus Kanada/USA kaufen, weil die dort Schaden anrichten und weg sollten?
Reimport sozusagen..
Wohl wissend, dass dies mit einer CO2 Belastung durch den Transport verbunden ist, die auch nicht gerade öko ist..

> Wäre evtl. die eigene Wurmzucht ein Ausweg - aber welche wären da die ökologisch richtigen?

> Und wie könnte man sicherstellen, dass Angler nur noch selbst gezüchtete Würmer verwenden. Sollte man da evtl. Angel-Würmer wie Haustiere chippen, um sie klar zu unterscheiden von gefährdeten Arten?

Das Wurmproblem für Angler in Deutschland
Wie man sieht, kommen da auf den ökologisch denkenden Angler eine Menge Probleme zu.

Da ein Regenwurm augenscheinlich nicht nur einfach ein Regenwurm ist, sondern 27,95 Arten davon in Deutschland wohl selten bis extrem selten sind, wie siehts da überhaupt aus mit selber sammeln?

Darf man das?

Nur bestimmte Arten?

In welcher Menge?

Gehört der Wurm zum Angeln zum "Eigenbedarf" wie bei Pilzen, so dass man "geringe Menge für den Eigenbedarf" sammeln darf?

Oder müsste man dann selber den Wurm essen wie die Pilze, statt ihn beim Angeln in Fisch zu veredeln, damit das als Eigenbedarf gilt?

Fragen, Fragen, Fragen - Dann besser gleich den Wurm als Angelköder verbieten?
Wenn sich so viele ungeklärte Fragen ergeben, ist da die Lösung nicht ganz einfach, gerade unter dem Aspekt wie bedroht zumindest 27,95 Wurmarten in Deutschland sind, um Fehler, Missverständnisse und Irrtümer zu vermeiden?

Haben wir nicht in Deutschland immer gute Erfahrungen mit Verboten gemacht in solchen Fällen?

Sollte man das also dann nicht konsequenterweise das Angeln mit Würmern der Einfachheit halber gleich ganz verbieten?

Zumindest braucht es aber doch einen Aufruf für oder Ehrenkodex an umweltbewusst, ethisch-ökologisch korrekt denkend und handelnde Angler, dass sie auf das Angeln mit Würmern daher verzichten.

Oder sehe ich das falsch?

Und Angeln mit Wurm sollte weiter wie bisher erlaubt bleiben?

Thomas Finkbeiner
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