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Alt 02.09.2017, 23:43   #10
Bimmelrudi
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Standard AW: Interessante Köderfisch-Theorie: Sind Grundeln OHNE Kopf fängiger?

Zitat:
Zitat von Stumbe Beitrag anzeigen
Mich würde bei der ganzen Sache noch die genaue Anköderung interressieren. Pose oder auf Grund? Und wie den Köder perfekt anbieten, nur einfach am Einzelhaken?

Grüße Stumbe
Habe hier am MLK verschiedene Methoden durch damit.
Aufgezogen (Haken schaut am Schnitt raus), Schwanzköderung...sowohl an Pose wie auch Grundmontage.
Habe da keine größeren Unterschiede der Bisse feststellen können.
Mit Pose war es allerdings hier immer erforderlich etwa 20-50cm oberhalb der Steine zu fischen (sehr genaues Loten notwendig). Ansonsten verschwindet der Haken schnell in den Steinen und man verliert sein Material....unschön.

Ich benutze allerdings lieber ne reine Grundmontage, da mit Posenmontage am MLK durch den Sog etwas nervig werden kann, wenns alle paar Minuten nen Schnurbogen durch den Sog entstehen lässt und damit deine Posen dauernd abtauchen.
In der Regel geht das hier so etwa bis 22Uhr, manche Tage auch mal bis Mitternacht.
Die Köder werden dabei nicht verdriftet (benutze meist 8g-10g Posen), nur die Bisserkennung wird halt sehr erschwert.
Daher greife ich am MLK lieber zum 35-50g Tiroler, ohne Boom oder irgendein Firlefanz,ganz simpel mit banalem Einhängerwirbel auf der Schnur.
Habe auch einige Zeit gebraucht, das ideale Blei fürn Kanal zu finden. Letztlich haben sich Tiroler zwar nicht als "ultimativ" herausgestellt, aber doch deutlich besser wie jede andere Bleiform.
Denn der große Vorteil des Tiroler im Kanal mit all den dicken Schlackesteinen die wir hier bei uns im kompletten Kanalbett haben, ist halt dieser banale Gummischlauch.
Rutscht das Blei mal in eine Ritze, kriegt man es eigentlich immer wieder raus durch den flexiblen Schlauch.

Das einzige was außerhalb des Bleies für nen Hänger sorgen kann, ist der Haken..und das sogar recht häufig.
Ich gehe sogar mittlerweile davon aus, das quasi 99% meiner Hänger die ich bisher mit Tiroler im Kanal hatte, jeweils immer der Haken durch den Sog in Steinritzen driftete und damit unlösbar festsaß.
Und fast immer riß dabei dann der Knoten am Wirbel, der Hauptschnur mit Vorfach verbindet...die Folge ist, das Vorfach hängt, das Blei rutscht frei runter und ich kurbel ne leere Schnur ein.
Ich habe längere Zeit damit experimentiert, dieses Problem einigermaßen in den Griff zu bekommen.
Ein Blei verliert man schonmal, bloß wenns gleich 3-4 pro Ansitz sind, sorgt das nur für Frust..jedenfalls bei mir.

Die erste Idee war natürlich den Haken möglichst von den Steinen fernzuhalten.
Also Grundel aufpoppen...direkt wirds nix,der Koft ist ab.
Blieb also nur das Vorfach über, entweder mit Styroporkugeln oder Korkkugeln.
Klappt auch beides sehr gut, man sollte im Nahwasser aber schauen, daß die Grundel nur schwebt und nicht zu hoch kommt, quasi dann senkrecht über dem Blei steht.

Da mir das aber immer zuviel Frickelei war und ich einfach nur angeln wollte, bin ich einen anderen Weg gegangen, der m.M. hier auch sehr gut funktioniert.
Ich habe nach und nach mit immer kürzeren Vorfächern probiert, bis ich sogut wie keine Hänger mehr hatte, selbst bei ordentlich Schiffsverkehr und dementsprechenden Sog nicht.
Stehengeblieben bin ich dann bei 25-30cm maximaler Vorfachlänge.
Ich hab hin und wieder auch jetzt noch nen Hänger, aber doch deutlich weniger wie vorher.
Hab dieses Jahr jedenfalls noch keine Montage durch nen Hänger verloren, letztes Jahr waren es....eindeutig zuviel.

Ein weiteres Detail was ich beim Vorfach geändert habe ist das Material dessen. Vorher hab ich eigentlich immer ordentlich kräftige Mono (0,32-0,35) genommen.
Mittlerweile verwende ich aber nur noch Stahl oder auch Leadcore aus dem Karpfenbereich (30-40lbs).
Die Zander hier sind nicht zimperlich, stören sich überhaupt nicht am Stahl, auch tagsüber nicht.

Zur Bisserkennung nehme ich meine Pieper inkl. swinger mit verstellbarem Gewicht...kann man damit recht gut anpassen das es nicht dauernd piept wegen dem Sog.
Haken nehme ich größere Öhrhaken vom netten Chinamann (15er Größe...die haben ne etwas andere Einteilung wie bei uns), die sind echt super für nichtmal nen Zehner per 500Stk.
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