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Alt 31.08.2017, 21:29   #3
Leech
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Standard AW: Da werden Schützer jaulen: Artensterben - Ruiniert der Naturschutz die Natur?

So und so.
Naturschutz ist an einigen Stellen (da sind wir uns garantiert auch einig Thomas ) absolut notwendig.

So ist die Natur zu schützen vor:
- Giftstoffen (Schwermetalle etc), die langfristig nicht mehr aus dem Ökosystem verschwinden, weil schwer abbaubar, und die im Ökosystem nicht natürlich vorkommen
- Raubbau an den natürlichen Ressourcen direkt - also unnötiges Entfernen von Lebensgrundlagen von Tieren

Bei allen anderen Dingen kann die Natur vor allem in Fließgewässern moderate Verunreinigungen gut selbst kompensieren - und biologisch ist davon auszugehen, dass sich die Ökosysteme sogar auf diese Kompensation im gewissen Maße eingestellt haben.
So ist ein Teil der natürlichen Nahrungskette auf die zusätzlichen Stoff eingestellt, die dann auch dem Gewässer nicht schädigen, weil sie sofort in für das Ökosystem nutzbare Biomasse umgesetzt werden.
Bei Stehgewässern ist dies aufgrund mangelnder Wasserzirkulation anders (siehe u.a. das Umfallen eines Gewässers bei fehlender Filterung und ständigem Zuschütten von Nahrungsmitteln).

Prämisse: Der grundlegende Naturschutz ist in bestimmtem Maße sinnvoll, an anderer Stelle aber zum Scheitern verurteilt - denn: Jeder Fluß ist anders. Kein Fließgewässer ist eine Schablone des Nächsten - alleine schon was Pflanzenarten angeht. Ich will auch keine mit Schwermetallen verpesteten Flüsse mit abgeholzten Uferrändern - der Rest ist dann den Umständen des Gewässers anzupassen.
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