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Alt 27.08.2017, 18:41   #37
Thomas9904
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Standard Video zum Anglerboard-Ködertest: Balzer Shirasu Photo Print Shads

Es folgt der nächste Testbericht zu den Balzer Shirasu Photo Print Shads von Boardie oh-nass-is.
Ganz am Ende des Testberichts findet ihr auch noch ein Video

Viel Spaß beim Lesen und gucken!

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Testbericht Balzer Shirasu Photo Print Shads von oh-nass-iss

Produktdaten:
Balzer SHIRASU PHOTO PRINT SHADS in 10cm, 13cm und 17cm



Schon zwei Tage nach der Ankündigung, dass ich einer der Tester sein darf, stellte mir der freundliche Postbote ein Päckchen mit dem heiß erwarteten Inhalt zu.

Schnell ausgepackt und siehe da, die Firma Balzer hat sich nicht lumpen lassen und noch eine kleine Tacklebox für die Shads und Jigköpfe draufgepackt.



Da lagen Sie nun: jeweils 4 Shads in 10cm, 13 und 17cm mit den dazu passenden Jigköpfen.

Die „Großen“:
liegen in den Ausführungen „Barsch“, „Gründling“, „Bachforelle“ und „Hecht,

die „Mittleren“:
in „Barsch“, „Gründling“, „Bachforelle“ und „Regenbogenforelle

sowie die „Kleinen“:
in „Hecht“, „Weißfisch“, Bachforelle und „Regenbogenforelle“ vor.

Der erste Eindruck:
was soll ich hier am Bodden mit solchem Kleinkram! ;-)
aber gut sehen sie ja aus die „kleinen Hüpfer“
der Geruch nach Chemie verfliegt hoffentlich schnell.
Aber der Reihe nach.

Rein von der Optik gefallen mir die Shads sehr gut. Das Design ist sehr natürlich und kommt den zu simulierenden Beutefischen sehr nah. Die Augen sind sehr schön hervorgehoben und setzen somit für den Jäger einen guten Reizpunkt. Die Brustflossen sind nicht nur „aufgemalt“, sondern stehen ein wenig von der glatten Gummifläche ab. Dadurch geben sie dem Shad etwas mehr Struktur und Natürlichkeit. Die Gummis sind schön weich, was dem Aufziehen der Jigköpfe entgegen kommt. Dennoch machen sie aber beim „Zieh und Biegetest“ einen vertrauensvollen Eindruck.

Leider ist beim Aufziehen des Jigkopfes beim 13er „Gründling“ die „Farbe“ verrutscht, sodass der unbehandelte „weiße“ Grundkörper zum Vorschein kam. Dadurch konnte man gut sehen, dass die Shads im Nachhinein bedruckt wurden. Es sieht fast so aus, als ob eine gummierte Folie um den Gummikörper geklebt wurde. Leider blieb an diesem Shad, im vorderen Drittel links oben, genau an der Stelle, wo mein Daumen beim Aufziehen saß, ein weißer Fleck übrig. Ich schiebe das aber auf mein Unvermögen beim Aufziehen. Wahrscheinlich habe ich mit dem Daumen zu viel Druck ausgeübt. Der Übergang vom Körper zum Schaufelschwanz ist sehr flexibel ausgeführt, was aber dem Köderspiel meiner Vermutung nach, zugutekommen wird.

Also ab ans Wasser und rauf auf den Bodden.
Der erste Test erfolgte mit dem Shad in 13cm Regenbogenforellendesign. Die Bedingungen waren so „na ja“. Ein recht starker Südwestwind machte das Ködergefühl in der Drift ein wenig schwierig. Trotzdem gab es beim dritten Wurf schon den ersten Anfasser. Leider hat der Fisch den Köder hinter dem Haken erwischt, was mich dazu brachte einen Angsthaken anzubringen. Ein paar Minuten später saß dann der nächste Biss. Ein schöner Barsch von genau 30cm hat versucht, sich die 13er Regenbogenforelle einzuverleiben und blieb dabei am Stinger hängen.



Ein paar Würfe später hing der nächste Barsch. Dieser Fisch hatte ebenfalls den Stinger gepackt.



Da die Wetterbedingungen nicht besser wurden, bin ich etwas dichter unter Land gefahren und habe den 10er Gummi in Hechtdesign ausprobiert. Wie schon erwähnt, fische ich normalerweise nicht mit solch kleinem „Spielzeug“! In diesem Fall wurde ich aber eines Besseren belehrt. Dieser kleine Hecht-Shad brachte mir und meinen Mittestern während der gesamten Testphase mehr als 10 schöne Hechte. Da ich hier nicht alles posten kann, nachfolgend der erste Fisch, den ich gleich nach dem Umsetzen des Bootes, gefühlt beim ersten Wurf, überlisten konnte.



Der nächste Test fand dann bei strahlendem Sonnenschein und „Ententeich“ auf dem Bodden statt. Um das Köderspiel an der Rute gut zu erfühlen, habe ich eine leichte Spinnrute mit 40g Wurfgewicht gewählt. Mit dieser Rute konnte man die Wackelbewegungen (flanken) aller Ködergrößen sehr gut durch den Blank der Rute in der Hand spüren. An diesem Tag habe ich mich auf die großen Shads konzentriert, aber als Referenz auch den 10er „Hechtkiller“ in Hechtdesign probiert.

Der Kleine brachte mir an diesem Tag „leider“ nur Barsche. Dafür machten die 17er Gummis an diesem Tag richtig Spaß! Bis auf das Barschdesign gab es auf alle anderen Farben schöne Bisse und Fische. Meiner Meinung nach war das Design der Shads an diesem Tag egal. Wenn Hechte Lust hatten, dann haben sie auf alle Farben gebissen.





Ein weiterer Test folgte auf Zander. An diesem Tag ging leider überhaupt nichts. Nach über 6 Stunden ausgiebigem testen, auch mit andern Ködern, gab es nicht einen einzigen Anfasser. Wahrscheinlich hatte wieder einmal ein Wetterumschwung, mit einhergehenden Luftdruckänderung, den Fischen auf den Magen geschlagen.

Genau das gleiche Spiel folgte auf der Ostsee. Dort habe ich versucht, den 10er Shad in Bachforellen-und Weißfischdesign als Nachläufergrundmontage und auch als Beifänger über dem Pilker einzusetzen. Als Kontrolle hatte ich jeweils eine Rute mit meinen sonstigen Favoriten parallel mitlaufen. Auch dieses Mal hatte ich keinen Erfolg. Außer einigen untermaßigen Dorschen am Beifänger (Twister), gab es nichts für mich zu holen. Nur die Plattfische am Buttvorfach machten mir an diesem Tag Freude. Das ist dann aber eine andere Geschichte.

Jetzt komme ich zum letzten Teil meines Tests. Und zwar der Möglichkeit die Shads nach Hechtattacken wieder zusammen zu flicken.

Wie man hier sieht, haben den kleinen 10er Hecht ein paar Fische ganz gut zugesetzt.



Nach ein paar Tropfen Sekundenkleber war der „Kleine“ fast wieder wie neu:



Den „Großen“ hatte es auch etwas erwischt.





Auch hier halfen ein paar Tropfen Kleber und das Teil war fast wieder wie neu.




An diesen Reparaturen kann man schön sehen, dass das aufgedruckte Design sehr robust ist und auch nach diversen Attacken und Reparaturen immer noch fest am Platz sitzt.

Fazit:
Als Fazit kann ich festhalten, dass alle Ködergrößen eine sehr gute Köderpräsentation liefern. Ob langsam oder schnell geführt, hatte ich fast immer einen guten Kontakt zum Köder und das „Flanken“ und die Schaufelschwanzbewegungen wurden gut auf die Route übertragen.

Einzig der Kleine, 10er Shad, benötigt eine gewisse Grundgeschwindigkeit um sein verlockendes Köderspiel zu entfalten. Das ist aber bei den meisten Ködern dieser Größenkategorie nicht anders und dadurch auch kein Kritikpunkt.

Interessant fand ich, dass fast alle Bisse nicht beim normalen „durchleiern“ des Köders kamen. Fast jeder Fisch nahm den Shad in der Absinkphase. Dazu benutze ich eine schlampige Form des Faulenzens.

Ich lasse den Köder nach dem Auswerfen bis fast auf den Grund sinken, starte den Köder mit 3-4 schnellen Kurbelumdrehungen und lasse ihn dann wieder bis kurz vor den Grund sinken. Und dann wieder von vorn.

Ich für meinen Teil bin sehr zufrieden mit den „Shirasu Photo Print Shads“ und bin mir sicher, dass diese Köder auch in Zukunft ein Bestandteil meiner Gummisammlung bleiben werden.

Vor allem kann ich sie ohne Bedenken als Hecht und Barschköder jedem ans Herz legen. Meine Tests auf Dorsch und Zander waren zwar einen Versuch wert, aber für diese Zwecke gibt es ja genügend andere Köder, die für speziell diese Zwecke entwickelt wurden. Und wenn ich nicht falsch liege, sollen die „Shirasu Print Shads“ ja vor allem den Hechten und Barschen gefallen.

Ich hoffe, Euch einen kleinen Überblick meiner Sicht auf die „Shirasu Print Shads“ vermittelt zu haben und wünsche alles
Gute und Petri von der schönen Insel Hiddensee.

Beste Grüße und bis bald auf dem Wasser
Ralf


Ergänzend zum Testbericht hier dieses Video von der Boddenangelei mit den Balzer Shirasu Photo Print Shads

Video zum Anglerboard-Ködertest: Balzer Shirasu Photo Print Shads

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