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Alt 24.08.2017, 12:05   #34
Franz_16
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Standard AW: Ködertester gesucht: Balzer Shirasu Photo Print Shads

So, der erste Testbericht is da. TrimmiBerlin hat die Balzer SHIRASU Photo Print Shads ausführlich getestet. Viel Spaß beim Lesen und Danke an TrimmiBerlin für den tollen Testbericht

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Testbericht Balzer SHIRASU Photo Print Shads von TrimmiBerlin

Produktdaten:
Balzer SHIRASU PHOTO PRINT SHADS in 10cm, 13cm und 17cm


Zu meiner Person:
Ich bin Robert Baer, bin 33 Jahre alt und lebe in Berlin. Mein Haus- und Testgewässer ist der Neuendorfer See, sowie die Spree zwischen Leibsch und Briescht. Meine bevorzugte Angelmethode ist das Spinnfischen mit Metallködern. Gummifisch- und Wobblerangeln ist nicht unbedingt meins



Erster Eindruck
Für die Augen eine Freude, für die Nase ein Graus

Der Shad
Flossen, Schuppen, Augen, Fischdekor alles vorhanden und sehr realistisch. Das neue Verfahren hält was es verspricht.
Die Gummimischung ist fest, beeiträchtigt aber nicht das Spiel des Shads.

Auf jeden Fall machen die Shads den Eindruck das der Fangerfolg nicht lange auf sich warten lassen wird.
Und so sollte es auch sein...



Der erste Test am Wasser.
Die Bedingungen waren meiner Meinung nach nicht so optimal zum Fische fangen. Der starke Regen der letzten Tage hat den Wasserstand stark ansteigen und das Wasser an sich wenig sichtig werden lassen.

Um mir den Lauf anzuschauen, habe ich einen Shad vor mir durchs Wasser gezogen und war sofort begeistert. Der Shad Flank sehr aufreizend und der Schwanzteller scheint fast zu rotieren, so sehr spielt er unter Zug. Die erste halbe Stunde probierte ich mich durch die verschiedene Köder und stellte fest das alle Größen sehr druckvoll arbeiten.

Als ersten Testköder wählte ich die Regenbogenforelle in 13cm Größe am 10 Gramm Jigkopf. Es passierte zunächst nicht viel, aber ich war mir sicher, das heute noch ein Räuber ans Band geht. Den ersten Drill lieferte mir dann aber kein Hecht, sondern eine Reuse, die wohl jemand vor einiger Zeit im Wasser „verloren“ hatte.



Nachdem die Reuse aus dem Gewässer entfernt war, dauerte es nur wenige Minuten bis der erste Räuber den Shad inhaliert hatte. Ein schöner Hecht, der nach einem Foto, noch im Wasser released wurde. Der nächste Wurf brachte sofort wieder einen Räuber an den Haken. Leider stieg der Fisch nach ein Paar Sekunden im Drill aus. Nach ca. einer Stunde angeln beendete Ich den kurzen Ausflug aufs Wasser.

4 Tage und einige starke Regenfälle später versuchte ich ca. 2 Stunden lang mein Glück in der Spree bei Alt-Schadow. Leider haben auch hier die Regenfälle der letzen Tage das Wasser sehr hoch, trüb und vor allem sehr schnell fließend werden lassen.

Auf den 17 cm Shad im Hechtdekor gab es einen Fehlbiss, ansonsten ging hier nichts. Am Abend ging es mit meinem Schwager und einem Kollegen (Spinnfischverweigerer) noch einmal für zwei Stunden mit dem Boot auf den See hinaus. Wärend meine Mitangler erfolglos Spinner, Wobbler und „normale“ Gummis fischten, konnte ich in gleicher Zeit mit der 13cm Regenbogenforelle einige Bisse verzeichnen und einen 59cm Hecht, für die Küche, zum Landgang verleiten.



Am Freitag dem 28.07.2017 sollte der Tag mit einem Abstecher zu unseren Polnischen Nachbarn beginnen. Da die Forellenanlage in Jamlitz auf dem Weg liegt, wurden kurzerhand ein Paar Ruten eingepackt.

Am Forellenteich angekommen musste ich feststellen das ich die Printshads vergessen habe und mir nur Spinner und die Regenbogenforelle in 13cm (ja ich habe mich verliebt) zur Verfügung standen um mit der Spinnrute zu fischen.

Von den Bissen her, war die Regenbogenforelle allen anderen Ködern (Spinner, Wobbler, Mais, Tauwurm) klar überlegen. Leider war die Größe nicht passend für die Teichforellen, so das am Ende nur einer, der Gefühlten 200 Bisse, verwertet werden konnte.



Interessant war die Tatsache das die Forellen so vernarrt in den Shad waren, das sie sich so im Schwanzteil verbissen haben das man sie komplett aus dem Wasser heben konnte.

Ich denke mit der 10 cm Version hätte man richtig gut Punkten können.
Am Abend ging es dann noch einmal für ca. 2 Stunden auf den Neuendorfer See.

Dieses mal wurden wieder alle Dekore und Größen durchgetestet. Nachdem lange Zeit nichts passierte, montierte ich wieder die Refo in 13 cm. Und schon gab es wieder Bisse. Leider blieb kein Fisch hängen. Und zu allem Übel war nach einem Biss der Shad ohne Schwanzteller. Mein neuer „Lieblingsköder“ war hin. Ich montierte den 13cm Shad im Gründlingsdekor. Auch mit diesem Köder gab es einige Bisse, wovon leider keiner Verwandelt werden konnte.

Plötzlich hatte der Kollege meines Schwagers einen Hecht gehakt. Als ich mir seinen Köder anschaute, stellte ich fest das er sich den Shad mit Hechtdekor in 10cm Größe montiert hatte. Der Shad brachte Ihm noch einen weiteren Hecht ans Band. Und Schon war er vom Spinnfischervirus infiziert. Mein Schwager bliebt mit Spinnern und „normalen“ Gummis, ohne Biss, Schneider.

Viele Bisse und Zwei Hechte von 55 cm und 63 cm standen am Ende für die Printshads auf der Liste. Ich bin bis jetzt Vollkommen von der Fängigkeit der Shads überzeugt und bin mir sicher sie auch nach dem Testzeitraum weiter zu nutzen.



Am 29.07.2017 konnte ich leider nur in brütender Mittagshitze und bei wolkenlosem Himmel Spinnfischen gehen. Nach ca. 1,5 Stunden ohne Fischkontakt auf sämtliche Köder, brach ich das Angeln ab.

Der 05.08. sollte mich an ein neues Gewässer führen. Der Dahme-Umflut-Kanal zwischen Leibsch und dem Köthener See war das Ziel. Leider war der Ausflug nicht von Erfolg gekrönt und bis auf einen Barsch, der wieder abdrehte, Interessierte sich kein Räuber für den Köder.

Am 06.08. ging es dann in der Frühe aufs Wasser. Zur Verstärkung habe ich mir einen Angelkollegen aus Berlin mit ins Boot geholt.

Wir waren erst wenige Minuten unterwegs, da hing der erste Hecht. Mit einer Größe von 46 cm kein Riese aber immerhin entschneidert und der Printshad hat wieder gezeigt das er fängig ist. Und dann passierte es, mein Kollege bekam einen Biss. Nach kurzem Drill konnte ein 63 cm lange Hecht sicher gelandet werden.

Das war der erste Fisch in meinem Boot, seit Erhalt der Printshads, der auf einen anderen Köder gefangen wurde.

Gegen 11 Uhr habe ich mit dem 17 cm Shad im Hechtdekor, einen Knüppel gehakt. Beim ranpumpen, durchbrach plötzlich ein Hechtmaul die Oberfläche. Also doch kein Knüppel sondern ein Hecht, der die Schwanzflosse quer gestellt hat und sich einfach ohne Gegenwehr, ranziehen ließ. Dann schraubte sich der Fisch komplett aus dem Wasser und zeigte seine Größe von geschätzten 80 cm.

Nach dem Sprung erschlaffte die Schnur und das war´s. Der Fisch war weg. Bis auf ein paar weitere Bisse auf die Shads in 10 cm und 13 cm, passierte an diesem Tag nichts mehr.

Am 12.08. ging es am Vormittag mit dem Boot in Richtung Leibsch. Hechte und Barsche ließen sich leider keine blicken, aber dafür konnte die Bachforelle in 10 cm einen 59cm Rapfen ans Band locken.





Nachdem ich jetzt mit den 10 cm und 13cm Versionen gut gefangen habe, blieb nurnoch der 17 cm Shad. Also habe ich mir Mittagszeit meine Spinnrute genommen, den 17 cm Hecht montiert und habe ich auf den Weg zum Wasser gemacht. Mit dem Boot ging es in eine ruhige Bucht, in der es schon seit ich denken kann, immer Hechte gab. Und so sollte es auch sein. Ein schöner Hecht von gut 70 cm Biss direkt vor dem Boot. Trotz Stinger konnte ich den Fisch nicht haken. Das einzige was blieb war ein bis zur Mitte aufgeschlitzer Shad, der dennoch genauso lief, wie am ersten Tag. Also blieb ich bei dem Shad und sollte nach einer Stunde belohnt werden. Ein 62 cm Hecht packte sich den Köder und blieb um Haaresbreite am Stinger hängen.

Ab jetzt war für mich klar, das alle Printshads einen festen Platz in meinen Köderboxen bekommen. Fangen tun sie alle. Und ich Freue mich jetzt schon darauf mit den 17cm Shads die dicken Herbstmuttis zu verführen.

Heute, am 20.08. sollte für mich der letzte Tag zum testen sein. Starker Wind und kaum Zeit, machten das angeln sehr unangenehm. Leider gab es bei mir nur zwei Fehlbisse aber ein Freund fing auf einen 17cm Printshad einen ca. 40 cm Hecht.



Mein Fazit:
Gefühlt, nicht gezählt, habe ich mit den Printshad viel mehr Fischkontakte gehabt wie mit meinen Metallködern. Auch wenn die Fehlbissquote höher war als mit Spinner, Blinker und Co, hatte ich mit den Shads viel mehr Spaß am Wasser. Allein die Bissspuren in den Shads sorgten jedes mal wieder für Adrenalin.
Ich als Gummifischmuffel bin restlos von den Shads überzeugt und werde meine seit Jahren so geliebten Metallköder ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, öfter mal zu Hause lassen.




Jeder Gummimuffel sollte es wie ich machen und einfach mal NUR die Shads einpacken und los ziehen. Ich bin mir sicher das sich so noch der ein oder andere Gummifreund finden lässt.

Zu den Shads gab es auch ein paar Jigköpfe. Auch diese konnten mich überzeugen. Die Haken sind scharf und biegen auch nicht so leicht auf. Bevor der Haken komplett aufbog, riss meine WFT Plasma mit 22KG Tragkraft. (siehe Bild mit Gründlingdekor)

Das ganze war für mich nicht nur ein Test, sondern viel mehr das Endecken neuer „Angel“Horizonte. Vielen Dank dafür!

Petri Heil
Robert alias TrimmiBerlin
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