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Toni_1962 07.03.2018 21:06

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
5000 5,7:1 120cm

und da wird es zum Pilken interessant

SigmundFreud 08.03.2018 10:16

Zitat:

Zitat von Christian.Siegler (Beitrag 4803525)
[...]
Beispiele für unterschiedliche Übersetzungen [...]
2500 5.0:1 72 cm
[...]
4000 4.6:1 72 cm

Genau das meine ich. Beide haben den gleichen Schnureinzug (72cm), sind aber aufgrund ihrer Übersetzung bei dir in unterschiedlichen Kategorien (geringer Schnureinzug/durchschnittlicher Schnureinzug) gelistet. Das verwirrt halt n bisschen. Wie hast du den geringen, mittleren und großen Schnureinzug im Eingangspost denn für dich definiert, Christian?

Mir ist natürlich klar, dass man schwere Köder eher mit der soliden 4000er Rolle fischt, weil das Gehäuse usw. eher auf höhere Belastungen ausgelegt ist und es damit zu weniger Defekten abseits der Antriebsmechanik wie verbogener Hubstange oder Zahnradschäden kommt. Das geht aber aus dem Eingangspost nicht hervor.

Sorry für den Klug*******rmodus |kopfkrat

hecht99 09.03.2018 08:47

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Wie schon beschrieben finde ich gerade zum Faulenzen und Jiggen eine Rolle mit hohen Schnureinzug wichtig! Gerade beim zackigen Anstarten spielen sie ihre ganze Stärke aus.

Lieber fische ich eine hoch übersetzte Rolle bei der ich (z. B. im Winter) auch mal bei äußerster Konzentration langsamer drehen kann als mir bei einer niedrigeren Übersetzung nen Wolf zu kurbeln...
Die Übersetzung bzw. der Schnureinzug wird auch oft beim Friedfischangeln unterschätzt. Gerade an Schwinge, Match und Picker finden sich 1000er oder 2000er Röllchen wieder, bei denen nicht auf Übersetzung geachtet wird. Bereits bei weiten ab 15 Metern weiß ich eine 3000er mit hoher Übersetzung zu schätzen. Es spart einfach enorm Zeit bei Köderkontrollen und Minifischen...

Christian.Siegler 09.03.2018 09:44

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Zitat:

Zitat von SigmundFreud (Beitrag 4803682)
Genau das meine ich. Beide haben den gleichen Schnureinzug (72cm), sind aber aufgrund ihrer Übersetzung bei dir in unterschiedlichen Kategorien (geringer Schnureinzug/durchschnittlicher Schnureinzug) gelistet. Das verwirrt halt n bisschen. Wie hast du den geringen, mittleren und großen Schnureinzug im Eingangspost denn für dich definiert, Christian?

Mir ist natürlich klar, dass man schwere Köder eher mit der soliden 4000er Rolle fischt, weil das Gehäuse usw. eher auf höhere Belastungen ausgelegt ist und es damit zu weniger Defekten abseits der Antriebsmechanik wie verbogener Hubstange oder Zahnradschäden kommt. Das geht aber aus dem Eingangspost nicht hervor.

Sorry für den Klug*******rmodus |kopfkrat

Hey SigmundFreud,
kein Problem!

Ich habe die Übersetzung als Kenngröße herangezogen, weil diese das Verhältnis der Spulenumdrehung zur Kurbelumdrehung angibt und die übliche Kenngröße für Rollen ist. Anschließend habe ich dass mit dem eigentlichen Schnureinzug verglichen und im Text sehr deutlich erwähnt, dass eine hohe Übersetzung kein Garant für einen großen Schnureinzug ist. Es kommt eben darauf an!
In der Tabelle habe ich dann Beispiele für Übersetzungen und Schnureinzüge gegeben!
Eigentlich recht verständlich - wenn auch komplex!

Außerdem habe ich mit "soliden Rollen" eher weniger auf die Größe abgezielt, sondern eher auf das Getriebe! Die niedrig übersetzten Rollen sind die robusteren - egal ob 5000er oder 2500er Modelle.
Sicher fischt man große Köder nicht mit ner 1000er.
Aber wenn man die Wahl hat, sollte man lieber zu einer niedrig übersetzten 4000er greifen, als zu einer hochübersetzten 4000er - wenn es um Robustheit geht.

Tillamook 12.03.2018 11:25

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Sehr schöne Übersicht Christian. Natürlich wählt man sich wohl zuerst eine angemessene Rollengröße aus und befast sich dann mit der Übersetzung. Mit irgendeinem Kennwert muss man ja rangehen, damit es vergleichbar wird.

Niedriger übersetzte Rollen, auch Baitcaster, sind grundsätzlich stabiler und geben mehr Kurbelkraft. Weniger Zähne auf Maingear und Pinion = mehr Fläche und mehr Power. Bei den Amis sagt man "Cranking Power".

Wollebre 12.03.2018 12:37

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Zitat:

Zitat von Tillamook (Beitrag 4805280)
Sehr schöne Übersicht Christian. Natürlich wählt man sich wohl zuerst eine angemessene Rollengröße aus und befast sich dann mit der Übersetzung. Mit irgendeinem Kennwert muss man ja rangehen, damit es vergleichbar wird.

Niedriger übersetzte Rollen, auch Baitcaster, sind grundsätzlich stabiler und geben mehr Kurbelkraft. Weniger Zähne auf Maingear und Pinion = mehr Fläche und mehr Power. Bei den Amis sagt man "Cranking Power".

so ist es. Rein physikalisches Gesetz.
Nur dann gibt es Spezialisten die eine verlängerte Kurbel anschrauben. Hilft auch bis zu einem gewissen Grad, nur dann wird so viel Kraft vom Maingear auf das Piniongear ausgeübt und das Getriebe wie auch Kugellager nehmen Schaden.
Schon ausreichend solcher Rollen zur Wartung gehabt wo schon nach zwei Wochen Norwegen ein neues Getriebe eingebaut werden mußte.... Das waren alles Rollen im mittleren bis hohen Preissegment.

Getriebeschäden kann man aber entgehen wenn mit der Rute gefischt wird. Das Zauberwort heißt PUMPEN und beim Absenken der Rute wird die gewonnene Schnur aufgespult. Nur viele vergewaltigen ihre Rollen auf Teufel komm raus als Winsch. Dem Händler freut es. Wie sagte mir mal einer " das sind händlerfreundliche Kunden... ". Der Hersteller wird darüber auch nicht böse sein....
Haltet euch an dem auch aus Amiland kommenden Spruch:
" Fight the rod and not the reel "

Frei übersetzt " kämpfe (drill) mit der Angelrute und nicht mit der Rolle "

Ein langes Rollenleben wird es danken.

WalKo 17.03.2018 23:04

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Wenn ich das Bild am Anfang des Threads anschaue.
Da hat man durch die wenige Schnur auf der Spule den Schnureinzug etwa halbiert.
War wohl eine zu hoch übersetzte Rolle?

Gruß
Wademar

Nordlichtangler 18.03.2018 18:30

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Zitat:

Zitat von Wollebre (Beitrag 4805322)
Nur viele vergewaltigen ihre Rollen auf Teufel komm raus als Winsch.

Frei übersetzt " kämpfe (drill) mit der Angelrute und nicht mit der Rolle "

Grundsätzlich ist das richtig, muss ich mal ein bischen relativieren und einschränken - es kommt halt drauf an.
Nämlich in welcher Liga und Combo-Zusammenstellung man fischt.
Ich rede hierbei primär über konventionelle Stationärrollen.

Für Shimano stimmt das gesagte schon auffallend genau, die bauen die Rollen vornehmlich so und wollen wohl auch nicht anders. ;)

Daiwa macht diesbezüglich schon gerne mehr, Ryobi noch mehr, Penn noch mehr, die alte Shakespeare noch mehr, und dann gibt es noch weitere Rollenspezialisten ...

Wenn ich eine sehr leichte und im Handteil nur begrenzt starke (also schwache) Rute habe, z.B. in der Modewelle UL-Fischen, ist das mit dem Pumpen eine schöne Idee, aber bei größeren Fischen geht recht schnell gar nichts mehr, man kann die Rute höchstens zerbrechen.
Bei leichten Fliegenruten-Combos hat man übrigens auch eine sehr starke Rolle, ohne Übersetzungsgetriebe und mit immenser "Winch-Power".

Gepaart mit einer starken kleine (Stationär-)Rolle, die ein "winchen" prinzipiell verträgt und natürlich excellent geschmiert ist und die Schmierung unter dem anliegenden hohen Druck auch nicht verliert, kann man einen Fisch sehr gut ausdrillen, der die Rute voll überfordert, die Rolle aber noch lange nicht.
Oder die Rolle erfüllt die Bedingungen nicht und geht quasi sofort kaputt - wie schon gesagt.

Man kann aber oder sollte die Paarung anders herum wählen, also Rute mit mörderischer Progression und wirklich exponentiellen Kraft-Biegeverlauf und Rolle ohne Winch-Eigenschaften. Damit kann ich immer noch pumpen, auch wenn sich der Zug verdoppelt und wieder verdoppelt.
Ich schätze das sehr an meinen Lesath Powergame, die können das extrem gut und haben mir dann doch erwiesen, dass Shimano nicht nur schwächliches Gerät produziert! :q

Sowas muss man sich vorher gut überlegen, geht nicht einfach alles mit allem, muss man aber unterscheiden können und wissen, und richtig zusammenstellen.


Dann gibt es auch noch die Fische, die ein Pumpen gar nicht mögen, ich zähle die Süßwasserfische (ausgewilderte) Regenbogenforelle und Hechte dazu, jedenfalls die von mir sehr geschätzten in befischten Vereinsgewässern.

thanatos 01.04.2018 01:53

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
In wenigen Jahren interessiert das kein Schwein mehr ,auf der nächsten
EFTEX stellt eine bekannte Firma aus Taiwan etwas ganz neues vor ,
eine Rolle mit stufenlosem Getriebe ,mit einem Verhältnis von 1:1 bis
1:12 . Das einfachste Modell rein mechanisch betrieben soll ca. 500,-€
kosten ( weis jetzt aber nicht ob das der Endverbraucherpreis ist)
das voll elektronische etwa das zehnfache , aber wenn die "roten "Nachbarn es erst mal abgekupfert haben werden die Preise schon purzeln .
Lassen wir uns überraschen .
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest und Petri Heil .

Thomas. 01.04.2018 03:58

AW: Übersetzung von Angelrollen
 
Zitat:

Zitat von thanatos (Beitrag 4812762)
In wenigen Jahren interessiert das kein Schwein mehr ,auf der nächsten
EFTEX stellt eine bekannte Firma aus Taiwan etwas ganz neues vor ,
eine Rolle mit stufenlosem Getriebe ,mit einem Verhältnis von 1:1 bis
1:12 . Das einfachste Modell rein mechanisch betrieben soll ca. 500,-€
kosten ( weis jetzt aber nicht ob das der Endverbraucherpreis ist)
das voll elektronische etwa das zehnfache , aber wenn die "roten "Nachbarn es erst mal abgekupfert haben werden die Preise schon purzeln .
Lassen wir uns überraschen .
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest und Petri Heil .

und einen schönen 1 April:)


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