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Thomas9904 27.01.2018 10:13

Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
Redaktionell

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...ielfalt_AB.jpg

Die Vielfalt der Angler und des Angelns
----------------------------
miteinander statt gegeneinander


Die Bandbreite dessen, was man unter Angeln versteht, die verschiedenen Angelarten und Methoden, angepasst auf Fischarten und Gewässer, sind fast so mannigfaltig, unterschiedlich und bunt wie die Zahl der Angler selber. Diese Vielfalt macht Angeln und Angler spannend, es macht es aber auch schwer, von "dem Angler" oder "dem Angeln" zu reden.

Kommentar

Der eine möchte in Ruhe alleine weit weg von allen angeln - der andere freut sich auf Gemeinschaftsangeln mit vielen Gleichgesinnten.

Der eine geht Angeln um sich zu entspannen, und runter zu kommen - der andere schätzt gerade die Spannung und den Jagdtrieb.

Der eine freut sich am hochwertigen Angelgerät - dem anderen würde auch der Haselnussstecken reichen..

Der eine will Fische fangen, um sie zu verwerten - dem anderen ist das Erlebnis Angeln wichtig und nicht der Fisch auf dem Teller
.
.
.
.
.
.
etc...

Das lässt sich sicher endlos so fortsetzen und zeigt die Vielfalt der Angler und des Angelns. Problematisch wird es immer dann, wenn einzelne Gruppen unter den Anglern den jeweils anderen ihre persönliche Sichtweise als allgemeingültig aufdrücken, fast schon aufzwingen wollen.

Wie wenn es nicht ausserhalb der Reihen der Angler (in ihrer ganzen Vielfalt) genügend Anglerfeinde gäbe, gegen die man vorgehen könnte.

Das beste Beispiel dazu ist für mich immer wieder das Thema ums mitnehmen und zurücksetzen von Fischen - oft mehr (von ALLEN Seiten, LEIDER) als emotional geführt (siehe u.a.: catch & release)

Dazu ein paar Gedanken
Durch die ungeheure Breite und Vielfalt des Angelns und der Angler können Angelfeinde immer wieder etwas finden, was in ihren Augen schlecht ist und verboten gehört (abgesehen davon, dass die meist das Angeln insgesamt eh verbieten wollen und jedes Einzelverbote nur eine Salamischeibe ist, die sie Stück für Stück runterschneiden).

Umgekehrt könnten Anglerfreunde hunderte und tausende Aspekte finden, warum Angeln und Angler positiv zu sehen sind.

Man kann sich nun entweder mit Angelfeinden auseinandersetzen wollen und denen teilweise noch recht geben und z. B. "Trophäenangeln" und "catch and release" selber als Organisation von Sport- und Angelfischern oder als Anglermedium selber mit kritisieren.

Oder man lässt sich gar nicht erst auf diese vom Schützern aufgezogene Diskussion ein und betont die positiven Möglichkeiten:
Zurücksetzen auch entnahmefähiger Fische als Bestandsmanagementmaßnahme, Fotografie nicht nur zur Erinnerung, auch zur Dokumentation.

Zusammen statt gegeneinander
Dazu gehört dann aber auch, dass man der anderen Seite genauso bespringt. Immer wieder werden Angler angegangen, wenn sie Fische mitnehmen und essen, insbesondere bei Karpfen und Wallern, aber auch bei den allgemein beliebten Fischen wie Hecht, Zander und Barsch.

Wer auf der einen Seite Vielfalt fordert für die, welche zurücksetzen wollen, muss auch für die kämpfen, welche Fisch mitnehmen wollen. Denn auch das gehört schon immer zur Vielfalt des Angelns und de Angler.

Die Frage ist dabei ja dann, in welchen Gewässern wie viel mitgenommen werden darf - das wiederum haben die Bewirtschafter zu regeln, mit Fangmengenbegrenzungen, Mindestmaßen und Schonzeiten.

Eine Förderung von Angelanlagen, um sich besonder beliebte Arten selber fangen zu können und somit Entnahmedruck auf andere Gewässer mindern zu können, gehört daher auch zur Akzeptanz der Vielfalt der Angler.

Ist auch mancher Angler äußerst von seinen eigenen Fähigkeiten überzeugt und spricht abfällig von "Puffanglern", wird auch hier bei Wettbewerben (Ausland) deutlich, wie weit da das Könen am gleichen Gewässer auseinander klafft - nicht anders als am Vereinsteich, an See oder Fluss.

Und man muss solche Anlagen ja nicht alleine gewerblichen Betrieben überlassen - viele Vereine bewirtschaften ihre Teiche heute ja schon quasi als Forellen- und Satzerpuffs..


Mein Fazit:
Man muss mit ALLEN Anglerfreunden aus ALLEN Bereichen (Politik, Gesellschaft, Medien, Verbände) zusammen arbeiten, die Angeln in der ganzen Vielfalt wollen.

Man muss mit denen gemeinsam gegen ALLE Anglerfeinde (Politik, Gesellschaft, Medien, Verbände) kämpfen, die Angler und Angeln immer weiter in der Vielfalt - teilweise bis zur kompletten Abschaffung - immer weiter einschränken wollen.

Hier aus unseren Umfragen und Abstimmungen noch ein paar Ergebnisse, die zeigen wie unterschiedlich, vielfältig und bunt die Anglerwelt ist:
Quelle:
Abstimmungen

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...chentnahme.jpg

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...h_Mitnahme.jpg

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...motivation.jpg

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...ereinwarum.jpg

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...gelmethode.jpg

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...wettangeln.jpg

https://www.Anglerboard.de/images/Bi...ngelverein.jpg


Thomas Finkbeiner

gründler 27.01.2018 10:26

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
Ein Wünschen wertes.....

Nur wir entfernen uns seit ca.40 J. mehr und mehr vom Zusammen halten und zerhacken uns lieber selbst untereinander.

Daher sehe ich da keine Besserung sondern in Zukunft noch mehr Aufeinandergehacke.......Neid und co. sind halt des Deutschen freund und das wird sich wohl auch leider nicht ändern.

#h

Thomas9904 27.01.2018 10:33

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
ist was dran - leider..

Man muss aber einfach anfangen, Anglerfreunde einzuladen zum Zusammenhalt gegen Anglerfeinde (Politik, Gesellschaft, Medien, Verbände).

Denn es fängt schon an, sich doch immer mehr die Spreu vom Weizen zu trennen.

schomi 27.01.2018 10:47

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
siehe Signatur.

Kochtopf 27.01.2018 11:32

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
|rolleyes Es wäre schon viel erreicht, wenn man Angler mit einer anderen Meinung nicht als "Anglerfeind" titulieren würde. *hust*

Thomas9904 27.01.2018 11:35

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
Angler mit anderen Meinungen sind keine Feinde - nur Leute und Organisationen, die Angler und Angeln immer mehr einschränken und regulieren und verbieten wollen.

gründler 27.01.2018 11:44

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
.......

Der_Barschangler 27.01.2018 11:45

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
In Deutschland gibt es kein Miteinander, ich habe es noch nicht erlebt.
Da werden Spots geheim geghalten und einer gönnt dem anderen nichts.
Im Forellenpuff werden Schnüre extra überworfen wenn jemand eine große Forelle drillt.
Oder man betritt einfach eine Buhne wo schon ein anderer steht und fängt das angeln an ohne mal "Hallo" zu sagen.
Wenn man in NL vom Boot aus angelt und jemand bekommt mit das man fängt stehen gleich 2 weitere Boote neben einem, allerdings deutsche Boote.
Niederländer machen so etwas nicht, die fragen ob es ok ist ob sie hier auch angeln dürfen
.
Als ich vor vielen Jahren hier in NL meinem jetzigen Verein begetreten bin kamen Niederländische Angler auf mich zu und zeigten mir wie man im Vereinstümpel auch an die großen Schleien und Karfen kommt.
In Deutschland unvorstellbar.
Da würde man einem Holländer niemals zeigen wollen wie er größere Fische fängt.
Aber hier in NL sind die Angler eben eine große Gemeinschaft und das vermisst man in Deutschland, leider.
Einfach ein wenig freundlicheren Umgang miteinander und deutlich weniger Neid, dann klappt das auch mit dem Miteinander.

funkbolek 27.01.2018 12:29

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
Schöner Thread! Wie jemand hier im Board an anderer Stelle schrieb, ist es beim Hobby Angeln ähnlich wie bei anderen Hobbies. Es gibt leider immer mehr den Trend zu einer eine selbsternanmte Elite, die auf andere herabschaut, sei es wegen der günstigen Gerätschaften die andere Angler verwenden, sei es wegen der Einstellung zum Hobby. Dabei wird die eigene Auffassung zum Dogma erhoben, das eigene Gerät als ultimativ dargestellt usw. Das ist schade, denn gerade von erfahrenen Anglern ließe sich sehr viel Lernen! Gemeinsam könnte man auch viel mehr bewegen. In der Anglerszene scheint es aber eine große Fragmentierunf zu geben und jeder noch so kleine Verein kocht lieber sein eigenes Süppchen und beschielt „Neulinge“ erstmal argwöhnisch.
Deswegen ein großes Lob an all diejenigen hier im Board, die Neulingen freundlich und nicht herablassend begegnen- davon gibts hier nämlich einige! Und auch ein großes Lob an Thomas, der trotz der eigenen Meinung mEn immer sehr bedacht mit kontroversen Themen umgeht. Petri an alle Angler!

jochen68 27.01.2018 21:26

AW: Die Vielfalt der Angler und des Angelns - miteinander statt gegeneinander
 
Zitat:

Zitat von Der_Barschangler (Beitrag 4785002)
In Deutschland gibt es kein Miteinander, ich habe es noch nicht erlebt.
Da werden Spots geheim geghalten und einer gönnt dem anderen nichts.
...
Als ich vor vielen Jahren hier in NL meinem jetzigen Verein begetreten bin kamen Niederländische Angler auf mich zu und zeigten mir wie man im Vereinstümpel auch an die großen Schleien und Karfen kommt.
In Deutschland unvorstellbar.
...

Tut mir leid, aber solche Pauschalierungen halte ich für absolut unzutreffend. Ich habe in Deutschland sehr gute Erfahrungen gemacht. Erst kürzlich sogar hier im AB über PN sogar Spots genannt bekommen. Und in Bezug auf die Vereinskritik zeigt die Umfrage hier im AB, dass die Mehrheit sehr zufrieden mit ihrem Verein ist.

Aber wichtig ist bekanntlich auch immer, wie man in den Wald hineinruft. Insofern sollte man sich auch immer an die eigene Nase fassen. Bereit sein zu geben und fair zu sein, dann finden sich immer einige, die es auch so tun.

Und noch mal: Egoisten und Idioten gibt es überall in jedem Land und jeder Bevölkerungsgruppe. Insbesondere in den "Neuen Medien" treten natürlich spezielle Typen besonders in Erscheinung und man gewinnt schnell den plakativen Eindruck, "alle arbeiten nun gegeneinander". Ich denke schon, da wird zuweilen ein schiefes Bild von der Realität gezeichnet.


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