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Deep Down 06.10.2017 22:01

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Thomas9904 (Beitrag 4725516)
Was ist nun besser?

Kernkraft mit extremen "Vielleicht"-Risiken??

Oder "Grüne Energie" mit realer Verwüstung und Umverteilung?

Wer wills beurteilen?

Mal davon ausgehend, dass es immer zum Störfall kommt,
Siehe Tschernobyl; Fukushima und Sellafield als wohl unbestritten und andererseits diverse Havarien der Biogasanlagen, wird die Antwort bestimmt von den Folgen!
Du kannst selbst beantworten, ob Dir flächendeckende Kontaminierung in kontinentale Größe und Jahrtausende anhaltend zu lokaler Begrenzung und Möglichkeit der (natürlichen) Rekultivierung "lieber" ist!

Ehrlich? Da beziehe ich weiterhin Naturstrom! Warum? Weil die Nachteile zu beseitigen sind, die atomaren Altlasten, Folgen und Risiken aber nicht!

Naturliebhaber 06.10.2017 22:02

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Fruehling (Beitrag 4725518)
Ich mags beurteilen!

Durch den "Normalbetrieb" ausgelöster Kinderkrebs steht für mich nämlich auf einer anderen Stufe als ein gestorbenes Biotop - was für sich genommen selbstverständlich auch eine Katastrophe ist! Nicht, daß wir uns da falsch verstehen.

Welcher Normalbetrieb löst Kinderkrebs aus? |kopfkrat

Naturliebhaber 06.10.2017 22:19

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Deep Down (Beitrag 4725640)
Ehrlich? Da beziehe ich weiterhin Naturstrom! Warum? Weil die Nachteile zu beseitigen sind, die atomaren Altlasten, Folgen und Risiken aber nicht!

Völlig egal, welchen grünen Stromtarif du zahlst, was um diese Tageszeit bei dir ankommt ist mit großer Wahrscheinlichkeit hauptsächlich ganz konservativ in Kohlekraftwerken oder AKWs erzeugter Strom. Weil nur diese Quellen nachts die Grundlast abdecken.

Physik ist knallhart, egal was irgendwelche Romantiker gern hätten. Was nicht heißt, dass eine Grundlastdeckung mit regenerativen Quellen plus Speicherkonzepten (googel mal Windgas) nicht möglich ist. Das bedeutet aber ca. 50 Cent pro kWh statt heute 25. Wird dann eng für den Industriestandort Deutschland. #h

BERND2000 06.10.2017 22:23

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von geomas (Beitrag 4725319)
Technische Defekte sind niemals „grün”.

Von Defekten, Schlamperei, Planungs- oder Wartungsmängeln (jetzt ganz generell, komplett unabhängig von der oben geschilderten Havarie, da will ich absolut nichts unterstellen) betroffen sind und waren Anlagen, Fabriken, Kraftwerke jeder Art.

Mit Sicherheit hat die Ökostrom-Politik, wie sie hier praktiziert wird, auch erhebliche Nachteile, aber als „Tiervernichtende Anlagen” konzipiert wurden mit Sicherheit weder Biogasanlagen noch Solarkomplexe oder Windräder.
Die Nutzung von Wasserkraft ist ein anderes Thema, aber Turbinen in Talsperren sind erheblich älter als die „Grünen” als Partei.

Doch sind sie.
Das entwickelte sich vermehrt zum Normalfall.
Es trifft halt alle mal, wenigstens in meiner Ecke hat es seit der Energiewende fast alle größeren Bäche getroffen.

Es ist einfach immer nur ein Unglück, ein Versehen oder eben unbeabsichtigte Nebenwirkung.
Fakt ist, wenn man nur genug Gefahren riskiert, reicht es in der Summe dann doch.
Wenn dann der "Unschuldige" Verursacher nicht einmal wirklich bestraft wird, werden Betreiber von sich aus auch nicht zusätzliche Sicherheit einplanen.
(Das was der Staat einfordert scheint ja für den Naturerhalt nicht zu reichen)
Entschädigt wird in der Regel auch keiner, weil der Eigentümer der Fische.....der Staat da nachsichtig handelt.
Der Eigentümer oder der Pächter kann dann hoffen eine Entschädigung zu erhalten, welche er meist als Vergleich bekommt.
Nur wird so weder der Natur noch den Fischen geholfen.

Sorry, ich habe genug.
Ich glaube nicht mehr das man in Deutschland wirklich bereit ist den Naturschutz sicher zustellen.
Sollen andere Ihre Freizeit hoffnungsfroh opfern, oder das die dafür bezahlten Beamten tun.

Thomas9904 06.10.2017 22:26

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Die Bitternis eines (der wenigen) ehrlichen Schützers - kann ich nachvollziehen, die Enttäuschung.

Fruehling 06.10.2017 22:27

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Naturliebhaber (Beitrag 4725644)
Welcher Normalbetrieb löst Kinderkrebs aus? |kopfkrat

http://www.umweltinstitut.org/themen...raftwerke.html

http://www.bund-rvso.de/krebs-kinderkrebs-akw-kkw.html

http://www.faz.net/aktuell/politik/i...ue#pageIndex_0

Für eine derartig deutliche Indizienlage wirste vor Gericht schon verknackt!

Und ich mache mir gerade Gedanken über deinen Nick, Herr Naturliebhaber - was für eine Heuchelei!

Fruehling 06.10.2017 22:32

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Naturliebhaber (Beitrag 4725656)
...Physik ist knallhart, egal was irgendwelche Romantiker gern hätten. Was nicht heißt, dass eine Grundlastdeckung mit regenerativen Quellen plus Speicherkonzepten (googel mal Windgas) nicht möglich ist. Das bedeutet aber ca. 50 Cent pro kWh statt heute 25. Wird dann eng für den Industriestandort Deutschland. #h

Milchmädchen, ich hör' dich schreien!

Mal die Realkosten für die Atomkraft inkl. Jahrhunderttausende der Entsorgung auf die Strompreise umgelegt, nur so zum Spaß?

Hanjupp-0815 07.10.2017 01:25

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Franz_16 (Beitrag 4725572)



Bezüglich des Maisanbaus speziell für Biogasanlagen gibt es übrigens Zahlen. In Bayern sind es ca. 25% (130.000ha) der Maisanbaufläche die für Biogas verwendet werden (Quelle: Lfl Bayern). Bundesweit spricht man von bis zu 37%. (Quelle: Deutsches Maiskommitee)

Und ja, auch Getrede wurzelt flach ebenso wie Mais. Der kleine Vorteil den Getreide bietet ist die engere Bepflanzung. Insgesamt wird also mehr Boden von Wurzeln gehalten als beim Mais. Zu Ausschwemmungen kann es aber natürlich auch bei Getreidefeldern kommen, keine Frage.

Ein weiteres Problem in diesem Zusammenhang ist die zunehmende Verdichtung der Böden. Dadurch dass immer größere Flächen bewirtschaftet werden müssen, kommen stetig schwerere Maschinen zum Einsatz welche die Böden nicht unerheblich verdichten. Das widerum führt dazu dass die Böden nicht mehr soviel Wasser aufnehmen und es schneller zu Ausschwemmungen kommt.

Was bleibt also?
Ackerflächen ausbaggern, fluten und sibirische Störe besetzen #6 ;)

Nu wirds speziell Franz, genau mein Ding ;).
Ich musste mich als Jäger schon früher, vor der Biogasanlagenzeit, mit dem Maisanbau beschäftigen.
Damals hat bei uns noch jeder Bauer gesagt: keine Panik, wir können gar nicht 2 oder 3 Jahre hintereinander Mais auf demselben Feld pflanzen, der laugt den Boden zu sehr aus... (es ging damals um die Wildschadensproblematik).

Heute ist das kein Thema mehr, wird eben mehr gedüngt und bewässert, die Subventionen regeln das schon...Das noch mehr Grundwasser mit den Phosphaten versifft wird ist da scheixxegal. Wird der nächste Brunnen eben noch tiefer gebohrt, natürlich auch wieder mit Staatsgeldern :(.
Das sind so die Sachen, die das Maiskommitee eher nicht erwähnen wird...

Schon die Verwendung als Viehfutter finde ich in einer Welt, in der es immer noch hungernde Menschen gibt, grenzwertig; aber Strom aus nem hochwertigen Getreide machen ist eigentlich obszön #q.

Thomas9904 07.10.2017 07:25

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Hanjupp-0815 (Beitrag 4725736)

Schon die Verwendung als Viehfutter finde ich in einer Welt, in der es immer noch hungernde Menschen gibt, grenzwertig; aber Strom aus nem hochwertigen Getreide machen ist eigentlich obszön #q.

Das siehst Du doch falsch, das ist Dir klar?

Da kriegen reiche grüne oder grün angehauchte Menschen, die sich auch Öko leisten können, und Verbände und Firmen viel Subventionskohle aus der EEG-Umlage (der Rest vom Mais wird dann wahrscheinlich "Bio"-Diesel), der Umverteilung der Kohle von hartleibigen nicht-GRÜNEN hin zu den "richtigen, guten" Menschen, mit der "richtigen" Einstellung die sich die "richtigen" Investitionen leisten können (die konnten sich auch meist die Photovoltaik aufm Dach noch zusätzlich subventionieren lassen).

Dass damit Strom auch gerade für die teurer wird, die so schon kaum Kohle haben:
Kollaterlaschaden, da muss man durch!
Der Umwelt (nicht den Menschen) zu liebe.

Das ist daher hochwertige, grüne, ökologisch sinnvolle Energie!





wer einen gewissen Sarkasmus findet, hat gut gesucht...

gründler 07.10.2017 08:28

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Wir könnten hier noch viel tiefer blicken...aber lassen wa das mal lieber.

Bevor man sich aber über De.Landwirte/Politik etc. Aufregt und sich die Nerven zerreibt,sollte man auch die ganzen zusammenhänge tiefer beleuchten.

Zb. mit unseren Grenznachbarn wie DK NL und co.

http://www.handelsblatt.com/unterneh...0353500-3.html

Um alles zu beleuchten und zu verstehen brauch man so nen paar Std oder tage...nicht umsonst haben wir das größte Höfe sterben seit Aufzeichnung.

In ein paar Jahren wird die Milch nur noch aus Übersee kommen,in De.wird es aus Naturschutzgründen keine Kühe und Sauen und co. mehr geben und die ach so tolle Bio Möhre kommt aus Glashäusern gezüchtet auf Steinwolle und Wassermixgetränken.

Auch kleine Bäcker und Metzgereien usw usw.werden komplett verschwinden unser fressen wird dann aus xxx Importiert....Globalisierung und so.......

Bezahlt wird das natüüüürlisch alles mit eurem/unseren Geld......

Schließlich sollt ihr doch alle an die Nachhaltigkeit denken...... ^^

#h


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