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-   -   500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbestände (https://www.anglerboard.de/board/showthread.php?t=331959)

TooShort 06.10.2017 14:03

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Naturliebhaber (Beitrag 4725325)
Die umweltfreundlichste Art der Stromerzeugung ist Kernkraft. Alles andere sind, von PV-Anlagen mal abgesehen, von Natur aus Umweltkiller. Das sag ich dir als Dipl.-Ing. für Kraftwerks- und Energietechnik.

Und was meinst du, wo das Lithium für die tolle Elektromobilität herkommt? Der prognostizierte Mehrbedarf für die kommenden 10 Jahre ist der fünffache der heute verfügbarne Menge. Das wird für die Natur in den betroffenen Fördergebieten nicht lustig. #h

Kernkraft und umweltfreundlich? Naja. Wenn die Entsorgung nicht wäre. Zudem ist der Abbau der Rohstoffe auch nicht ohne. Ich bin aber für mehr Hintergrundinfos offen.

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Fruehling 06.10.2017 14:10

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Naturliebhaber (Beitrag 4725325)
Die umweltfreundlichste Art der Stromerzeugung ist Kernkraft. Alles andere sind, von PV-Anlagen mal abgesehen, von Natur aus Umweltkiller. Das sag ich dir als Dipl.-Ing. für Kraftwerks- und Energietechnik.

Das ist ja ungeheuerlich! #d

https://www.youtube.com/watch?v=5x7AkxidHls

https://www.youtube.com/watch?v=sDiThP-JZCA

Undsoweiterundsofort...

Hanjupp-0815 06.10.2017 14:40

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Hm, interessant wie laut der Aufschrei ist, wenn man mal direkte Auswirkungen der Gasanlagen sieht |kopfkrat.
Der Strom dieser Anlagen ist so teuer, das ihn fast nur die öffentliche Hand kauft (mit euren Steuergeldern natürlich) und die Rückstände so gefährlich, das die Maisproduzenten diese nicht mehr auf ihren Feldern verklappen wollen.

Schon komisch, sich dann wegen eines vergleichsweise kleinen Schadens so aufzumandeln.

Naturliebhaber 06.10.2017 14:41

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Fruehling (Beitrag 4725396)

Bzgl. des Themas Atommüll ist die Situation ganz simpel: Man brauch eh ein Lagerkonzept, da der Müll da ist. Ob sich die Menge da in den kommenden Jahrzehnten verdoppelt, ist völlig Wurscht. Und ob Endlager, in denen man nie wieder an das Zeug rankommt, der richtige Ansatz sind, bezweifle ich eh. Stichwort Wiederaufbereitung.

Franz_16 06.10.2017 15:14

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Hm, interessant wie laut der Aufschrei ist, wenn man mal direkte Auswirkungen der Gasanlagen sieht
Ja, das ist halt so. So ein Unfall zeigt die Auswirkungen ganz direkt.

Es gibt natürlich auch indirekte Auswirkungen.

Zehntausende Hektar bestes Ackerland werden ausschließlich dafür verwendet um Mais anzubauen der dann "verbiogast" wird.

Mit dem Maisanbau geht einher, dass diese Ackerflächen aufgrund dessen dass Mais sehr flach wurzelt sehr anfällig für Bodenerosion sind, will heißen bei Starkregen wird oftmals sehr viel Feinsediment aus dem Acker ausgespült.

Das Feinsediment gelangt in die Bäche und Flüsse.
Dort legt es sich zwischen und auf den feinen Kies - was zur Folge hat, dass Kieslaicher wie etwa die Nase keine geeigneten Laichplätze mehr finden.
--> fragt mal erfahrene Elektrofischer. Ich hab es selbst mehrfach erlebt wie unterschiedlich das Jungfischaufkommen auf freien Kiesflächen im Vergleich zu versandeten Kiesflächen ist.

Biogasanlagen kosten ordentlich Geld, damit die abbezahlt werden können müssen sie vor allem eins: "Laufen, laufen, laufen".

Das hat zur Folge dass die Pachtpreise vielerorts rasant gestiegen sind - eben weil die Biogasanlagen-Betreiber die Flächen benötigen.

Da der Biogasstrom der verkauft wird ordentlich subventioniert wird (Erneuerbare Energien-Gesetz - Einspeisevergütung) ist es den Biogasanlagen-Betreibern möglich gute Pachtpreise zu bezahlen.

Das setzt die Landwirte die ihre Felder noch mit Feldfrüchten bestellen die zur Ernährung von Menschen oder Tieren geerntet werden nicht unerheblich unter Druck.

und so weiter und so weiter....

Neben den Auswirkungen, darf man auch mal über die Gründe nachdenken.
Warum wird jemand Biogasanlagen-Betreiber?
Weil er einen grünen Daumen hat? Sicher nicht.

Da sind wir dann wieder beim Erneuerbare Energien Gesetz.

Fruehling 06.10.2017 18:55

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Zitat:

Zitat von Naturliebhaber (Beitrag 4725413)
Bzgl. des Themas Atommüll ist die Situation ganz simpel: Man brauch eh ein Lagerkonzept, da der Müll da ist. Ob sich die Menge da in den kommenden Jahrzehnten verdoppelt, ist völlig Wurscht. Und ob Endlager, in denen man nie wieder an das Zeug rankommt, der richtige Ansatz sind, bezweifle ich eh. Stichwort Wiederaufbereitung.

Irgendwas in deiner Ausbildung scheint schief gelaufen zu sein. Wie auch sonst wäre zu erklären, daß Du das extreme Risiko eines Störfalls während des Betriebs offenbar komplett ausgeblendet hast?

Aber auch von solchen "Normalbetriebsrisiken" http://www.umweltinstitut.org/themen...raftwerke.html scheinst Du bislang nichts gehört zu haben, bzw. ignorierst sie einfach.

Schlimm!

Thomas9904 06.10.2017 19:02

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Ja - aber die "Risiken" des grünen Ökostroms machen jetzt schon real Landschaft kaputt.

Auch ohne Störfall!

Zudem wird die bäuerliche Landwirtschaft in Industrieformen gezwängt, Boden für normale Landwirtschaft unbezahlbar, weil "Energiewirte" durch Subventionen alles wegkaufen können.

Und füllen zudem noch durch Subventionen die Taschen der spendensammelnden Schützerindustrie und ihrer reichen Vorstandspender/innen.

Nicht nur, dass also bereits mit "grünen Ökostrom" Landschaft und Landwirtschaft real verwüstet wird, es kriegen auch die Reichen noch zusätzlich Kohle durch Subventionen, die man auch von den Armen mit der EEG-Umlage zu den grünen Subventionsschleichern umverteilt.

Fakt ist:
Hier werden ZUSÄTZLICH durch den Störfall zu eh schon stattfinden Verwüstung von Landschaft und Landwirtschaft Gewässer kaputt gemacht sowie jahrelange Arbeit von Angelvereinen..

Was ist nun besser?

Kernkraft mit extremen "Vielleicht"-Risiken??

Oder "Grüne Energie" mit realer Verwüstung und Umverteilung?

Wer wills beurteilen?

Zitat:

Zitat von Franz_16 (Beitrag 4725431)
Zehntausende Hektar bestes Ackerland werden ausschließlich dafür verwendet um Mais anzubauen der dann "verbiogast" wird.

Mit dem Maisanbau geht einher, dass diese Ackerflächen aufgrund dessen dass Mais sehr flach wurzelt sehr anfällig für Bodenerosion sind, will heißen bei Starkregen wird oftmals sehr viel Feinsediment aus dem Acker ausgespült.

Das Feinsediment gelangt in die Bäche und Flüsse.
Dort legt es sich zwischen und auf den feinen Kies - was zur Folge hat, dass Kieslaicher wie etwa die Nase keine geeigneten Laichplätze mehr finden.
--> fragt mal erfahrene Elektrofischer. Ich hab es selbst mehrfach erlebt wie unterschiedlich das Jungfischaufkommen auf freien Kiesflächen im Vergleich zu versandeten Kiesflächen ist.

Biogasanlagen kosten ordentlich Geld, damit die abbezahlt werden können müssen sie vor allem eins: "Laufen, laufen, laufen".

Das hat zur Folge dass die Pachtpreise vielerorts rasant gestiegen sind - eben weil die Biogasanlagen-Betreiber die Flächen benötigen.

Da der Biogasstrom der verkauft wird ordentlich subventioniert wird (Erneuerbare Energien-Gesetz - Einspeisevergütung) ist es den Biogasanlagen-Betreibern möglich gute Pachtpreise zu bezahlen.

Das setzt die Landwirte die ihre Felder noch mit Feldfrüchten bestellen die zur Ernährung von Menschen oder Tieren geerntet werden nicht unerheblich unter Druck.

und so weiter und so weiter....

Neben den Auswirkungen, darf man auch mal über die Gründe nachdenken.
Warum wird jemand Biogasanlagen-Betreiber?
Weil er einen grünen Daumen hat? Sicher nicht.

Da sind wir dann wieder beim Erneuerbare Energien Gesetz.


Fruehling 06.10.2017 19:04

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Ich mags beurteilen!

Durch den "Normalbetrieb" ausgelöster Kinderkrebs steht für mich nämlich auf einer anderen Stufe als ein gestorbenes Biotop - was für sich genommen selbstverständlich auch eine Katastrophe ist! Nicht, daß wir uns da falsch verstehen.

Thomas9904 06.10.2017 19:14

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Komisch, dass alle MIT AKWS immer älter wurden im Schnitt..

Ich bin NICHT für AKWS, um das klar zu stellen..

Aber gegen diese kotz-, schleim-, neid- gift- und schimmelgrüne Bevormundungs-, Verbots- und Umerziehungsphilosophie, die ja schon lange ihre eigene "Wissenschaft" bezahlt und ihre Leute schon überall in Behörden platziert hat (Ex-NABU-GF als Staatssekretär sowohl z. B. im Bundesumweltministerium wie auch im Baden-württembergischen)..

DAS ist schlimmer in der Auswirkung gesamtgesellschaftlich als alle AKWs..

Und da zeigt sich auch der Umgang und das "dulden" solcher "Betriebsunfälle" wie hier, während bei ähnlichen Störfällen Kohlekraftwerke schon lange abgeschaltet worden wären..

Aber es ist ja "grüne" Energie....

Zumindest Energie, an denen die mit ihren Kumpels prächtig verdienen...

Fruehling 06.10.2017 19:22

AW: 500.000 Liter Gülle in Gewässer: "Grüner" Biogasstrom vernichtet massiv Fischbest
 
Dieses die eigenen Wissenschaftler und Gutachter Bezahlen hat sich die grüne Bewegung ganz bestimmt bei der Industrie abgeschaut, denn dort ist sowas seit Ewigkeiten üblich und genauso lange etabliert.

Der Luxus sich gegen jedwede Form von Windkraft und Stromtrassen zu sperren, wird gerade im Süden der Republik teuer bezahlt. Wer mag denn darüber ernsthaft jammern?


@Franz
Welche alternative Bepflanzung schwebt dir denn vor auf den Äckern, die aktuell für den Maisanbau verwendet werden?

So ganz redlich ist der Maiseinwand per se nicht, denn Massentierhaltung und zig Anwendungsszenarien in der Industrie sorgen für deutlich mehr Anbaufläche des angeblichen Flachwurzlers - was er übrigens, zumindest verglichen mit herkömmlichem Getreide, gar nicht ist.


Zitat:

Zitat von Thomas9904 (Beitrag 4725523)
...Und da zeigt sich auch der Umgang und das "dulden" solcher "Betriebsunfälle" wie hier, während bei ähnlichen Störfällen Kohlekraftwerke schon lange abgeschaltet worden wären..

Diese "Duldung" findet leider in viel gravierenderem Maße statt: https://www.youtube.com/watch?v=KnxX19QcQTU


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