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PirschHirsch 15.09.2017 14:09

Bisskraft von Raubfischen
 
Hey ho,

soweit ich weiß, wurde ja z. B. bei manchen Haiarten schon mal die durchschnittliche Bisskraft gemessen.

Mich würde aber auch mal rein spaßeshalber interessieren:

Wurde dies auch evtl. mal bei unseren Süßwasserräubern gemacht?

Wieviel Tonnen bzw. Kg Druck bringt z. B. ein Hecht (immer "modellabhängig", natürlich - bei nem Schniepel könnten es ja theoretisch auch nur paar Grämmle sein) umgerechnet auf den Zahnspitzenquadratmillimeter, wenn der ordentlich reinhuft?

Schätzungsweise wird die Beute bei "Schnappfischen" (also Beißern, nicht Saugern) auch zumindest teilweise schon durch die reine Kiefer-Quetsche gekillt/betäubt/rückgratpulverisiert und nicht in erster Linie "erdolcht" (also Zähne sozusagen primär als "Festhalter")?

Thomas9904 15.09.2017 14:16

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
wär mir neu - aber spannend!

Trollwut 15.09.2017 14:20

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Ich sähe jedenfalls Aal, Karpfen und Zander ganz weit vorne.

50er-Jäger 15.09.2017 14:21

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Zwar kein Süßwasserräuber aber Erfahrung am eigenen Leib/Hand kann ich beisteuern.
Letzte Woche einen etwa 1m langen Seehecht gefangen wo ich etwas falsch gegriffen habe und zwei Finger im Maul steckten.
Zähne sau spitz und den Druck den er auf die zwei Finger ausgeübt hat war nicht von schlechten Eltern.
Öffnung des Maus nur mittels Zange möglich.#d

Andal 15.09.2017 14:27

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Die Bisskraft einiger Cypriniden muss erheblich sein, wenn man bedenkt, dass sie mit ihren Schlundzähnen ganz locker Muscheln und Krebs wegknuspern.

PirschHirsch 15.09.2017 14:34

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Genau, daher die Frage - ist ja eigentlich ganz egal, ob nu Kieferbeißerchen bei Räubern oder Schlundzähne bei Friedfischen (an letztere hatte ich bei meiner Fragestellung ehrlich gesagt gar nicht gedacht):

Da scheint jedenfalls jeweils schon ordentlich Power entwickelt werden zu können, wenn man sich anschaut, was da so alles zerstört werden kann.

Selbst ein schlecht gelaunter Durchschnittshecht kann ja mitunter mal ein ganz schöner "Klemmer" sein, wenn der einem verunfallend in die Hand zwickt und das Maul nicht mehr aufmacht

--> also nicht nur wg. der Zähne, sondern schon allein von der "Klemmkraft" des Kiefers her - da muss ggf. dann durchaus ein provisorisches "Brecheisen" angesetzt werden.

Nordlichtangler 15.09.2017 14:46

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Zitat:

Zitat von Andal (Beitrag 4715240)
Die Bisskraft einiger Cypriniden muss erheblich sein, wenn man bedenkt, dass sie mit ihren Schlundzähnen ganz locker Muscheln und Krebs wegknuspern.

Schlundzähne sind nochmal 'ne andere Anordnung als Maulrandzähne und auch eine andere Hausnummer als Muschelknacker, so vergleichweise Hilti ggü. Hämmerchen+Meißel.
Kann das definitiv bestätigen, sogar mit etwas verbogenen Hakenlöser aus Stahl. Bei tief sitzenden Haken hat der Karpfen um 4Pfd den festgeballert wie ein Schraubstock (und eben nur die Größe Doppelmeerschweinchen und keine Wildsau).
Alter Hartmais ist auch definitiv null Problem, wird fein granuliert.

Daher ist aber da immer meine Vorsichtsregel:
Stecke nie aber auch nie einem Karpfen die Finger tief in den Schlund. Und die anderen Cypriniden können ja auch, sogar mit spitzeren Kneifern, aber die Muskelmasse und Anordnung ist weit schwächer ausgebildet.

Habe rund ein hundert solcher Schlundzahnplatten von Aland, Dobel, Brassen und Karpfen ausgekocht und präpariert, das auf Birkenholzstücken ergab sowas wie eine Minigeweihtrophäe. :m
Irgendwann waren die Staubfänger aber nicht mehr spannend, brauchte man aber wohl mal für die jugendlichen Entwicklungsschritte ....

Klassischer Beißer unserer Süßwasser ist aber der Hecht, und die größeren entwickeln auch erheblich mehr Bulldoggenqualitäten. Längliche Wobbler können jedenfalls sofort geknackt werden, und ohne Metalldrahtverbindung war es das.

Thomas9904 15.09.2017 15:02

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
ich hat mal ein Miniwaller "gepackt" (vielleicht grade 20 cm) den ich aus einem Seeablauf aus einem unterspülten Ufer rausholte und in den See zurücksetzen wollte.

Der kleine Scheixxer hat jedenfalls so fest in meinen Handballen gebissen, dass ich ihn freitragend/hängend locke die 3 Meter zum See tragen konnte - und da musste ich ihn richtig losschütteln..

Der kleine Scheixxer hatte schon (gefühlt, nicht gemessen) ordentlich Kraft.

Hanjupp-0815 16.09.2017 00:44

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Das würde mich auch interressieren.
Kann keine wissenschaftlichen Untersuchungen dazu bieten, allerdings hab' ich auf der Glotze mal was von diesen Piranha-verwandten Nußknackern gesehen.
Die hat man mit den Zähnen im Maul (nicht Schlundzähne) auf Druckplatten beißen lassen. Dabei kamen sie auf 70- 90 Kilo/qzm !?
Genau weiss ich es nicht mehr, also bitte nicht festnageln. Die Fische haben ein Pflanzenfressergebiss, also kein spitzen Zähne und die Typen waren Angler/Filmer (keine Wissenschaftler, deshalb ist bei sowas immer Vorsicht angesagt).

Als ehemals leidenschaftlicher Aalangler kann ich sagen, große Aale können ganz schön hart zubeissen :(. Ob die das mit Absicht oder nur reflexartig beim Hakenlösen tun, lass ich mal dahin gestellt.

Andal 16.09.2017 02:22

AW: Bisskraft von Raubfischen
 
Hanjupp, ich denke du meinst den Pacú. Aber selbst eine fingerlange Grundel kann schon einen fühlbaren "Biss" entwickeln.


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