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Thomas9904 06.09.2017 10:54

Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Redaktionell

https://www.Anglerpraxis.de/images/s...htessen_AB.jpg

Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?

Fisch hat Gräten - viele Menschen mögen genau wegen der Gräten keinen Fisch.

Es gibt natürlich auch Menschen, denen schon grundsätzlich den Fischgeschmack nicht passt und die deswegen keinen Fisch essen.

Es gibt aber auch viele Fischesser, die Hecht nicht mögen. Zum Teil wegen der Y-Gräten..

Aber auch gerade wegen des Hechtgeschmackes, der deutlich intensiver und "eigener" ist als bei den meisten anderen Fischarten.

Wenn etwas so polarisiert, machen wir erst mal ne Umfrag draus:
Mögt ihr den Hechtgeschmack?
Ist ja recht einfach - ja, nein, kenn ich nicht..

Thomas9904 06.09.2017 10:56

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Davon ab habe ich folgendes Video wieder ausgekramt, das mit seinen Zubereitungstipps 2 Vorteile hat:
Grätenfrei und "geschmacksmildernd" - also optimal, um Skeptiker an den Hecht zu führen:

Video um weniger "hechtgeschmacksintesiv" und "grätenfrei" zu zubereiten:
Fischfarce, Fischsoße, Fischklößchen und Fischbuletten - AnglerboardTV
https://www.Anglerpraxis.de/images/s...hechtvideo.jpg
https://www.youtube.com/watch?v=yuWv86xfBAE

Dazu noch zwei meiner persönlichen Lieblingsrezepte zum Hecht:
Hechtgulasch
Hecht filetieren, häuten und in ca. 3 - 4 cm große Würfel schneiden (dabei kriegt man auch gut mit, wo Gräten stecken und kann die aussortieren).

Wie beim klassischen Rindergulasch (und weil das der kräftige Hechtgeschmack verträgt):
Nach Augenschein gleich viel Zwiebelwürfel (feiner geschnitten) wie Hechtfleisch zur Verfügung steht.

Diese in Butter goldbraun rösten, etwas Tomatenmark, Zucker, Knoblauch, Paprikapulver und Kümmel (alles nach Geschmack, aber deutlich weniger als beim klassischen Fleischgulasch) am Ende kurz mitrösten, mit einem guten Schuss Rotwein (Tetrapack, Pennerglück aus der 2-l - Buddel etc., bloss keinen guten, den trinken!!!) ablöschen.

Mit Fischfond (wer nicht hat: Gemüsebrühe, notfalls auch Pulver) auffüllen, dass Zwiebeln gut bedeckt sind.

Bei geschlossenem Deckel und kleiner Hitze eine gute halbe Stunde köcheln lassen, bis die Zwiebeln anfangen zu zerfallen und eine Bindung entsteht.

Dann abschmecken mit Salz und Pfeffer nach Geschmack.

Dann erst die vorbereiteten Fischwürfel salzen und unter diesen fertigen "Gulaschgrund" mischen, einmal aufkochen und dann weg vom Feuer und ca. 5 Minuten mit geschlossenem Deckel gar ziehen lassen - servieren.

Es passen sowohl alle für Gulasch eh gängigen Beilagen, insbesondere aber Reis, Nudeln oder Brot.

Und als Schwabe empfehle ich dazu die beste Beilage, die es überhaupt gibt:
Spätzle!!

Mit diesem Rezept kriegt man auch "Nicht-Hechtesser" eingefangen, wegen des "würzigen Gesamtgeschmackes".

Gedünstetes Hechtfilet
Das ist für die Freunde des vollen Hechtgeschmackes (zu denen ich mich auch zähle) und denen Grätenfreiheit nicht so wichtig ist.

Hecht filetieren.
Pfanne (braucht passenden Deckel) mit Butter ausreiben, ein knappes Fingerbeit Weisswein rein, gesalzenes Hechtfilet (KEINE weiteren Gewürze!) rein, aufkochen.
Sobald es kocht, Deckel drauf und weg von der direkten Hitze und je nach Dicke 5 - 10 Minuten gar ziehen lassen.

Dazu (wenn genug Hecht da ist), brauch ich nix anderes als etwas grünen Salat.

Ist nicht genug Hecht da, eine Weißweinsoße wie aus dem Video und Reis, Nudeln ode r Kartoffel dazu geben..

Würde mich freuen, wenn sich weitere Hechtesser finden würden und auch hier ihre Hecht-Rezepte einstellen.

Der Hecht hats in meinen Augen verdient!


Thomas Finkbeiner

PAFischer 06.09.2017 11:01

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Hecht in süßer Senfkruste.....wenn ich dran denk bekomme ich Hunger

Thomas9904 06.09.2017 11:04

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Dann aber auch Rezept hier rein, damit auch andere lange Zähne kriegen!
:):):)

Fr33 06.09.2017 11:07

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Ich hab schon oft Hecht gegessen. M.M kommt der Geschack wie so oft vom Gewässer selbst. EIn Flusshecht oder einer aus einem klarem Bergsee wird ganz anders schmecken, als ein Hecht aus nem Weiher, Moorsee usw.

Die Y Gräten sind schon gewöhnungsbedürftig. Bei großen hechten geht das noch - aber so normale Speisegröße ist dann nicht mehr meins. Dann muss man eig zwangsläufig Fischbuletten oder Klöschen draus machen.

keinangelprofi 06.09.2017 11:07

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Die stinkigen, tranigen Hechte isst bei uns kein Mensch!
Wenns aber ein Rezept gibt, der Hecht geniessbar, würd ichs vielleicht mal probieren.

Thomas9904 06.09.2017 11:08

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Zitat:

Zitat von keinangelprofi (Beitrag 4711262)
Die stinkigen, tranigen Hechte isst bei uns kein Mensch!
Wenns aber ein Rezept gibt, der Hecht geniessbar, würd ichs vielleicht mal probieren.

s. o, Gulaschvariante oder Klößchen (Video) zum "Einstieg" für Hechthasser ;-)

PAFischer 06.09.2017 11:12

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Auf ein Backblech Butter in kleinen Stückchen dort darauf setzen, wo der Hecht liegen soll. Zwiebel, Knoblauch und Tomatenstücke ebenfalls darauf.

Hecht salzen und pfeffern. Mit Petersilie und ein wenig Rosmarin füllen und den Hecht auf das Zwiebel-Knoblauch-Tomatenbett legen.

süßen Senf Senf und Curry mischen ( bei Bedarf auch ein wenig pürierte Tomaten einmischen) und den Fisch damit dick bepinseln.

In vorgeheizten Ofen (Ober Unterhitze) schieben und ca. 50-55 Minuten backen.

Nach den ersten 15 Minuten immer wieder mit der Sahne begießen.

Dazu passen Salzkartoffeln, Ciabatta und vor allem Süßkartoffelpommes

MikeHawk 06.09.2017 11:12

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Ich mag Hecht sehr gerne! Meine Favoriten sind:

- Filetieren, in 5cm breite Stücke schneiden, mit Speck ummanteln und auf geringer Hitze braten.

- Hecht im ganzen im Backofen mit Sahnesoße

- Und natürlich Frikadellen!

jaunty_irl 06.09.2017 11:13

AW: Der Hecht: Kulinarischer Tiefpunkt oder lecker?
 
Also wenn ich mal einen in brauchbarer grösse habe(75-80cm)trenne ich die "rückenfilets" jeweils vom rest, die sind dann für die sauteuse. Salz, zitronenthymian und ein wenig schwarzen pfeffer dran und ab in die pfanne. Mit dem rest dann meist pochierte würfel o.ä.


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