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Zum Angeln nach Estland

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Veröffentlicht: 20.10.2011 um 14:56 von anglerpeter

Am Morgen des 5. Oktobers besteigen wir um 11.00 Uhr auf dem Parkplatz des Hotels in Tallinn den Kleinbus der Organisatoren der Angelreise und die Fahrt ins “Unbekannte” beginnt. Der Reiseführer Tarvo schildert, was durch die Autoscheiben zu sehen ist und behauptet, es handele sich trotz kilometerlangen waldbedeckten und von der menschlichen Ansiedlung unberührten Gebieten doch um einen europäischen Kulturraum. Zur Bestätigung dieser Aussage erscheint in unserem Blickfeld eine gotische Kirche. Da das Land von den Gutshöfen, die den Deutschbalten gehört haben, übersät ist, müssten wir uns hier in jeder Hinsicht heimisch fühlen, meint Tarvo. Es ist nicht zu leugnen, es stimmt, aber vorläufig liegt es mehr an der Reisegesellschaft.

Um 13.30 Uhr kommen wir an. Vor uns liegt der Peipussee: Wasser, so weit das Auge reicht, und weiße Schaumkronen auf den Wellen. Bis zum nächsten Morgen wird sich der Wind legen, so verspricht der Reiseführer. Mal sehen.

Im Kaminsaal des Ferienhofs vergeht die Zeit am Feuer und bei ungezwungener Unterhaltung. Die Gastgeber stellen uns das Programm für die nächsten zwei Tage vor. Sie präsentieren uns die örtliche Angelausrüstung und Methoden, die so manches Neuartige an sich haben, aber nichts Übersinnliches. Außerdem gibt es in den hiesigen Angelgesetzen für uns drei Deutsche nichts Unbegreifliches. Für zukünftige Angeltouristen wäre es gut zu wissen, dass die eine Woche gültige Anglererlaubnis in estnischen Gewässern nur 1,59 Euro kostet, für eine einjährige Genehmigung sind 11,50 Euro sehr günstig. Die Übernachtungspreise sind fast die gleichen wie in Deutschland, dagegen sind Treibstoff und die Miete von Booten und Motoren günstiger.

Abendessen und der Gang in die Sauna beschließen den Tag. Die aus dem nächtlichen Tallinn mitgebrachte Müdigkeit macht sich bemerkbar und wir ziehen uns auf unsere Zimmer zurück.

Am Morgen nehmen wir schnell einen kleinen Imbiss und gehen “die Sache” an. Das Motorboot hüpft kräftig durch die Wellen und nach Tarvos Worten gefiele dem Menschen eher eine spiegelglatte Wasseroberfläche, was aber dem Barsch nicht zusagt.

Eine halbe Stunde Fahrt mit Vollgas wird an einer den Gastgebern bekannten Stelle das Vorhandensein von Fischen vom Echolot bestätigt. Dies zeigen auch die Ergebnisse der ersten Würfe beim Angeln. An sämtlichen von Werner mit Seitenarm an die Hauptschnur gebundenen drei klitzekleinen Gummiködern hängt jeweils ein Barsch. Ich bekomme auf einmal zwei 200 Gramm schwere Gestreifte, gleich dreimal hintereinander und Irja fängt gar nichts! Super! Zu unserer Überraschung ist Tarvo mit dem Ergebnis nicht zufrieden, die Angeln werden im Boot verstaut und die Suche nach einer besseren Angelstelle wird fortgesetzt. Und erst die vierte Station bringt Resultate. Oh, zum Donnerwetter!

Solche Barsche haben wir noch nie gesehen: Von einem Pfund bis zu einem Kilo! Zwei von Irja auf einmal herausgezogenen anderthalb Kilo schweren Gestreiften zählen wir nicht zu den Barschen. Die Spinnrute ist gebogen und die Fische... Irjas Hände zittern! Ich bin ein bisschen neidisch.

In zwei Stunden haben wir ungefähr 50 kg ausgewählten Fisch in unseren Fischkästen. Wir legen die Spinnruten beiseite. Und appellieren an unser Gewissen.

Den Rest des Tages verbringen wir im Ferienhof. Vladislav gibt an Hand von Riesenbarschen eine echte Vorstellung seiner Kochkunst, Werner und ich gehen ihm zur Hand. Irja haben wir diskriminiert – für die größten Barsche des Tages – die Zubereitung eines Fischgerichts ist doch kein Eierkuchen-Backen.

Am letzten Tag nehmen wir den Embach (Emajõgi) in Augenschein, den größten Fluss Estlands, der in den Peipussee mündet. Die Natur ist hier unvergleichlich. Schilfrohr, Nebenflüsse, Sümpfe. Wären wir Vögel, würden wir vielleicht ans Nisten denken, aber es ist Oktober und wir haben ganz andere Interessen.

Den Zander fängt man hier zumeist mit einem schweren Jigkopf und Gummiköder. Du holst die Spinnrute zum Wurf aus, lässt den Köder auf den Grund, holst die Angelschnur drei oder vier Umdrehungen ein, lässt den Köder wieder sinken. Sobald die Spitze der Rute durch den Fisch “zu sprechen” beginnt, kommt der Anhieb. Tarvo hat gesehen, wie ein 9-Kilo-Zander im Wasser auftaucht, das wäre für uns vielleicht “zu viel” des Guten, aber der größte Fisch des Tages, der an meiner Angel hing, wog 4,3 kg – und das reicht doch wohl auch! Es gibt viele untermaßige Fische, aber wir befolgen das Gesetz und haben keine Probleme den Fischen ihr Leben zu schenken. In vier Stunden gelangen 14 maßige Fische in die Fischkästen und das genügt uns. Wir wählen einige Prachtexemplare aus und lassen den Rest zurück in den Fluss. Von den entnommenen Fischen wird für uns eine leckere Mahlzeit zubereitet.

Um 17.00 Uhr besteigen wir wieder den Bus und fahren in Richtung Tallinn, drei unvergessliche Tage liegen hinter uns. Man muss zugeben, dass Estland mit seinen ausgezeichneten Bedingungen unseren Sportanglern sehr nahe liegt.
Ortsansässige beherrschen für den Umgang ausreichend Englisch. Was brauchst du noch, Angler, um dich in fremden Gewässern heimisch zu fühlen?

Weitere Informationen finden Sie www.fishinginfo.ee

Peter Sonder
Kategorie: Kategorielos
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