Petrusautor
17.10.2002, 13:20
Fast zu schön um wahr zu sein, und doch stimmt es. Lachse und Meerforellen schwimmen wieder in der Weser. Das dies kein Anglerlatein ist, bestätigt Dr. Michael Schirmer vom Bereich Wasserökologie an der Bremer Universität. Auch Amtsfischer Rüdiger Droste verrät, am Weserwehr sogar schon Bekanntschaft mit den selten gewordenen Fischarten gemacht zu haben. Lachse und Meerforellen galten in der Weser lange Zeit als ausgerottet. Dr. Michael Schirmer erklärt, dass es zwar noch keine großen Bestände sind, aber man habe eindeutige Hinweise gefunden dass Lachse im Bereich der Aller und Oberweser Eier abgelegt haben.
Darüber freuen sich Petrijünger und Umweltschützer gleichermaßen, wenngleich Rüdiger Droste einschränkt: "Der Durchbruch ist immer noch nicht da." Nach wie vor müsse durch künstliche Brütung für Nachkommenschaft gesorgt werden, um die Bestände durch Besatzmaßnahmen zahlenmäßig so hochzubringen, dass sie sich selber vermehren können.
Das Hauptproblem ist dabei nicht das Wasser. Dessen Qualität in der Weser ist zwar gut, das Problem sind aber fehlende Laichplätze, vorzugsweise Kiesbänke. In der Delme oder der Wümme ist das Ablaichen nach Auskunft von Fischer Rüdiger Droste zwar möglich, für eine spürbare Bestandsverbesserung reicht das aber noch nicht aus. Außerdem ende der Wanderweg der Fische noch zu häufig an unüberwindbaren Hindernissen wie Staustufen.
Die "Arbeitsgemeinschaft zur Wiederansiedlung von Wanderfischen im Weser-Ems-Gebiet", der auch Dr. Michael Schirmer angehört, bemüht sich zwar um freie Wanderwege. "Das ist aber fast eine Jahrhundertaufgabe und sehr kostenintensiv." erklärt der Experte. Bis er die bewältigt hat, rät er allen Petrijüngern gefangene Meerforellen und Lachse, wenn es auch schwer fällt, wieder in die Weser zurückzusetzen.
Darüber freuen sich Petrijünger und Umweltschützer gleichermaßen, wenngleich Rüdiger Droste einschränkt: "Der Durchbruch ist immer noch nicht da." Nach wie vor müsse durch künstliche Brütung für Nachkommenschaft gesorgt werden, um die Bestände durch Besatzmaßnahmen zahlenmäßig so hochzubringen, dass sie sich selber vermehren können.
Das Hauptproblem ist dabei nicht das Wasser. Dessen Qualität in der Weser ist zwar gut, das Problem sind aber fehlende Laichplätze, vorzugsweise Kiesbänke. In der Delme oder der Wümme ist das Ablaichen nach Auskunft von Fischer Rüdiger Droste zwar möglich, für eine spürbare Bestandsverbesserung reicht das aber noch nicht aus. Außerdem ende der Wanderweg der Fische noch zu häufig an unüberwindbaren Hindernissen wie Staustufen.
Die "Arbeitsgemeinschaft zur Wiederansiedlung von Wanderfischen im Weser-Ems-Gebiet", der auch Dr. Michael Schirmer angehört, bemüht sich zwar um freie Wanderwege. "Das ist aber fast eine Jahrhundertaufgabe und sehr kostenintensiv." erklärt der Experte. Bis er die bewältigt hat, rät er allen Petrijüngern gefangene Meerforellen und Lachse, wenn es auch schwer fällt, wieder in die Weser zurückzusetzen.