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Blenni
06.10.2002, 20:17
15.09.02
Um 7.00 klingelt der Wecker, endlich das erste mal richtig raus. Das Frühstück kommt etwas zu kurz, Moni schläft noch. Sie läßt sich vor 10.00 bestimmt nicht blicken. Also aufs geradewohl raus und am gegenüberliegenden Ufer den 100 gr Pilker + Beifänger abgelassen. Es ist nicht mehr ganz so warm wie am Vortag und ein leichter Wind und damit auch etwas Drift sind aufgekommen. Kurz darauf der erste, etwas merkwürdige Biss : eine Wittligs-Rotbarsch-Doublette. Hab ich auch noch nicht gehabt. Danach tat sich lange nichts mehr. Also Zeit sich etwas umzusehen. Praktisch von 3 Seiten von Land umgeben, am Schnittpunkt dreier Fjorde: Erfjord, Ombofjord und Jelsafjord. Nach Westen offenes Meer, da müßte doch was zu machen sein. Da sich aber gar nichts mehr tat, noch schnell ein paar Makrelen mit der Spinnrute gefangen. Absolute Massen an Makrelen da, leider etwas klein, alle so um 25 bis 30 cm. Danach noch einmal einen Abstecher in den Erfjord unternommen, dabei das einzige mal von weitem ein Boot mit anderen Anglern gesichtet. Die Drift wurde unterdessen immer stärker, so daß mein 100 gr Pilker im Mittelwasser hängenblieb und Köhler waren keine da. Also rein und ordentlich gefrühstückt.
Aber lange halte ich es ja nie aus, die nächste Ausfahrt ging diesmal mit Pilkrute wieder in den Erfjord. Ein Leng 65 cm, 1 Dorsch von 51 cm und ein Pollak von 59 cm waren die Beute. Dazu noch die genannten kleinen Makrelen und ein kleiner Rotbarsch von 26 cm. Das war alles. Abends vom Steg noch ein Hornhecht mit Schwimmer.

16.09.02
Heute klingelt der Wecker schon um 6.00. Früh, bevor die Sonne hinter den Bergen hervorkommt, ist für mich die schönste Zeit, absolute Ruhe. Auf der Seekarte habe ich vor der Insel Ombo eine vielversprechende Stelle entdeckt, der Meeresboden steigt von 200 auf 28 m an. Die will ich versuchen zu finden. Da ich kein Echolot besitze sicher nicht einfach. Habe sie auch nicht gefunden und bin, wie ich später an Hand der Seekarte festgestellt habe, ca. 50 bis 100 m an diesem Punkt vorbeigedriftet. Habe aber auch nicht intensiv gesucht. Egal, lasse ich mich eben treiben. Die Wassertiefe nahm rasch zu, bei ca. 250m wurde der Boden eben. Dort biss rein gar nichts. Die Drift führte mich zur Insel Ombo, wo der Meeresboden extrem steil Anstieg. Dort biss der erste Leng an diesem Tag und ein Dorsch von ca. 40 cm, der "durfte" aber wieder. Auf dem Rückweg kurz vor dem Haus noch einmal einen Stopp eingelegt. Dort ist es sehr tief, so zwischen 200 und 250 m. Dort fing ich in kurzer Zeit einen weiteren Leng von 69 cm, 2 Rotbarsche, einen Köhler von ca. 50 cm. Mit der Spinnrute noch einen Pollak von 53 cm sowie viele, wieder kleine, Makrelen. Für Köhler hatten wir uns schon vorher ein Mindestmaß von 60 cm festgelegt, wir sind nicht die großen Köhlerfans. Dorsch, Pollak und Leng sind uns lieber. Also durfte der Köhler auch wieder schwimmen. Es blieb auch der größte Köhler des ganzen Urlaubs.
Nachdem der Fang versorgt war, wollte Moni mit raus. Wir fuhren nur ca. 200m raus und ließen unsere 200gr Pilker ab. Sofort waren beide Ruten krumm: Hänger. Nicht lösbar, doppelter Abriß. Na prima, wenn das so weitergeht. Es ging so weiter. Es war wie verhext. Ich Rotbarsch, Moni Hänger mit Abriß. Der nächste Abriß war meine, während Moni aus 200m Tiefe 100m alte geflochtene Angelschnur hochpumpte welche schon dicht mit Schwämmen und Seescheiden bewachsen war. Ging entsprechend schwer. Als sich danach noch unsere Schnüre zu einem Seil verdreht hatten, haben wir das Ganze abgebrochen und sind reingefahren. Es gibt solche Tage, da hat es keinen Zweck weiterzumachen. Später haben wir noch oft dort geangelt, wir hatten nie wieder einen Hänger.
Abends vom Steg noch 11 Hornhechte mit Schwimmer und wieder viele Makrelen mit der Spinnrute gefangen.

17.09.02
Früh morgens 6.00 aufstehen und sofort raus, Frühstück kann warten. Wieder meine 200m rausgefahren und den mit Makrele garnierten Pilker abgelassen. Fast sofort war die Rute krumm, aber diesesmal mit Sicherheit kein Hänger. Wie Leng fühlte es sich jedenfalls nicht an. Kurze harte Schläge während der ganzen Zeit auf dem ca. 200m langen Weg nach oben. Ein Lumb von 65 cm kam hoch. Schön, von diesen Kerlen habe ich bis jetzt noch nicht viele gefangen, so kann es weitergehen. Dem Lumb folgten in kurzer Zeit noch 3 Lengs von 64,64 und 63cm, scheint dort die Standartgröße zu sein.
2 Rotbarsche sorgten dafür, daß noch etwas Farbe in die Fischkiste kam. Als dort nichts mehr lief, ließ ich mich an unserem Haus vorbei in eine Bucht treiben. Jetzt wurde es rasch flacher, der Meeresboden stieg auf ca. 60m an. Nach einiger Zeit spürte ich einen eher schwachen Biss. Trotzdem kurz angeschlagen, irgendetwas war dran. Im glasklaren Wasser erkannte ich schon von weitem einen Flachmann, einen Plattfisch. Keine Kliesche, keine Flunder, für mich also ein "Neuer"!!! Ich tippte sofort auf Flügelbutt, was durch das Bestimmungsbuch später bestätigt wurde. Mit 42 cm kein Riese, aber immerhin. Mein sächsisches Triumphgeschrei war bestimmt bis Stavanger zu hören.
Nachmittags wieder eine Ausfahrt zusammen mit Moni, wieder gleich am Haus. Ich fing noch 2 schöne Lengs von 86 und 80 cm und einen kleinen Lumb von 45 cm, Moni 2 Lengs von 63 und 66 cm. Weiterhin fingen wir noch 4 Rotbarsche und 1 blauen Wittling.
Ich war zufrieden.

Fortsetzung folgt

Ossipeter
06.10.2002, 20:52
Schöner Bericht,
hoffe das geht so weiter :z

Klausi
06.10.2002, 21:22
Schöner Bericht :m

wodibo
06.10.2002, 23:14
Stell Dir mal vor Du hättest ein Echo bei gehabt.
Schnell weitertippen, ich brauche Input :z

Uli_Raser
07.10.2002, 07:40
Ja, gib den nächsten Teil ein.
Uli

Guen
07.10.2002, 19:32
Auch der zweite Teil ist sehr schön geschrieben #6 !

Gruss Guen

Dorsch1
10.11.2002, 13:37
Super geschrieben.
na und wenn die frau mitangelt ist es nochmal so schön.



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