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muddyliz
13.08.2005, 14:30
Nehmen Platten eigentlich den Köder nur wenn er auf Grund liegt oder auch wenn er sich etwas über Grund befindet?
Meine Überlegung: Wenn viele Krabben da sind und den Köder dauernd zerpflücken könnte man doch durch Auftriebskörper vor dem Haken den Köder ca. 20 cm über Grund anbieten. Dann müsste die Angriffe durch Krabben doch weniger werden. Beißen die Platten auch auf Köder (Wattis) 20 cm über Grund?

Reisender
13.08.2005, 15:14
Hallo Ernst....


natürlich kannst du mit auftreibenen köder auch platte fangen !! aber die krabben sind auch gut in auftreibenen köder fressen. :m :m

aber ich bin gerne bereit mit dir zu Plümpern.........da hast du immer genügend wattis, und im kühlschrank halten die auch 3-4 tage bei ständigen papierwechsel.#6

Klausi2000
13.08.2005, 17:09
Meiner Erfahrung nach - ich bin nicht der Spezi - sind auftreibende etwas in Bewegung befindliche Köder immer besser ... wenn wir Naturköder schleppen biete ich die Köder auch ca. 20-30 cm und 50-60 cm über dem Gund an und schleppe sie über den Grund ... bei Brandungsanglern hab ich dies auch schon gesehen.

Viele Grüße,
Christian

Rumpelrudi
13.08.2005, 22:21
Diese Auftriebskörper haben sich mittlerweile nicht durchgesetzt. Einige Angler benutzen diese zwar noch sehr verbissen,(der Glaube versetzt Welten) aber schon physikalisch ist die Funktion nicht umzusetzen. Bei der Schwere eines anständigen Wattis müsste der Auftriebskörper erheblich größer sein und somit hinderlich beim Auswerfen. Mehrere Auftriebskörper in Reihe aufgefädelt bringen auch nicht mehr Wirkung, sondern schrecken eher ab.
Speziell beim Buttangeln in der Brandung setzen sich immer mehr die langen Vorfächer mit höhenverstellbaren Abstandshaltern durch. Die oberste Mundschnur ist länger als die Unterste und somit beide Köder möglichst auf dem selben Abstand vom Meeresgrund.
Bei krautigem Untergrund können beide Seitenarme nach oben geschoben werden.
Die richtige Einstellung richtet sich nach dem Untergrund und dem Einfallwinkel der Hauptschnur und muß experimentiell ermittelt werden.
Ist auch die sicherste Methode gegen Krabben, denn durch die Schnurspannung können sie den Watti nicht dauerhaft festhalten und bringen zu unserem Nutzen etwas Bewegung in das System.

Kochtoppangler
13.08.2005, 22:49
Hmm komisch das bei mir 2 mittelgroße Auftriebskörper trotz 2 Dicken Wattwürmern aufm haken immernoch schwimmen .
Ich teste das meist bei neu gebundenen Vorfächern ersma vor den Füßen ...
Wirklich abhalten tuts die krebse und Krabben meist nicht aber ein wenig länger dauerts schon bis sie den Wurm abgeknabbert haben . Solche Vorfächer mit Perlen Fangen eigentlich aber nicht immer gut an einigen tagen gehen die Fische auch besser auf Vorfächer ohne son Krimskrams ...

Das mit dem langen Vorfach halte ich eher fürn gerücht das klappt doch nur wenn man nur ein paar Meter wirft ansonsten ist der Winkel zu spitz ...
Es sei denn man hat den haken erst 2 oder 3 m Hinter dem Blei , und dann auch noch ein sehr schweres Blei oder sogar ne Kralle um die Schnur auch wirklich stark zu spannen ... achja und dazu noch ne 4,20 brandungsrute in nem hohen Rutenständer ...

Rumpelrudi
14.08.2005, 19:40
@Kochtoppangler
Genau so isses#6
Langes Vorfach, lange Rute, ähh.. Rolle in Augenhöhe und genügend schweres Blei.
Nur nehme ich grundsätzlich zum Buttangeln einen Watti, denn den saugen die Platten unverzüglich ein und es vermindert das Risiko, dass die Platten am falschen Ende anfassen.

Gadus
14.08.2005, 20:02
Moin!
Ich weiß ja nich wieviele Plattis Ihr letzte Saison hattet, aber bei mir waren es genau 0,0%.
Aber Dorsche ! Zum Thema Vorfach: bei Westwind hab ich ein langes Vorfach (60-70cm), bei Ostwind 'n kurzes (30-40cm) in Scharbeutz. Weitwurfclip direkt über'm Blei und kein Geklimper vor'm Haken. Geht immer!#6

Rumpelrudi
14.08.2005, 22:06
Mit dem langen Vorfach (1,5-2m) fange ich im Schnitt zwei Dorsche auf vier Platte. Tagsüber nur Platte (logisch#q), bis in die Dämmerung. Danach ist Beisspause, wegen der einfallenden Dorsche. Wird es mit den Dorschen ruhiger, kommen wieder die Platten. Vermutlich stehen vor Scharbeutz zu viele Dorsche, vor denen die kleineren Platten in Deckung gehen.
Als Schmuck nehme ich abends nur eine kleine Leuchtperle pro Mundschnur. Tagsüber zwei kleine orangefarbigen oder Perlmuttperlen. Am Einhängepunkt des Vorfaches kommt ein Buttlöffel dran. Die Abstandshalter sind dunkelrot.
Bei Gegenwind verwende ich wenigstens ein 150g Blei und halte die Schnur ständig straff.

havkat
16.08.2005, 10:38
Moin!

Nur auf Grund? Nö! Im Gegenteil.

Beispiel Bootsangeln.

Habe beim Plattenangeln vom Boot (DK) immer eine Posenmontage draußen gehabt und eine Rute mit Buttlöffel oder Spürblei in der Hand.

Der Köder an der Pose war immer deutlich (50-100cm) über Grund angeboten und "revierte" immer ein großes Gebiet ab, bevor er wieder langsam zum Boot geholt und dann wieder zur Abdrift freigegeben wurde.

Keine hungrige/aktive Platte lässt den vorbei, kannste glauben. :)

Nicht selten hingen die größten Flundern u/o Schollen an der Posenrute.
Klieschen eher selten.
Struf- und Goldbutt (besonders die Diggen ;)) sind aktive Jäger für die es kein Prob ist kurz mal aufzusteigen und hinzulangen.

Die Bisse an der Pose sind ein Genuss Leude!

Nix Gezuppel! Plopp! Wech is der Proppen. :)

muddyliz
16.08.2005, 13:11
Danke für die Antworten, da habt ihr mir ja einige Möglichkeiten zum Ausprobieren gegeben.
Ich habe mir mal aus Balsaholz einige Auftriebskörper gebaut (so ca. 8 mm Durchmesser) und die dick angepinselt mit Kronengrund vermischt mit einem nachleuchtenden Pigment. Die könnte man glatt für die Geisterbahn nehmen.
Das mit der Pose klingt auch vielversprechend. Ich werde mal Folgendes probieren: Unten ein 100-Gramm-Blei, dann 2-3 Seitenarme, dann eine durchlöcherte Filmdose mit Fischmatsche (oder nem Schwamm mit Wurmaroma) und oben (so bei ca. 3 m) eine Wasserkugel oder große Pose. Die Frage ist nur, ob man damit noch Bisse erkennen kann.

Rosi
21.08.2005, 04:27
Hallo Muddy, 100g ist zu viel Blei. Auf 6m Tiefe habe ich max 50g Blei, bei glatter See und fast ohne Unterströmung reichen auch 30g (in der Ostsee) Die Montage liegt ja nicht auf Grund, sondern schwebt so 20cm darüber. Das da noch Krabben dran sind, halte ich für ein Gerücht. Bei uns sind 2 Haken an der Montage erlaubt.

Beim Brandungsangeln ist der Plattfisch meist oben gehakt, der Dorsch unten. Was meinst du wie fix die Flundern schwimmen können! Auch weiter oben im Wasser.;)

muddyliz
27.08.2005, 22:44
So, ich hab's ausprobiert.
Ohne Pose waren die Wattis ruck-zuck von den Krabben abgefressen. Mit Pose (Spitze von nem Besenstiel, Tragkraft ca. 15-20 Gramm) hielten sich die Wattis prima (1-2 Stunden), allerdings kam ich nicht weiter als 30-40 m damit hinaus. Auch die Ausbeute war geringer als bei meinem Junior, der ohne Pose fischte, ich insgesamt 1 Dorsch, mein Junior insgesamt 3. Blei war 100 Gramm schwer, 2 Seitenarme bei 25 und 50 cm, keine Aromadose.

Meeres_Angler
27.08.2005, 23:12
hallo
brandung mache ich nur wenig aber auf dem boot bin ich zuhause.
da kann ich nur sagen ich probiere wenn ich auf platten gehe viel aus und manchmal bekommst du sie fast nur auf den nachläufer aber ich habe es schon oft erlebt das sie mehr auf die köder standen die ich 40 bis 120 cm über dem grund angeboten habe.
also probier es dann wirst du ja sehen auf was sie stehen.
mfg
meeres_angler

Rosi
28.08.2005, 02:24
Mit Pose sind 40m grandios! Wenn du so auch noch einen Dorsch fängst, alle Achtung! Die Dorsche stehen bei diesen Wassertemperaturen weit draußen, da wo es kühler ist.

Die Wege der Plattfische sind unergründlich. Mal beißen gleich ein ganzes Dutzend, mal geht zu gleicher Zeit und gleichen Bedingungen gar nichts.

Wattis halten auch mal 2 Stunden am Haken, aber fängiger sind solche, die noch ein bischen zappeln;)

muddyliz
28.08.2005, 10:05
Die Dorsche stehen bei diesen Wassertemperaturen weit draußen, da wo es kühler ist.Das war auf der Seebrücke in Großenbrode. Die ist sehr lang und vorn ist das Wasser schon 4 m tief. Ansonsten wäre das aussichtslos gewesen. Dort gab es auch jede Menge Mini-Hornies, so um die 20 cm lang. Hab's mal spaßeshalber mit Pose und Maden probiert, 10er Haken, maximal 1/2 m tief, ausgeworfen und mit kleinen Rucken eingeholt. Die bissen wie wild, die Mini-Hornies, allerdings nur auf zappelnde Maden. Hab die Hornies natürlich alle wieder zurückgesetzt, es ging ja nur mal um's Probieren.

Nordangler
29.08.2005, 13:03
Beim Buttlöffel liegt der Köder ja auch nicht beständig am Grund, sondern wird in Bewegung gehalten. Hierbei fange ich immer mehr als beim Brandungsangeln. Oft habe ich die Bisse beim anheben des Köders.

Sven

chippog
02.09.2005, 21:55
alle, die ihr angelmethoden, -montagen und anderes hier diskutiert, solltet an eins denken: das angeln auf zum beispiel plattfische ist nicht nur exakt genau so, wie ihr es an einem bestimmten tag mit den und den bedingungen erfahren habt, sondern eben auch ganz anders! wetter, köderangebot und was weiss ich nicht alles, können das verhalten der (platt)fische in kürzester zeit ändern, gar auf den kopf stellen. ihr bekommt am meisten (platt)fische, wenn ihr euch jeweils an den vorherrschenden wetter- und anderen bedingungen anpassen könnt!!!

gegen krabben hilft meiner ansicht nach vor allem aktives angeln, will meinen, das ranziehen der montage, mit kurzen pausen. auch auftriebskörper müsste tadellos funktionieren. wichtig ist, dass du daran glaubst und entsprechend fischt!



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