MiCo
10.04.2002, 20:46
Moin Leute,
hier nun mit etwas Verspätung mein Bericht meines ersten LL-Aufenthalts für 2002.
Am 30.03. ging’s dann endlich los. Erster Urlaub in diesem Jahr und dann Wetter vom Feinsten. Vorfreude machte sich breit. Wäre nur nicht dieser blöde Törn durch halb Dänemark. Auch diese 3,5 h haben wir durchgestanden. Trotzdem, ich will die Fähre wieder haben.
In Spodsbjerg angekommen schnell zum Haus und Sachen ausladen. Konnten aber noch nicht hinein, also zum Hafen geeilt und Boot abgeholt. Diesmal eine Dieselschnecke mit Kajüte, 33PS und bei 6,4m Länge viel Platz zum Angeln von Privat angemietet, sorry IBI.
Zurück zum Haus und das Angelgerät klargemacht. Vorzugsweise Spinngerät um im Flachwasser mit dicken Jigs den Dorschen auf die Schuppen zu rücken. Doch wir mußten feststellen, daß in diesem Jahr wohl einiges anders läuft. Nichts dorschiges im Flachen. Vorsichtshalber noch mal im Angelladen nachgefragt, und zu unserem Erstaunen bekamen wir dann den Ratschlag es im Tiefen zu versuchen. Dort wurde in den letzten Tagen gut gefangen. Also die Stellen angreifen, die sonst im Sommer für Fisch gut waren. Mein Lieblingsplatz ( 3 ) direkt in der Hafenausfahrt war dann auch schon schnell angelaufen. Der ausfahrenden Fähre folgen und die Tiefe auf dem Echolot im Auge behalten. Nach ca. 19m geht’s dort abwärts in die Fahrrinne bis auf über 30m. Wir stoppten bei 30m stellten den Kahn quer zur Hauptströmung und ließen uns den Abhang hoch treiben. Ging gut , da der Wind aus Süd kam und die Strömung von Süd nach Nord ging. Wir fingen so am ersten Abend in 2 Stunden unseren ersten 22 massigen Dorsche. Diese Stelle ist meiner Meinung nach der meist mißachtete Fangplatz vor Spodsbjerg. Alle fahren drüber hinweg und keiner glaubt, daß so nah am Hafen schon Dorsche stehen. Also bei jeder Ausfahrt den ersten Stopp hier machen und wenn nichts ist erst weiterfahren. Erster Tag gleich Fangtag so soll es sein.
Das Wetter hielt, zumindest bis Dienstag. Kaum Wind dafür aber immer ordentlich Strom im Wasser. Ich habe in der unteren Hälfte des Beitrages noch in 2 Karten, die ich vom Meeresangler Schwerin erhalten habe, unsere Fangplätze der Woche eingetragen, die man auch ohne GPS anhand von örtlichen Gegebenheiten wie Tonnen oder Wäldern gut finden kann.
Allgemein konnte man feststellen, dass der Fisch sehr tief steht. Und zwar nur am Abhang zur Fahrrinne zwischen 30 und 18m. Und dieses hauptsächlich auf der Langelandseite der Fahrrinne. War man den Abhang hinauf getrieben war Schluss mit Fisch also immer wieder neu ansetzen. Bei der Strömung reiste man dabei aber einiges an Kilometern ab.
Am So befischten wir das Gebiet südlich von Spodsbjerg ab. Zwischen dem grünen Turm und dem kleinen Waldstück. Von dort bis zum gelben Turm war dann meist nicht mehr viel drin. So konnte jeder zwischen 15 und 20 Dorschen von uns mitnehmen. Leider war auch einiges an Untermaßigen dabei und viele Dorsche maßen um die 40 cm. Aber auch die schmecken ja bekanntlich ganz vorzüglich.
Mo und Di hatten wir dann unseren besten Fanplatz ( 4 ) gefunden. Auch hier immer wieder den Abhang rauf. Hier waren dann auch einige fettere Brocken bis 3 kg dabei und Dubletten gab’s noch obendrauf. Da der Strom so stark war fingen wir mit dem Angeln schon am Platz ( 3 ) an und ließen uns bis zum Tonnendreieck durchtreiben.
Ist man dort angelangt hat man etwa 10 km Rückfahrt vor sich. Mit unserem Dieselkahn über eine Stunde Rückfahrt, die man aber gut zum Filetieren nutzen konnte, weil die See ruhig war und der Dampfer sich sanft durch die Wellen drängte.
Dieser Angelplatz war gut für über 30 Dorsche pro Mann.
Gefischt haben wir an allen Tagen mit einem Doppeljigvorfach mit Twistern in rötlichen Farbtönen. Pilker 100 oder 125 gr. ohne Haken. Auch so habe ich an den schroffen Abhängen 3 Vollverluste hinnehmen müssen. Die Vorfächer waren am Abend so zerschunden, daß sie ausgetauscht werden mussten.
Mi und Do dann die Wettermäßige Wende. Osten-Wind um die 5 Bft. Meist konnten wir die frühen Morgenstunden noch zu einer Ausfahrt nutzen. Gegen Mittag war die See dann so unruhig geworden, dass an ein entspanntes angeln nicht mehr zu denken war. Die Fische bissen aber dennoch. Da wir uns nicht weit hinauswagten befischten wir die Plätze 2 und 3 in Hafennähe. Wie wir des öfteren schon festgestellt haben, scheint ein aufziehender Ostwind den Dorschen schon mal auf den Magen zu schlagen. Die Jigs wurden nur noch genommen, wenn sie naturköderlike an strammer Schnur in Grundnähe oder in Zeitlupe gezupft angeboten wurden. Zugute kam uns dabei, daß die Strömung an diesen beiden Tagen sehr moderat ausfiel. Trotz der widrigen Umstände und der verkürzten Angelzeit konnten wir zusammen an den beiden Tagen zusammen jeweils noch um die 25 Dorsche anlanden.
Fr dann der Angelgau, Ostwind um die 6 Bft., Wasser weiß, an Angeln nicht zu denken. Jedenfalls nicht vom Boot. Die Chance zum Meerforellenblinkern genutzt. Direkt an der großen Brücke bei Rudköbing eine 45er erwischt ein weiterer Versuch bei Äso brachte nichts mehr ein. Auch das Dorscheblinkern vom Strand fiel diesmal mehr als mau aus. Zwei Versuche = zweimal Schneider ohne den geringsten Zupfer.
Also Sachen packen und Boot zurückgeben. Gegen Abend ließ der Sturm dann auch nach, so daß uns an unserem Abreisetag morgens ein spiegelglatter Belt noch entgegen lachte. Das Revier war also vorbereitet für unseren Meeresangler aus Schwerin. Leider schienen die Plätze, die wie erfolgreich befischten wohl dann nicht mehr so fangträchtig zu sein. Schade Jörg, daß Du schon so früh wieder abreisen mußtes. Gib doch noch mal Bescheid, ob der Rest Deiner Truppe dann noch was geworden ist. Ich bin jedenfalls frohen Mutes für den Rest des Jahres. Die Anzahl der Dorsche lässt doch auf ein Gutes Jahr hoffen.
In der letzten Maiwoche bin ich wieder oben und werde dann berichten wie sich die Angelei entwickelt hat
Hier nun noch die beiden Karten :
Fanggebiet nördlich Spodsbjerg ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])
Fanggebiete südlich Spodsbjerg ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])
Petri Dorsch
mico
hier nun mit etwas Verspätung mein Bericht meines ersten LL-Aufenthalts für 2002.
Am 30.03. ging’s dann endlich los. Erster Urlaub in diesem Jahr und dann Wetter vom Feinsten. Vorfreude machte sich breit. Wäre nur nicht dieser blöde Törn durch halb Dänemark. Auch diese 3,5 h haben wir durchgestanden. Trotzdem, ich will die Fähre wieder haben.
In Spodsbjerg angekommen schnell zum Haus und Sachen ausladen. Konnten aber noch nicht hinein, also zum Hafen geeilt und Boot abgeholt. Diesmal eine Dieselschnecke mit Kajüte, 33PS und bei 6,4m Länge viel Platz zum Angeln von Privat angemietet, sorry IBI.
Zurück zum Haus und das Angelgerät klargemacht. Vorzugsweise Spinngerät um im Flachwasser mit dicken Jigs den Dorschen auf die Schuppen zu rücken. Doch wir mußten feststellen, daß in diesem Jahr wohl einiges anders läuft. Nichts dorschiges im Flachen. Vorsichtshalber noch mal im Angelladen nachgefragt, und zu unserem Erstaunen bekamen wir dann den Ratschlag es im Tiefen zu versuchen. Dort wurde in den letzten Tagen gut gefangen. Also die Stellen angreifen, die sonst im Sommer für Fisch gut waren. Mein Lieblingsplatz ( 3 ) direkt in der Hafenausfahrt war dann auch schon schnell angelaufen. Der ausfahrenden Fähre folgen und die Tiefe auf dem Echolot im Auge behalten. Nach ca. 19m geht’s dort abwärts in die Fahrrinne bis auf über 30m. Wir stoppten bei 30m stellten den Kahn quer zur Hauptströmung und ließen uns den Abhang hoch treiben. Ging gut , da der Wind aus Süd kam und die Strömung von Süd nach Nord ging. Wir fingen so am ersten Abend in 2 Stunden unseren ersten 22 massigen Dorsche. Diese Stelle ist meiner Meinung nach der meist mißachtete Fangplatz vor Spodsbjerg. Alle fahren drüber hinweg und keiner glaubt, daß so nah am Hafen schon Dorsche stehen. Also bei jeder Ausfahrt den ersten Stopp hier machen und wenn nichts ist erst weiterfahren. Erster Tag gleich Fangtag so soll es sein.
Das Wetter hielt, zumindest bis Dienstag. Kaum Wind dafür aber immer ordentlich Strom im Wasser. Ich habe in der unteren Hälfte des Beitrages noch in 2 Karten, die ich vom Meeresangler Schwerin erhalten habe, unsere Fangplätze der Woche eingetragen, die man auch ohne GPS anhand von örtlichen Gegebenheiten wie Tonnen oder Wäldern gut finden kann.
Allgemein konnte man feststellen, dass der Fisch sehr tief steht. Und zwar nur am Abhang zur Fahrrinne zwischen 30 und 18m. Und dieses hauptsächlich auf der Langelandseite der Fahrrinne. War man den Abhang hinauf getrieben war Schluss mit Fisch also immer wieder neu ansetzen. Bei der Strömung reiste man dabei aber einiges an Kilometern ab.
Am So befischten wir das Gebiet südlich von Spodsbjerg ab. Zwischen dem grünen Turm und dem kleinen Waldstück. Von dort bis zum gelben Turm war dann meist nicht mehr viel drin. So konnte jeder zwischen 15 und 20 Dorschen von uns mitnehmen. Leider war auch einiges an Untermaßigen dabei und viele Dorsche maßen um die 40 cm. Aber auch die schmecken ja bekanntlich ganz vorzüglich.
Mo und Di hatten wir dann unseren besten Fanplatz ( 4 ) gefunden. Auch hier immer wieder den Abhang rauf. Hier waren dann auch einige fettere Brocken bis 3 kg dabei und Dubletten gab’s noch obendrauf. Da der Strom so stark war fingen wir mit dem Angeln schon am Platz ( 3 ) an und ließen uns bis zum Tonnendreieck durchtreiben.
Ist man dort angelangt hat man etwa 10 km Rückfahrt vor sich. Mit unserem Dieselkahn über eine Stunde Rückfahrt, die man aber gut zum Filetieren nutzen konnte, weil die See ruhig war und der Dampfer sich sanft durch die Wellen drängte.
Dieser Angelplatz war gut für über 30 Dorsche pro Mann.
Gefischt haben wir an allen Tagen mit einem Doppeljigvorfach mit Twistern in rötlichen Farbtönen. Pilker 100 oder 125 gr. ohne Haken. Auch so habe ich an den schroffen Abhängen 3 Vollverluste hinnehmen müssen. Die Vorfächer waren am Abend so zerschunden, daß sie ausgetauscht werden mussten.
Mi und Do dann die Wettermäßige Wende. Osten-Wind um die 5 Bft. Meist konnten wir die frühen Morgenstunden noch zu einer Ausfahrt nutzen. Gegen Mittag war die See dann so unruhig geworden, dass an ein entspanntes angeln nicht mehr zu denken war. Die Fische bissen aber dennoch. Da wir uns nicht weit hinauswagten befischten wir die Plätze 2 und 3 in Hafennähe. Wie wir des öfteren schon festgestellt haben, scheint ein aufziehender Ostwind den Dorschen schon mal auf den Magen zu schlagen. Die Jigs wurden nur noch genommen, wenn sie naturköderlike an strammer Schnur in Grundnähe oder in Zeitlupe gezupft angeboten wurden. Zugute kam uns dabei, daß die Strömung an diesen beiden Tagen sehr moderat ausfiel. Trotz der widrigen Umstände und der verkürzten Angelzeit konnten wir zusammen an den beiden Tagen zusammen jeweils noch um die 25 Dorsche anlanden.
Fr dann der Angelgau, Ostwind um die 6 Bft., Wasser weiß, an Angeln nicht zu denken. Jedenfalls nicht vom Boot. Die Chance zum Meerforellenblinkern genutzt. Direkt an der großen Brücke bei Rudköbing eine 45er erwischt ein weiterer Versuch bei Äso brachte nichts mehr ein. Auch das Dorscheblinkern vom Strand fiel diesmal mehr als mau aus. Zwei Versuche = zweimal Schneider ohne den geringsten Zupfer.
Also Sachen packen und Boot zurückgeben. Gegen Abend ließ der Sturm dann auch nach, so daß uns an unserem Abreisetag morgens ein spiegelglatter Belt noch entgegen lachte. Das Revier war also vorbereitet für unseren Meeresangler aus Schwerin. Leider schienen die Plätze, die wie erfolgreich befischten wohl dann nicht mehr so fangträchtig zu sein. Schade Jörg, daß Du schon so früh wieder abreisen mußtes. Gib doch noch mal Bescheid, ob der Rest Deiner Truppe dann noch was geworden ist. Ich bin jedenfalls frohen Mutes für den Rest des Jahres. Die Anzahl der Dorsche lässt doch auf ein Gutes Jahr hoffen.
In der letzten Maiwoche bin ich wieder oben und werde dann berichten wie sich die Angelei entwickelt hat
Hier nun noch die beiden Karten :
Fanggebiet nördlich Spodsbjerg ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])
Fanggebiete südlich Spodsbjerg ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])
Petri Dorsch
mico