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Riesenblinker
29.04.2005, 06:08
Hallo Leute

Nur zweimal blinkerten wir in diesem Jahr vor dem Thysseneinlauf ( Eisenbahn-
hafen ). Ergebnis: 2 Welsbisse ! Der zweite äusserte sich durch einen kurzen
aber äusserst rabiaten 4-Sekunden-Drill ( letzten Sonntag ). Der erste war
Ende Januar d.J.: Nach ca. 5-minütigem Drill an geeignetem, schweren Spinn-
gerät, verlor mein Angelkollege einen gewaltigen Fisch durch Ausschlitzen
des Drillings.
Sehr hartes Drillen ist hier erforderlich, da der Fisch sonst die Hauptströmung
erreichen könnte, und damit verlorengeht. Aufgrund der Geschehnisse bleibt
diese Stelle natürlich interessant ( auch wenn sie nicht gerade romantisch ist).
Deshalb hier die Frage:
Handelt es sich hier um 2 Einzelfälle, oder kann jemand definitiv belegen, das
hier Großwelse gefangen wurden ? - Bin sehr gespannt auf Eure Antworten!
Viele Grüße
Reinhard S. #h

dcpolo
29.04.2005, 07:52
Ich weiss nur eines: Der Rhein zwischen Duisburg und Wesel beherbergt wahre Giganten.

Letztes Jahr beim Aalfischen in der Nähe von Wesel hatte ich auf Köfi einen Biss, der mir fast die Rute samt Ständer aus dem Boden gerissen hätte. innerhalb von einigen Sekunden hatte der Fisch bestimnmt 50m Meter Schnur genommen ohne, dass ich auch nur irgendwas dagegen setzen konnte... Mein Gerät 0,35Schnur Feederute war bis aufs äußerste gespannt. Als ich den Fisch einigermaßen stoppen konnte, folgte eine zweite Flucht, die noch heftiger war... Auf einmal Ende am anderen Ende der Rute schlaffe Schnur... Eingeholt. Mein Wurmhaken war aufgebogen... Der Köfi sah aus wie vom Laster überrollt.

Mir war sofort klar, dass das ein Wels gewesen sein musste- und zwar ein ordentlich großer. Wahrscheinlich kein 2m Ding, aber gut über einen Meter muss er gehabt haben....

Ich habe mich gefragt, ob das evtl. ein anderer Fisch gewesen sein kann (Barbe, großer Aal) aber das schließe ich aus...

Danach habe ich keinen einzigen solchen Biss mehr gehabt... "Nur" Aale und Zander;)

Fazit: Der Rhein beherbergt verdammt große Welse

Und auch der Nachwuchs kommt. Habe letztes Jahr sehr viele kleine Welse gefangen, meistens auf Tauwurm. Wenn die mal groß werden, dann wird der Rhein richtig interessant... Dann ist es auch halb so wild, dass der Zander weniger wird...|uhoh:

Riesenblinker
29.04.2005, 08:39
Hallo

ich weiß auch von einigen spektakulären Fängen zwischen Duisburg und
Lobith. Leider gehen jedoch meistens die ganz Großen verloren, weil kein
schweres Gerät eingesetzt wurde, und einige Angler einfach nicht daraus
lernen wollen. #d
Ich selbst war mehrmals Augenzeuge von überaus harten Welsdrills, in
Perrich und Dornick. In Perrich verlor ich vor 6 Jahren auch einen, seither
bin ich schlauer. Unter der Emmericher Rheinbrücke fand ich vorletztes Jahr
einen schon stark verwesten Wels - hab ihn gemessen: gut 2,04 Meter.
Aber das sind noch längst nicht die größten. Berufsfischer in diesem Gebiet hatten nachweislich schon vor über 45 Jahren Welse in ihren Netzen,- was
das bedeutet ist klar!
Vornehmlich interessiert mich jedoch der Eisenbahnhafen, weil hier nicht
zuletzt wegen des Warmwassereinleiters und der gewissen Entfernung zum
Hauptstrom zumindest eine geringe Chance auf die sichere Landung eines
echten Giganten besteht.

Viele Grüße #h
Reinhard S.

Köder
29.04.2005, 09:21
Das ist doch das was ich wissen wollte! Den Duisburger Thysseneinlauf kenne ich! Gehört habe ich auch einiges über Welse gehört! Aber nur gehört. Wo genau hat man die Bisse da? Eher an der Strömungskante???Und welches Gerät soll ich mitnehmen? Hat wer lust am Sonntag dort blinkern zu gehen?
Gruß
Köder

Riesenblinker
29.04.2005, 16:07
Hallo

Die meisten Bisse sollen unmittelbar ca. 1-2 Meter vor dem Auslauf kommen.
Von vielen kleinen Welsen an dieser Stelle, weiß ich aus sicherer Quelle.

Es sind weite Würfe quer über das Hafenbecken erforderlich, wobei der
Blinker immer unmittelbar nach dem Aufklatschen auf der Wasseroberfläche
vehement gepackt wird.

Der gewaltige Biss auf den Blinker meines Angelkollegen, erfolgte ebenfalls
direkt 1 m vor dem Thyssenauslauf.

Viele Grüße
Reinhard S. #h

ruhrangler
29.04.2005, 16:11
@ riesenblinker
fehlendes schweres gerät ist in letzter zeit wohl öfter das problem, ich werde dieses jahr grundsätzlich eine köfi rute auslegen die einem wels paroli bieten kann.
offensichtlich sind unter unseren rutenspitzen enorme welsbestände gewachsen die wir nicht mitbekommen haben, in meinem vereinsgewässer ist die schonzeit und das mindestmaß auf null gesetzt worden weil wir beim nachtangeln pro mann 10 oder mehr jungwelse von 30-40 cm fangen und das auf alle köder die es so gibt.
also raus mit den brandungsruten-20 cm köfi drauf und mal gespannt sein !!!!!!!

Riesenblinker
29.04.2005, 16:36
Hallo ruhrangler

Recht hast Du! - Wir haben geschlafen, und sind statt an unserem Rhein
zum Welsangeln nach Spanien, Italien und Frankreich gefahren. - Doch damit
soll jetzt Schluß sein!! - ein für allemale.

Ich glaube wir werden in nächster Zeit noch einiges über unsere Rheinriesen
hören, und uns an die eigene Stirn fassen ! :c

Viele Grüße
Reinhard S. #h

Köder
29.04.2005, 17:19
Kennt jemand von euch die Kiesgrube in Duisburg? Direkt am Rhein gelegen. An der Europastrasse (wo viele Logistikunternehmen sind) Rechts von der Eisenbahnbrücke die über den Rhein geht. Diese "Kiesgruben" sind sehr tief und ich bin mir sicher, dass dort viele Fische Ihre Pause machen! Hat jemand von Welsfängen in dieser Gegend gehört???

Sprechen wir über die gleiche Stelle? Ist der Thysseneinlauf da, wo die Kirmes am Rhein stattfindet???

Gruß
Köder

Riesenblinker
29.04.2005, 18:51
Hallo Köder

leider kann ich Dir z.Z. keine Hafenkarte zeigen. Der Thysseneinlauf von dem
wir reden, liegt direkt im Eisenbahnhafen.
Es ist eine Art Turm ( Farbe Blau ) aus der das heisse Wasser direkt in das
Hafenbecken gepumpt wird. Vor dem Einlauf ist ein halbkreisförmiger, roter
Schlauch. Direkt hiervor mußt Du den Blinker aufklatschen lassen !!
Das gesamte Wasser im Eisenbahnhafen ist warm!
Auf der gegenüberliegenden Seite steht so eine Art "buntes Schulschiff".
Links neben dem Schiff ( ungefähr da, wo es festgemacht ist ) solltest Du
dich hinstellen, und mit schweren Blinkern direkt in hohem Bogen vor dem
Einlauf pfeffern! - Werfe immer auf die selbe Stelle.
Es ist dort etwas überlaufen, aber abends, nachts und früh morgends sieht
es ganz gut aus. ( Information gerade von einem Welsangler erhalten! )

Viele Grüße
Reinhard S. #h

petrikasus
30.04.2005, 07:47
Hallo Riesenblinker,

ist für die Stelle bereits ein Hafenschein notwendig? Wenn ja, wo bekommt man den?

Riesenblinker
30.04.2005, 10:50
Hallo

Du brauchst einen Jahres-Fischerei-Erlaubnisschein für die Duisburg-
Ruhrorter Häfen ( ein Riesengebiet ! ) Kosten: ich glaube 30 Euro,
bin aber nicht ganz sicher, könnte auch weniger sein.

Diesen Schein bekommst Du bei : Stadtsportbund Duisburg e.V.
Bertaallee 8 b
47055 Duisburg
Tel: 0203-3000 811
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Email: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar]


Viele Grüße
Reinhard S. #h

Rheinangler
30.04.2005, 13:54
@Riesenblinker

Auch ich kenne die Stelle gut. Ist aber bereits sehr überlaufen; hier wird schon seit langem fast nichts mehr gefangen.#d Sehr viel besser sind die Einläufe oberhalb des Eisenbahnhafens.

Im Eisenbahnhafen selbst ist es nicht nur "unromantisch" sondern auch gefährlich. Als Ortsfremder würde ich da auf keinen Fall alleine hingehen; sicher nicht nachts. Hier gab es schon häufig Probleme mit Schlägereien, Diebstählen usw.! Gute, ja sogar viel bessere Welsstellen gibt es auch und vor allem Flußaufwärts.

Gruss

Stefan

Martin001
01.05.2005, 22:42
Hallo Jungs,der Eisenbahnhafen ist noch immer eine Top-Stelle für diese Zeit!

Waren erst gestern dort und meine Freund konnte leider einen schönen Waller nicht verwerten.Nachts würde ich allerdings auch nicht alleine gehen da wie schon gesagt einige Leute nicht so nett sind!
Es gibt sicherlich schönere Stellen aber Fisch gibt es dort genug!

Gruß Martin

Top sind Blinker von ca.30gr in der Farbe Gold mit Schuppen Dekor.

ruhrschlampe
02.05.2005, 15:29
Servus,

das Problem, da es vor Duisburg gibt, haben wir mittlerweile in vielen Gewässern:
Unmassen von Welsen, von 21 cm - 150 cm. OK, 150 cm nicht als Unmasse, aber 2x-3 x /Jahr kommt es vor. Um ca. 100 cm werden regelmäßig gefangen.
Bei uns im Verein ist der Wels jetzt komplett freigegeben worden, da es sonst in allernächster Zukunft Probleme geben wird für andere Fischarten.
Gab zwar einige hitzige Diskussionen |krach: , aber letztendlich ist dabei was rumgekommen. :q
Ich hoffe, daß das Wels-Problem dadurch ein wenig eingedämmt wird.

Petri und #h

Zanderangler
02.05.2005, 16:45
So ein totaler Schwachsinn ! In der Ruhr sollen die Leute mal lieber froh sein das es mal wieder einen Raubfisch gibt . Nee aber stattdessen alles tothauen was rauskommt Respekt ! So wird es wohl in ein paar Jahren garnichts mehr an der Ruhr geben :r Der Waller ein Problem für andere Fische ? Für welchedenn ? Ist doch nichts mehr da in der Ruhr ... Und zu dem 2 - 3 * - 150 das glaubste ja selber nicht ! Dieses Jahr wurden schon mehr und größere gefangen .

ruhrangler
02.05.2005, 17:00
@zanderangler
recht haste, das ist totaler schwachsinn was DU da schreibst !!!!
du kannst gerne mal mitkommen und dir mal ansehen was wir so an welsen fangen, wenn du dann noch immer der meinung bist das wir froh sein sollten-bitte schön tu das.
alles tothauen was rauskommt, was denkst du eigentlich??????
unsere fischereibeauftragten haben bestimmt nicht in einem karton geschlafen und werden solche entscheidungen mit bedacht getroffen haben.
und das in der ruhr keine fische mehr sind ist mir doch glatt entgangen, hätt ich das nur früher gewusst.................................!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!

Wedaufischer
02.05.2005, 17:47
Leute mäßigt euch ein wenig. Eine sachliche Diskussion ist dem Thema sicherlich zuträglicher, als sich verbal zu atakieren.

Zum Thema, das Eisenbahnbassin ist und bleibt eine Top-Stelle wegen des Kühlwassereinlaufs. Da beißt keine Maus einen Faden ab.

Allerdings sollte man es vermeiden dort alleine hinzugehen. Tagsüber ist es sicherlich möglich, allerdings abends
Sollte man in Gesellschaft eines oder Besser zweier guter Bekannter/Freunde sein. Martin001 hat da schon vollkommen Recht.

Zanderangler
02.05.2005, 18:53
@Ruhrangler Habe ich irgentwo bestritten , dass in der Ruhr massig Wels ist ? Trotzdem kann ich es nicht verstehen , dass es an vielen Strecken der Ruhr ab diesem Jahr kein Maß mehr für Waller gibt und noch dazu gesagt wird das jeder gefangen Fisch verwertet werden muss selbst die kleinen die man oft beim Aalangeln fängt sollen verbuddelt werden . Es wurde doch alles totgehaun ! Wo sind die ganzen Zander und Hechte ? Alles wurde mitgenommen , Alles ! Ich weiß ja nicht aber vielleicht ist eure Strecke in Essen noch nicht so leer wie bei uns in Witten/Hattingen , wo schon Jahrelang keine Zander und Hechte mehr gefangen werden ! SO und nun hat man ein Raubfisch der sich massig vermehrt der Wels und es wird der nähste Fehler gemacht . Anstatt das man froh ist das sich wenigstens ein Räuber schön vermehrt wird es auch noch gestoppt .

njoy1976
02.05.2005, 18:57
Hallo!

So langsam bekomme ich auch Lust, mal mein Glück auf Wels zu versuchen. Ich fische vorzugsweise im Raum Dinslaken, da der Bereich nicht so überlaufen ist und man dort noch seine Ruhe hat.
Vielleicht könnt Ihr mir ja ein paar Tipps geben. Insbesondere würde mich interessieren, ob Ihr besser mit Köderfisch oder einem Tauwurmbündel fangt.

ruhrschlampe
02.05.2005, 22:48
@ Zanderangler:
Wenn ich mir Deine Kommentare anschaue, frage ich mich - Verzeihung bitte - , von welchem Planeten Du kommst !
Die Probleme, die Du oben, in Witten/Hatitingen hast, haben andere Kollegen, die ich kenne, und dort oben ab und zu angeln gehen, nicht...... Hm, merkwürdig.... :q
Nee, mal Spaß beiseite......
Fakt ist, daß es das Welsproblem mittlerweile in vielen Gewässern gibt.
Problem ist, daß man Ende der 70er/Anfang der 80er teilweise den Wels heimischer machen wollte, wie er es eigentlich war.
Resultat: Unkontrollierte Vermehrung über Generationen !!!!
Also, an Fisch haben wir gottseidank noch alles bei uns, was man sich vorstellen kann !!!
Hechte/Zander-Problem in machen Gewässern hat anderen Hintergrund, und liegt an vielen Faktoren, wie andere (bessere) Wasserqualität, intensivere Erschließung vieler Gewässer als Naherholungsgebiet durch gestiegenen Freizeitdruck , Wegfallen bestimmter Fische als Köder usw.

Noch eine Sache:

Anstatt das man froh ist das sich wenigstens ein Räuber schön vermehrt wird es auch noch gestoppt .
Das ist ja wohl völlig daneben. #d Vielleicht mal nen Buch lesen oder ähnliches, in dem beschrieben wird, was sich die putzigen kleinen Tierchen so wegfegen an Nahrung. Dann verstehst Du vielleicht, wovon geredet wird. Geht nur darum, ein Problem in den Griff zu bekommen, bevor das Problem einen im Griff hat. Ganz einfach.....

In diesem Sinne

Petri & #h

Riesenblinker
03.05.2005, 16:14
Hallo Leute,

ich bin wie gesagt der Ansicht, das der Zeitpunkt gekommen ist, dem Wels
nun mit geeigneten Gerät nachzustellen. Hier werden nicht die - letzten die
ersten sein, - sondern die ersten, - die ersten.
Wir sollten uns wirklich freuen, das der Welsbestand in unserem Rhein so
angestiegen ist. Mir persönlich ist es sehr recht, das der Wels unseren soge-
nannten " FLEISCHFISCHERN" zuvorkommt, um deren Schlachtfeste zu schmälern. So brauch ich nicht mehr sooft mit anzusehen, wie ganze Kolonnen,
( gewisser Abstammung) zentnerweise Brassen, Rotaugen, Barben und unter-
maßige Zander verpackt in blaue und gelbe Säcke ins Auto drücken, und
Auspuffschleifend davonfahren. :c :v . . . . . . . .
Was die sinnlosen Gesetze auch bezüglich der Mindestmaße bei Wels anbelangt ( ich meine mind. 1,0 m sind O.K.) , sollen die Verantwortlichen
gefälligst Ihre W...sgriffel zusammenkleben und das tun wofür Sie geboren
wurden............- NICHTS !
Viele Grüße

Reinhard S

Arcanion
03.05.2005, 16:17
Aha, genau diesen Thraed hatte ich eben gesucht. Fuer Euch auch nochmal den Link vom Bonner Rhein....


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Köder
03.05.2005, 16:46
Nachdem ich hier viel vom Wels gelesen habe, werde ich wohl angeln fahren! Vieleicht werde ich ja endlich einen erwischen! Noch hatte ich ja nicht das Glück!!! Das ist zum kotzen! Hier wird von Welsfängen gesprochen als könnte man jeden Tag einen fangen!
Soll ich ein Tauwurnbündel oder KöFi im Mittelwasser anbieten? Wo soll ich am Besten Hinfahren??? Es wird von so vielen Stellen gesprochen...

LG
Köder

Riesenblinker
03.05.2005, 18:16
Köder,

der Wels ist überall. Ich persönlich bevorzuge das Spinnfischen mit extrem
großen Blinkern, doch auch mit stinkendem Tintenfisch oder halben Karpfen
lassen sie sich fangen.
Von Tauwurmbündeln rate ich im Rhein eher ab, ebenso von zu kleinen
Köderfischen - wegen der Krebse.
Sehr gut sind auch ganze Aale oder Rotaugen ab 30 cm. Biete Sie leicht
schwebend über Grund an.
Perfekte Welsstellen sind da, wo es am tiefsten ist - in Gumpen, Hafenein-
fahrten, Einläufen und Flußeinmündungen.
Des Nachts kommt er ins Flache und ortet auf weite Entfernung seine Beute.
Da er fast blind ist, muß er sich auf seine Sinnesorgane verlassen, die ganz
besonders von Druckwellen ( hier extreme Großblinker ) #6 und Geruch ( z.B.Tintenfisch)
beeinflußt werden. #h

Viele Grüße

Reinhard S.

lebenlassen2
03.05.2005, 18:38
Hallo

wer behauptet hier der Wels gehört in die Ruhr???
Ihr habt überhaupt keine Ahnung.Dieser Fisch wurde von Leuten eingesetzt,die überhaupt keinen Plan von Fischereibiologie und sonstwas haben.Es gibt weder einen guten Zander/Hechtbestand und auch keinen nennenswerten Rotaugenbestand im Kemnader Stausee mehr.Alles weg!!!Entweder fängt man Brassen um die 3 kg oder nix!!!Ihr werdet euch noch wundern,was in den nächsten Jahren so kommt.
Ich habe mir Blasen geangelt,wo sind die Barsche???Wo sind die Hechte???Mein Verein hat GUT besetzt,alles fürn Arsch.
Beim Aalangeln fängt man 15cm Welse!!Voll die Plage.
Der Wels ist unbestritten ein Superfisch,aber nur da wo er hingehört.
Und dann kommt der Hammer:
Zitat:Wir habe zuviele Raubfische im See.Anheben der Fangbegrenzungen für Hecht und Zander.Ich könnte nur kotzen.Es gibt auch jahrzehntelang keine Aufstiegsmöglichkeiten für den Wels Rhein-Ruhr.
Gruß Thorsten#6

Zanderangler
03.05.2005, 22:52
@Riesenblinker Genauso sieht es aus was du da oben geschrieben hast ! MfG

Wedaufischer
04.05.2005, 08:08
Ich könnte nur kotzen. Lieber lebenlassen2, Meinungen darf jeder haben und jeder darf sie hier im Angleboard vertreten, aber bitte in angemessener Wortwahl.Ihr habt überhaupt keine Ahnung. Vielfältigkeit der Meinungen ist die Essenz des Anglerboards, die man auch respektieren sollte. Teilt man diese Meinung nicht ist es demjenigen unbelassen dagegen zu argumentieren, allerdings, wie schon oben geschrieben, aber auch in angemessener Wortwahl.

Bitte halte dich daran, sonst ist deine 2. Verwarnung ganz schnell fällig.

Thomas9904
04.05.2005, 08:28
Bei uns im Neckar haben wir auch weder Schonmass noch Schonzeit für den Waller, die beschriebenen Probleme mit vielen kleinen Wallis beim Aalangeln gibts da auch - aber wir haben (noch?) einen guten Zanderbestand, ebenfalls viele Barsche und Rapfen, Futterfisch in allen Größen ist ebenfalls reichllich vorhanden.

Das größte Problem ist hier nicht einen Wels zu fangen, sondern durch den recht hohen Bestand einen entsprechend großen zu erwischen.

Sowaohl Angler als auch Berufsfischer haben schon einiges durch falschen Besatz "verbrochen", nur wird man in sich entwickelnden (egal (je nach Ansicht) ob zum Guten oder Schlechten) Gewässern und sich ständig ändernden Bedingungen (Niederschläge, Gesamtwassermenge, Temperaturen, Sauerstoff, (Über)Düngung etc.) nie einen (wenn auch vielleicht erwünschten) Status quo halten können, sondern die Natur wird sich diesen Gegebenheiten (von Besatz über natürliche Veränderungen) anpassen und sich dementsprechend entwickeln.

Durch entsprechende Schon/Hegemassnahmen kann man solche Entwicklungen vielleicht verzögern, aber sicher nicht verhindern.

Da muss man sic als Angler halt drauf einstellen- weil einem was anderes nicht über bleibt.

Wir hatten vor ca. 20 Jahren mit dem Neckar ein hervorragendes Hechtgewässer, wo man fast mit Ansagen seine Hechte fangen konnte. Durch verschiedene Besatzmassnahmen, Kläranlagen, wasserbauliche Massnahmen hat sich der Fluss so verändert, dss Hechte heute kaum noch eine Rolle spielen. Entweder fängt man frisch besetzte "Schusser" oder Kapitale, der "Mittelbau" fehlt praktisch voll.

Ich brauche heute also nicht mehr gezielt auf Hecht zu gehen - mangels Erfolgsaussicht.

Dafür sind inzwischen halt die Chancen auf Waller, Zander und Rapfen in gleichem Masse gestiegen wie die Chancen auf Hecht abgenommen haben.

Ich kann also als Angler entweder über zurückgegangene Hechtbestände lamentieren oder eben auf die genannten anderen Arten angeln.

ruhrschlampe
04.05.2005, 13:06
Tach,

ist ja interessant, was für eine Diskussion hier jetzt losgetreten wurde.
Thema Hecht:
Bei uns hat man vor einigen Jahren, als die Zanderpopulation durch Besatz recht stark zugenommen hatte, gemerkt, daß dieser den Hecht in einigen Lebensbereichen zurückdrängte.
Jedoch ist es nicht so, daß man nichts mehr an Hechten fängt, im Gegenteil.
Vielmehr sind die Lebendräume dieser beiden Räubern jetzt einfach stärker markiert.
Damit meine ich, daß es Bereiche im Gerwässer gibt, in denen ich Hechte fange, andere Bereiche eben mehr Zander. Ist eben gegebenheitenabhängig, und irgendwo normal. Auf einer Kiesbank fängt man nun mal besser Zander wie Hechte. Das war früher so, und wird auch in einigen Jahren immernoch so sein.
Das Problem sehe ich ähnlich wie Thomas9904 , daß die ganze Sache zum großen Teil hausgemacht ist.
Bei uns kommt jedoch ein Problem dazu, das nennt sich Kormoran, davon werde ich jetzt hier aber die Finger lassen, da die ganze Sache hier dann ausufern würde. Das ist das Hauptproblem mittlerweile in sehr vielen Gewässern in Deutschland, egal wo man hinschaut.
Und das als Küstenbewohner, als der er nun mal gilt.
Auch da wieder ein schönes Beispiel von falschverstandenem Naturschutz.
Naja......
Zurück zum Thema:
Welse fangen: Kein Problem
Große Welse fangen: Muß man sich mit den Lebensgewohnheiten des Fisches besser auseinandersetzen, dann klappt es auch :q
Also sollte man das Beste aus der Situation machen, und sich darauf einstellen.

Nochwas zum Ton, den hier einige "Experten" anschlagen:
Um auf das Niveau zu kommen, auf dem sich einige verbal bewegen, müßte man erstmal eine Ausbildung zum Steiger machen.
Mehr sage ich dazu nicht mehr.

In diesem Sinne

Petri & #h

Lengjäger
04.05.2005, 13:11
@Ruhrangler Habe ich irgentwo bestritten , dass in der Ruhr massig Wels ist ? Trotzdem kann ich es nicht verstehen , dass es an vielen Strecken der Ruhr ab diesem Jahr kein Maß mehr für Waller gibt und noch dazu gesagt wird das jeder gefangen Fisch verwertet werden muss selbst die kleinen die man oft beim Aalangeln fängt sollen verbuddelt werden .

Zunächst einmal, in der neuen Gewässerordnung des Fischereivereins Essen wurde das Mindestmaß für Wels von 75cm tatsächlich gestrichen. Das heisst aber nicht, dass es kein Mindestmaß mehr gibt, es gelten immer die 50cm, die in der Landesfischereiordnung vorgeschrieben sind, also kein Grund zur Polemik.
Zu den anderen Räubern. Zander hat in den letzten Jahren tatsächlich stark nachgelassen (subjektiv), wobei ich die Ursache hierfür in der verbesserten Wasserqualität(klarheit) sehe, trotzallem habe ich gerade letztes Jahr sehr viel Zander <30cm gefangen, im Moment sehe ich allerdings noch nicht dass die Hechte den Platz der Zander einnehmen.
Beim Aal lohnt sich eigentlich keine Diskussion.

@ Ruhrschlampe

Ich habe den Eindruck das die Kormorane in den letzten zwei Jahren, vor allem in den Wintermonaten, stark zurückgegangen sind.

Zanderangler
04.05.2005, 13:56
Hallo Lengjäger ! Ich meinte ja auch nicht den Essener Verein , ich habe gesagt Vereine an der Ruhr und da gibt es welche da gelten die 50 cm nicht mehr und jeder Wels muss getötet werden nach Vereinsgesetz !

Lengjäger
04.05.2005, 14:29
Hallo Lengjäger ! Ich meinte ja auch nicht den Essener Verein , ich habe gesagt Vereine an der Ruhr und da gibt es welche da gelten die 50 cm nicht mehr und jeder Wels muss getötet werden nach Vereinsgesetz !


Das kann nicht sein. Die Landesfischereiordnung gibt das Mindestmaß vor. Vereine können dies verschärfen, aber nicht einschränken.

Martin001
05.05.2005, 15:22
Hallo,sind heute mit 3 Leuten am Hafen gewesen und haben versucht einen Waller zu fangen jedoch leider ohne Erfolg.

War leider sehr windig und auch recht kühl,was den Fischen wohl auf den Magen geschlagen ist.Ausser ein paar raubenden Rapfen war nicht viel los.
Abgesehen von den Weißfischfängen.


Gruß Martin

rheinangler70
06.05.2005, 10:50
Hallo ihr Welsgeplagten,

eure Verhältnisse finde ich traumhaft.



Wir angeln am Rhein zwischen Duisburg und Emmerich und fangen mit gigantischem Aufwand etwa 1-5 Welse pro Saison.
Im Schnitt kommt ein Wels mit einer Durchschnittsgröße von einem Meter auf ca. 50 Sitzungen (Spinnrute).
Selbst das, was wir bei anderen Anglern sehen, ist eher deprimierend als aufbauend. Viele Angler, viele Sitzungen und dann vereinzelt hier und dort mal ein Fang.



Viel Schlimmer finde ich dass, was man an Zanderfischern in der Schonzeit sieht. Mit Köfis und kleinen Twistern wird wie wild auf die kleinen Laichzander geangelt. Die großen sind schon alle weg. Abends geht’s dann richtig leider richtig mit Köfis zur Sache.



Noch hat der Anbiss und Fang eines Welses etwas von Zufallscharakter. Selbst an unseren Stellen wie die Mühlenweide in Duisburg sieht es nicht so toll aus, da fast alles, was Flossen hat, sofort abgeschlagen wurde und wird.

Selbst Aalangler berichten nur von Welsfängen wie, vor 3 Wochen hatte ein Kumpel einen Kleinwels, oder vor zwei Jahren fing ich mal 2 Kleine an einem Abend.



Wenn ihr in der Ruhr zu viele Welse habt – kein Problem, wir könnten noch jede Menge Welsbesatz für unsere Privatanlagen und unsere Rheinstrecke gebrauchen.



Nur wo fängt man diese? In der Ruhr bei Duisburg und dann regelmäßig 5 Stück pro Abend??



Ihr könnt auch gerne Welse fangen und uns dann anrufen, wir holen diese sofort ab. Zumindest können die dann weiterleben und neue Bestände aufbauen und sterben keinen sinnlosen Tod.
Über eine PN würde ich mich freuen.

Grüße,

Rheinangler70

Dietmar B.
06.05.2005, 23:13
Hallo,

schade das hier wenig sachlich argumentiert wird. In fast allen Teilen Deutschlands wird der Wels zur Zeit als Ursache für zurückgehende Fänge verantwortlich gemacht. Dies geschieht ohne jeden fachlichen Hintergrund oder aufgrund anderer Kenntnisse. Vielmehr sind die Ursachen hierfür oft sehr vielfältig.

Zander verschwinden weil ein Fluß angeblich klarer wird. Lösen sich Zander im Sonnenlicht wie Vampire auf? Konnte ich jedenfalls noch nicht feststellen. Durch den enormen Befischungsdruck und eine hohe Entnahme werden gerade die wertvollen Exemplare für die Laichproduktion dem Wasser entnommen. Man sollte lieber mal einen kleinen Fisch mitnehmen und die großen wieder schwimmen lassen. Das Angeln und die Sucht möglichst große Fische zu töten um sie anderen zu präsentieren, wirkt sich hier besonders negativ aus. Es müßte vielmehr ein Maß für jede Art geben, über dem jeder Fisch lebend wieder zurück gesetzt werden muß. In Forellenflüssen wurde mit sogenannten Brittelmaßen erfolgreich experimentiert, und es bildeten sich wieder gesunde Alterspyramiden aus.

Einige Gewässer wurden mit der Zeit sauberer. Dies geht oft einher mit einem Absinken der Produktivität. Dem ansteigenden Befischungsdruck und der stetigen Entnahme hat das Gewässer nichts entgegenzusetzen.

In vielen Bereichen konnte eine Abwanderung der Kormorane beobachtet werden. Sie finden einfach nicht mehr genug Nahrung. Der Kormoran ist da wie der Mensch, er sägt sich selbst den Ast ab, auf dem er sitzt.

Viele Gewässer wiesen früher noch einen intakten Schilfgürtel und ausgedehnte Krautfelder auf. Dies war einmal. Das Verschwinden dieser Habitate geht einher mit dem Rückgang so mancher Fischart. Der Wels ist hierfür nicht verantwortlich, sondern Badegäste, Angler und andere Ursachen.

Die zunehmende Verbauung der Gewässer und der Landschaft führt zu einem weiteren Problem. Viele Laichplätze existieren einfach nicht mehr. Durch die Versiegelung von Flächen kommt es in den Flüssen zu starken Wasserschwankungen während Regenperioden. Dies führt oft zu großen Ausfällen beim Fischlaich oder der Fischbrut. Teilweise kommt es zu Totalausfällen über einen oder mehrere Jahrgänge. Existiert irgendwo noch ein Laichplatz, wird dieser besonders stark befischt. Ich würde beispielsweise das Eisenbahnbasin komplett für die Angelei sperren und drastische Strafen bei Verstößen empfehlen.

Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortsetzen.

Der Wels frisst nicht bevorzugt eure Lieblingsfische! Der Wels ist ein Anpassungskünstler und Nahrungsspezialist. Er nimmt die Nahrung in Anspruch, die am meisten vorhanden ist und die von ihm den geringsten Energieeinsatz fordert. Er ist Sammler oder Jäger, je nach Nahrungsangebot. In einem Brassengewässer stehen Brassen auf seinem Speiseplan, in anderen Gewässern deren Hauptfisch. In Gewässern mit gutem Krebsbestand frisst er halt Schalengetier. Für den Rhein ist er vielleicht die Chance, die zahlreichen Wollhandkraben sinnvoll zu verwerten. Viele gefangene Welse hatten Wollhandkrabben in ihren Mägen. Der Wels ist der effektivste Nahrungsverwerter unter den Fischen. So betrachtet ist jeder Zander oder Hecht unrentabler und schädlicher. Die Ursache für den Rückgang einer Fischart liegt nie beim Wels, sondern immer direkt oder indirekt beim Menschen. Es ist halt doch so einfach, die Schuld immer bei jemand anderen zu suchen, nur nicht bei sich selbst. Vereinsvorsitzende präsentieren lieber den Wels als Schädling, als von ihren Vereinsmitgliedern zu verlangen, weniger angeln zu gehen und weniger Fisch zu fangen, das wäre ja unpopulär und könnte den Vorsitz kosten. Denkt mal lieber über euch selbst nach und seit mal etwas kritischer. Schimpft nicht auf andere, sondern ändert zuerst euch selbst. Wer einen 1 m langen Wels dem Wasser entnimmt, kann diesen nie mehr mit einer größen Länge fangen.

Petri, Dietmar

ruhrschlampe
09.05.2005, 16:00
Tach,

@DietmarB.:
Hier wird nicht sachlich argumentiert ?
Hmm........

Lösen sich Zander im Sonnenlicht wie Vampire auf?

Nöööh, bei uns nicht.
Wenn wir aber mal wieder auf den Boden der Tatsachen endlich kommen, wie würdest Du es dann bezeichnen, daß es Gewässerabschnitte gibt, an denen in einer Nacht 25 kleine Welse oder mehr gefangen werden ?
Die Sucht, möglichst große Fische zu töten ?
Ich glaube, da haust Du schwer was durcheinander.
Ich mache schon seit Jahren C&R, das heißt auf deutsch fangen und wieder freilassen, wenn es dir es was sagen sollte.
Abwanderung Kormorane ?
Hmm.....
Hat wohl zum Teil damit was zu tun, das diese Vögel teilweise auf der falschen Seite einer Grenze gelandet sind, und dadurch dann "Probleme" mit Jägern bekommen haben.
Der Wels ist ein Anpassungskünstler, ohne Zweifel.
Aber auch recht unwählerisch, was die Art der Nahrung angeht.
Es geht nicht darum, daß alle Welse "ausgerottet" werden, oder solch ein Schwachsinn.
Es geht darum, eine Annäherung an das Gleichgewicht zu erreichen, nicht mehr, und nicht weniger !!!!!!!
Verbauung der Gewässer ?
Ich weiß ja nicht, in welchem Bereich Du angelst, aber bei uns hier ist ganz klar der Tend zur Renaturierung.
Das heißt, Bereiche werden wieder so normal als möglich gestaltet.
Stichwort Auenlandschaft z.B. !!
Nochwas:
Wenn ich mir Deinen Beitrag so komplett durchlese, dann komme ich eigentlich zu dem Schluß, daß der Großteil der Angler in den letzten Jahren eine Truppe an Vollidioten war......
Hmm
Finde ich hart..... weil es nun mal definitv nicht so ist, und sehr viele Angler ihre Freizeit und zum Teil ihr Geld für die Hege und Pflege opfern. Und dann die ganze Sache dann zum Teil den Vorsitzenden in die Schuhe zu schieben, die irgendeinen Schuldigen präsentieren müssen für eine Misere, finde ich persönlich ........ nicht schön ( ganz höflich ausgedrückt).
Mach Dich mal schlau, was alles in die Wege geleitet werden muß, für Änderungen bzgl. Mindestmaß, Schonzeit usw.
Das ist idR absolut kein Schnellschuss, da die Vorschriften dafür dementsprechend eng gestrickt sind.
Frag doch einfach mal bei den Fischereigenossenschaften, Fischereibehörden etc. nach. Da gehen Dir ganze Kronleuchter auf.

In diesem Sinne

Petri & #h

ruhrangler
09.05.2005, 16:44
och menno, nun habt euch doch wieder lieb, begonnen hat der tread doch mal ganz anders!!!!!
es ist nunmal so das jedes gewässer anders ist und ne andere problematik aufweist,
bei uns ist es so und bei euch halt anders, die forellen stehen halt nur auf der einen seite vom wehr-soll ich jetzt diskutieren wie ich sie auf die andere seite bekomme (komm wir reißen das wehr ab) !!??
Also ich find den umstand das sich mehr welse als erwartet in unseren gewässern (wo auch immer) befinden erstmal ganz spannend weil ich ENDLICH MAL NEN FETTEN DRILLEN WILL!!!!!!!
wenn,wann,wo und warum es zuviel zu wenig zu große zu kleine fische gibt , sollte man/n doch lokal den verantwortlichen überlassen und ihnen auch genügend kompetenz unterstellen um maßnahmen zu ergreifen.
ich bin auf jeden fall in der freudigen erwartung das mal bald einer meinen riesenköfi nimmt und mir die rolle leerzieht !!!!!!

LG von einem der die stippe jetzt zu hause lässt !!!!!!!!

Dietmar B.
10.05.2005, 11:41
@ Ruhrschlampe

Hi,

es gibt auch Stellen, an denen kann man zu manchen Zeiten Dutzende von kleinen Karpfen und Zandern oder hunderte kleiner Barsche an einem Tag fangen. Was sagt das aus? Nichts! Wenn man eine Kinderstube erwischt, kommt es halt zu vermehrten Fängen einer Fischart in Kindergröße. Der Angstaufschrei liegt doch wieder nur darin begründet, ein neuer Konkurrent könnte auftauchen.

Das Zurücksetzen maßiger Fische ist in Deutschland per Gesetz verboten. Die meisten Angler verhalten sich nach dem Gesetz. Aber nicht weil sie gesetzestreu sind, sondern weil sie den Kick beim Töten brauchen, mit ihrer Beute möglichst viele Leute beeindrucken möchten oder einen Gegenwert für ihre Ausgaben haben möchten. Ich selbst esse gerne Fisch und nehme auch mal einen Fisch für die Küche mit. Ich habe aber keinerlei Problem damit, Fische wieder schwimmen zu lassen, selbst wenn ich weiss, das ich damit der Spitzenreiter irgendeiner Fischhitparade wäre. Ich bin kein Freund von generellem Catch&Release. Die Leute die dies betreiben, sind aber im Verhältnis gesehen nur eine kleine Zahl.

Von einem europaweiten Kormoranmanagement sind wir leider noch weit entfernt.

Man kann sich einem Gleichgewicht nicht annähern. Dies wäre ein Eingriff in das Gleichgewicht. Ein Gleichgewicht stellt sich immer selber ein aufgrund der vorherschenden Bedingungen und Umstände. Du möchtest ein Gleichgewicht nach deinen Vorstellungen.

Es gibt einzelne Renaturierungsprogramme, z.B. an der oberen Lippe. Diese Programme sind aber oft sehr lokal und beheben nicht das Problem der Versiegelung der Flächen und der Landwirtschaft. In der Lippe wurden beispielsweise Kiesbetten für Wanderfischarten angelegt. Diese wurden innerhalb kürzester Zeit zugeschlammt. Die Ufer wurden renaturiert. Schön! Leider müßte man aber auch sämtliche Drainagen und in die Lippe mündenden Abzugsgräben ebenfalls verschließen, um den Eintrag von Schlamm von den Feldern zu unterbinden. Hierzu müßte aber die Landwirtschaft beidseitig eingestellt werden. Oft haben solche Renaturierungsmaßnahmen eher einen kosmetischen Charakter und helfen höchstens der Vogelwelt und nur wenig dem Fischbestand.

Leider schaut das Gros der Angler nicht weiter als die Rutenspitze reicht und ist auch nicht bereit Einschränkungen zu akzeptieren. Die meisten Angler denken nur an ihren eigenen Vorteil. Solange sie glauben, das sie einen Vorteil gegenüber anderen Anglern haben, sind sie noch zufrieden und ruhig. Sobald aber jemand auftaucht, der das System für sich noch besser ausnutzt, gibt es einen Aufschrei wie in Bezug auf unsere osteuropäischen Mitangler. Das ist leider so. Natürlich gibt es auch einzelne Angler und kleine Vereine und Gruppen die anders sind. Diese treten jedoch nur selten in Erscheinung und können aufgrund ihrer geringen Anzahl oft nur wenig oder in eng begrenztem Raum etwas bewirken. Ich weiss wovon ich rede. Ich kenne zig Vereine in ganz Deutschland und die Tendenz ist oft sehr ähnlich. Viele Vorsitzende interessiert ihr Posten und nicht das Gewässer. Beschweren sich die Mitglieder über sinkende Fangzahlen, wird schnell der Fischtransporter bestellt. Es werden für kurze Zeit wieder Fische gefangen und die Volksseele ist beruhigt. Die meisten eingesetzten Fische werden innerhalb kürzester Zeit wieder herausgefangen und erleben nicht das nächste Jahr. So manches Vereinsgewässer hat so eher den Charakter eines Put&Take Gewässers. Unpopuläre Maßnahmen bei den Mitgliedern werden strikt ausgeschlossen, obwohl sie so manche Situation für das Gewässer und den Fischbestand verbessern könnten. Es ist wie in der Politik, nur der, der mehr verspricht, wird wieder gewählt, der der weniger anbietet, wird verbannt. Niemand möchte etwas von eigenen Fehlern oder Einschränkungen hören oder wissen.

Es gibt sehr vielfältige Interessen in der Anglerschaft. Die Meinungen, Wünsche und Interessen gehen oft weit auseinander. Leider ziehen die Fische dabei meistens den Kürzeren.

Petri, Dietmar

ruhrschlampe
10.05.2005, 13:11
Tach,

Hmm, ich bin teilweise sprachlos.................................
1. Ich rede nicht davon, daß zeitlich bedingt irgendwelche Fische in Massen gefangen werden, das es sich um die Kinderstube dieser handelt.
Ich rede von einem Gewässerabschnitt von ca. 15 km Länge.
Wenn das ne Fischschule ist, na dann Gute Nacht.......
2. Konkurrezangst bzgl. Wels ?
Nee, weniger, ist eigentlich nicht mein " Zielfisch", sondern nur Beifang !!
3.
Leider schaut das Gros der Angler nicht weiter als die Rutenspitze reicht und ist auch nicht bereit Einschränkungen zu akzeptieren. Die meisten Angler denken nur an ihren eigenen Vorteil. Solange sie glauben, das sie einen Vorteil gegenüber anderen Anglern haben, sind sie noch zufrieden und ruhig. Sobald aber jemand auftaucht, der das System für sich noch besser ausnutzt, gibt es einen Aufschrei wie in Bezug auf unsere osteuropäischen Mitangler.
Heftiger Tobak.....
Ich gehe mal davon aus, daß die meisten Angler weiter denken als die Rutenspitze reicht, sind meiner Erfahrung nach mittlerweile umgekehrte Verhältnisse im Bezug der Denkweise gegenüber der Situatiuon vor 10-20 Jahren. Hängt wohl auch damit zusammen, daß wir Petrijünger mittlerweile umdenken und mitdenken mußten bzgl. müssen.
Thema: Osteuropäische Mitangler
Kann doch wohl nicht Deine Ernst sein. Lauf doch mal an bestimmten Ecken des Rheins, an denen die Kollegen verstärkt sitzen, und schau Dir an, was die Leute machen. Hmmm... Schonmal was von Bräsenreissen und ähnlichem mitbekommen, vorzugsweise an Gewässerabschnitten, wie zum Beispiel Bacheinläufen in größere Gewässer, an denen sich zum Teil die Bräsen stapeln ? Da bekommste das GROßE :v. Das hat nichts mit besserem Ausnutzen zu tun, sondern Fischwilderei in besonderer Form |gr: .
4.
Natürlich gibt es auch einzelne Angler und kleine Vereine und Gruppen die anders sind. Diese treten jedoch nur selten in Erscheinung und können aufgrund ihrer geringen Anzahl oft nur wenig oder in eng begrenztem Raum etwas bewirken. Ich weiss wovon ich rede.
Wirklich ? Ich will Dir ja nicht zunahe treten, Vereine kenne ich auch wie Sand am Meer, aber mittlerweile ist ein waidmännischeres Verhalten sowohl bei Vereinen, als auch bei nichtorganisierten Anglern zu beobachten.
Oder sehe ich die Welt durch eine rosarote Brille ? :q
Was ich persönlich zwischen Deinen Zeilen lese, ist eine Verbitterung oder Wut auf Angler. So interpretiere ich mitllerweile Deine geschriebenen Zeilen.
Warum das so ist, ist Deine Sache, aber warum dann hingehen, und die meisten Angler als Leute präsentieren,
, sondern weil sie den Kick beim Töten brauchen, mit ihrer Beute möglichst viele Leute beeindrucken möchten oder einen Gegenwert für ihre Ausgaben haben möchten.
Das ist ganz vorsichtig formuliert, ein Schlag in das Gesicht der meisten Angler ( Ich hätte auch schreiben können, ein Tritt in die Eier, das wäre vielleicht ehrlicher, und würde den Nagel besser auf den Kopf treffen).
Nenenenene, also wirklich........
.....oder sehe ich hier was falsch, oder verstehe was falsch ? #c

In diesem Sinne

Petri & #h

Dietmar B.
11.05.2005, 10:38
Tja,

wenn doch alles so wäre, wie Du es schilderst, dann hätten wir doch fast eine heile Welt bzw. ständen kurz vor der Lösung der meisten Probleme.

Ich fische im Moment hauptsächlich am Rhein und in den Duisburger Häfen. Darüber hinaus bin ich Mitglied in verschiedenen Vereinen mit 100 bis 1500 Mitgliedern. Das reicht vom Großstadtverein bis zum Verein auf dem Dorf mit Bach.

Du kannst kleine Barsche ebenfalls auf einer großen Länge der Ruhr fangen. Leider ist die Ruhr von einem Spitzenbarschrevier weit entfernt.

Die meisten Angler sind Individualisten, sowohl im positiven wie im negativen Sinne. Gemeinsam an einem Strang ziehen, gibt's kaum.

Alle schimpfen auf die Osteuropäer. Kaum jemand unternimmt etwas. In jedem Anglerladen, bei jeder Vereinsversammlung und bei jeder Gelegenheit beschweren sich Angler über die Zustände. Von diesen Maulhelden hat aber noch nie jemand die Polizei angerufen oder etwas anderes unternommen. Hey, das sollen andere tun. Ein Kollege von mir wird bei der Wasserschutzpolizei fast schon geduzt. Er versucht wenigstens etwas zu ändern und nimmt auch die Unbequemlichkeiten dafür in Kauf. Die Deutschen sind noch in Deutschland in der Überzahl. Wenn alle sich für die Einhaltung aller Gesetze und Regelungen einsetzen würden und an den entsprechenden Stellen Druck erzeugen würden, dann würde sich auch etwas ändern. In Holland haben die Angler Erfolg gehabt. Seit letztem Jahr führt die Polizei dort ständige zahlreiche Kontrollen zu Wasser und zu Lande durch. Seitdem hat sich dort schon einiges verbessert.

Es gibt Stellen am Rhein, an denen das Reissen sehr beliebt ist und zu bestimmten Zeiten fette Beute verspricht. An diesen Stellen findet man heute fast nur Osteuropäer. Früher saßen an diesen Stellen Deutsche und verhielten sich manchmal nicht anders. Die Brassen landeten dabei nicht im Kochtopf, sondern als billiges Tierfutter in der Tüte. An einigen Stellen rotten sich zur Zeit kleine Zander zusammen. Dort kannst Du Deutsche und Osteuropäer in trauter Zweisamkeit beim Zanderfangen beobachten. Sobald es dunkel wird, landen die gehakten Zander jedoch nicht wieder im Wasser. Früher war alles besser, da waren die Deutschen bei dieser Tätigkeit noch unter sich. Letztes Jahr traf ich in fast allen Buhnenfeldern deutsche Grüppchen (2-5 Mann) die eifrig Zander in der Schonzeit fingen und alles einsackten, auch Untermaßige. Auf meine Anfrage hin wurde mir erklärt, man müsse dies ja tun, da man ja sonst wegen der Polen und Russen ja garnichts mehr fangen würde. In drei Wochen wäre es ja sowieso erlaubt. Die Wasserschutzpolizei hatte für meinen Anruf bzw. Ansinnen leider keine Zeit. Mit vier Mann konnte ich mich nicht gleichzeitig anlegen. Wie wäre es wohl gewesen, wenn hunderte dort angerufen hätten? Es gibt ein paar Stellen an denen man zur Zeit Welse reissen kann. Das ganze spielt sich nachts ab und man trifft nur deutsche Angler bewaffnet mit Dreihundertgrammpilkern und großen Drillingen. Alles bekannt und schon fast ein alter Hut. Wo sind denn all die Angler die sich dagegen wehren und z.B. bei der Polizei oder beim Fischereibeauftragten des Kreises Alarm schlagen? Es reicht nicht, nur in eigenen Kreisen bei den Kollegen etwas dagegen zu sagen, in der Hoffnung das jemand anderes dann etwas unternimmt. Das funktioniert nicht. Wenn alle Angler sich einig wären und gemeinsam Druck auf die Ordnungsbehörden und Verbände ausüben würden, dann müssten diese auch etwas unternehmen. Woher kommen denn z.B. die Razien nach Händlern ohne Gewerbeschein auf Flohmärkten? Das ist ein Erfolg der ansässigen Handelskammern und Gewerbevereine. Die Ordnungsämter tun dies nicht gerade freiwillig. Teilweise kam es erst nach Klagen wegen Unterlassung dazu.

In Deutschland unternehmen ja nicht mal die Verbände etwas gegen das Treiben am Wasser. Man schmückt sich lieber mit Renaturierungen und Lachsprogramm 2010. Etwas anderes würde ja das Bild negativ verzerren. Nebenerwerbsfischer fischen gezielt auf geschützte Arten (Lachse, Meerforellen, abwandernder Laichaal) bzw. in Gewässerbereichen, die sie eigentlich nicht befischen dürfen, dies teilweise mit Methoden die nicht erlaubt sind. Tut jemand etwas dagegen? Bei einem Termin beim Landesfischereiverband erhielt ich nur beschwichtigende Worte. Die Nebenerwerbsfischerei wurde sogar begrüßt. Man würde sich bei mir melden. Gehört habe ich danach nichts mehr.

Die Rheinfischereigenossenschaft bzw. der Stadtsportbund der Stadt Duisburg hat keinerlei Interesse etwas an der Situation zu verändern. Solange man genug Karten verkauft, ist die Welt in Ordnung.

Ich bin bedient, Dietmar

Riesenblinker
18.05.2005, 09:33
Klasse Beitrag, Dietmar ! #h

es gibt hier auch glaube ich, nichts mehr hinzuzufügen.
- auch ich werde jetzt mit sofortiger Wirkung jedes der oben aufgeführten
Vergehen zur Anzeige bringen !! - Sollte dies nicht fruchten, gehe ich auch an
höhere Stellen, und werde nicht zögern, hier den Namen des Beamten zu nennen, der keine Zeit für sowas hat !!

Nur noch soviel, bin sehr oft am Wasser - auch nachts ! ( immer mit Handy ).
#x #x

Viele Grüße
Reinhard S.

Rheinangler
18.05.2005, 20:23
@ Dietmar, @ Ruhrschlampe

hinsichtlich der Pauschalkritik an die Angelgemeinschaft bin der gleichen Meinung wie Ruhrschlampe, übertrieben und nicht gerechtfertigt.

hinsichtlich der Angelgewohnheiten einiger Einzelner stimme ich Dietmar aber zu; völlig maßlos und nicht zu verteidigen.

Hier hilft nur Selbstcourage und sofortiges Anzeigen solcher Vergehen !!! Laufender Tropfen höhlt den (Wa po-) stein und dürfte auch zum Eingriff führen.

Wenn Du hier geeignete Rufnummern im Bereich NRW / Niederrhein / Holland hast, bitte in den Thread rein. Ich werde mir diese auch gerne ins Handy speichern und bei den reichlich vorhandenen Gelegenheiten sofort reagieren.

Gruß an alle

Stefan

ruhrangler
19.05.2005, 15:56
@rheinangler
also in nrw kümnmert sich die polizei um solche sachen, problem ist meist die genaue ortsbeschreibung,also ich ruf da ganz einfach die 110 und dann fluppt das!!!
die schlampe und ich sehen das genauso, wir werden konsequent bei nicht waidgerechtem verhalten zum hörer greifen !!!!!!!!!!!!!

LG von dem der die stippe ab jetzt zu hause lässt

Riesenblinker
19.05.2005, 19:11
Hallo Rheinangler! #h

Wasserschutzpolizei Holland : Tel: 0031-16835-9777 ( Patroullieboot) !

- das wirkt ! :c

Viele Grüße

Reinhard S.



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