msdstefan
16.08.2004, 20:26
Hallo Leute, hier nun also mein Bericht vom Bung Sam Lan See in Bangkok. In meinem Sommerurlaub war ich 2x mit Fishing Adventures Thailand am See angeln und habe da Sachen erlebt, die glaubt keiner!
Es ging am Morgen des 1. 8. am Somerset Hotel in Bangkok los. Francois und seine Frau holten uns um 7:30 Uhr ab. Unterwegs wurden mehrere Kois (je bunter desto besser) als Lebendfutter besorgt. Mit dem Minibus ging es dann 45min an den nordöstlichen Stadtrand von Bangkok.
Der See sieht aus wie viele in Thailand. Er ist mehr oder weniger quadratisch mit 4 ha Fläche. An einer Seite schließt sich ein kleineres Quadrat an, dass durch einen Steg vom Rest des Sees getrennt ist. Mitten durch den See führt ebenfalls ein Steg, auf dem auch schon jede Menge Thais angelten als wir eintrafen. Überall wurde gedrillt und gefangen. Schon der Weg zum Angelplatz war der Hammer. Überall im See sprangen Fische zwischen 10 und 400Pfund!!!
Direkt vor uns wurde ein Mekong Wels von 30 Pfund gefangen, was unsere Guides überhaupt nicht aus der Ruhe brachte. Das sei nur ein kleiner Fisch und nicht der Rede wert!!
Wir angelten von einem Pfahlhaus, das 10m weit in den See hereinragte. Zwei Seiten des Sees sind mit diesen Hütten gespickt, was zum Teil zu Problemen beim Drillen führt. Aber dazu später mehr.
Die Hütten sind mit Strom und Wasseranschluss ausgestattet und lassen einen den gesamten See überblicken. Schon beim Aufbau sahen wir einen Arapaima von über 2m Länge an der Oberfläche wenden, nur 20m vor unserer Hütte. Was für ein Fisch!!! Der größte in diesem See bisher gefangene wog 185kg!!! In dieser Größe sollen ca. 30 vorhanden sein, die der nächsten Generation haben über 50kg. Am häufigsten sind aber Mekong und Gestreifte Welse. Es scheint, als seinen so viele im See, dass sie sich gegenseitig aus dem See schubsen. Permanent fliegen mitten im See Ungetüme von 20 oder 30kg Gewicht aus dem Wasser.
Wenn man mit Francois angelt, muss man sich um nichts kümmern. Die Guides sorgen für das Gerät und das Futter und wissen genau wann wo geangelt werden muss. Wir fischten mit Ruten von 3m Länge und ca. 300g Wurfgewicht. Als Rollen wurden 6500er Shimano Baitrunner mit 50er Schnur verwendet. Vor dem Angeln wurde pro Hütte ein Maurerkübel (!!!) voll Toastbrotkrusten mit Kokosmilch, Fischmehl und Wasser angerührt. Das scheint eine Wissenschaft für sich zu sein, da nicht alle Hütten gleich gut fingen. Gegen Nachmittag musste nochmal nachgemixt werden. Die Brotkrumen werden zu einem faustgroßen Ball um eine Futterspirale geknetet. Der Haken 3/0 ohne Wiederhaken wird mit 3 Brotkrusten beködert und mit in den Ball geknetet. Gefischt wird dann mit Pose im Mittelwasser oder ohne auf Grund. Angefüttert wird nicht. Geangelt wird ca. 50m vom Ufer entfernt, je weiter draußen, desto besser.
Die Bisse sind brutal. Die Posen gehen unter und die Schnur läuft rasend schnell von der Rolle. Nach dem Anschlag geht es dann richtig ab. Viele Fische ziehen noch mal 20-30m Schnur von der Rolle. Dann wird auf Teufel komm raus gepumpt. Aber auch die kleineren Fische von 15 Pfund legen vor der Hütte noch mal richtig los und ziehen senkrecht in die Tiefe. Vor unserer Hütte zog sich eine 10m tiefe Rinne durch den See, in die die Fische immer wieder flüchteten. Viele Fische zogen auch unter die Hütten und wickelten die Schnüre um die Holzbalken. Einen Fisch verlor ich unter dem Steg, der sich durch den See zog in 100m Entfernung, da war nichts zu halten. Wenn die Sonne heraus kommt und es richtig warm wird beißt es am besten. So wird zum Teil von 3 Anglern in nebeneinanderliegenden Hütten gleichzeitig gedrillt, was natürlich zu Chaos ohne Ende führt. Die Welse ziehen immer wieder in Richtung der Nachbarhütten und durch andere Ruten. Jeder Angler darf mit zwei Ruten fischen, wobei mehr als eine auf Wels ist gar nicht zu machen, wegen der vielen Bisse. Meine 2. Rute wurde am Steg mitten im See mit lebendem Köderfisch und 45er geflochtener Schnur verankert. Gegen Mittag hatte ich dann den ersten und einzigen Arapaima Biss. Der Fisch gehörte zu den kleineren im See und war so um die 50kg schwer. Leider kam er nach kurzem Drill ab. Später biss dann noch ein sehr seltner Alligator Gar von 20 Pfund den ich landen konnte.
Insgesamt wurden vorher erst 3 Fische dieser Art im See gefangen, die alle kleiner waren. Welse fing ich am ersten Tag 15 und verlor noch mal 6. Der größte wog 45 Pfund, die meisten wogen zwischen 20 und 40 Pfund. Eine Chinesin in der nächsten Hütte fing den größten Fisch des Tages von 55 Pfund.
Nach so viel Spaß am 1.8. beschloss ich am 12.8. noch einmal loszulegen. An diesem Tag fing ich nur Welse zwischen 14 und 40 Pfund. Insgesamt waren es bis 18 Uhr 32 Fische von zusammen über 800 Pfund. Dazu gingen noch ca. 10 Fische im Drill verloren. Für mich steht fest, dass ich beim nächsten Mal wieder dort angeln werde. Sogar meine Freundin hat so Spaß am Angeln gefunden und 3 Welse gelandet.
Für alle Interessierten: Das Klima ist tropisch feucht heiß. Es ist nur selten unter 30°C. Die kühlste Zeit ist auch gleichzeitig die teuerste Reisezeit, so um Weihnachten. Am besten ist das Angeln aber um Ostern, wenn es mit über 35°C am heißesten ist. Da lohnt es sich dann nicht mal mehr die Rute abzuleben, so schnell beißen die Fische. Das Angeln kostet bei Francois 6000Baht (ca. 120Euro) am Tag. Dafür muss man sich um nichts kümmern: Gerät, Köder, Getränke und Köder sind inklusive ebenso wie Hüttenmiete und Angelgebühr. Sparen kann man bei Hotels, die schon so um 10Euro/Nacht zu haben sind. Wer Adressen und Tipps braucht kann sich ruhig bei mir melden.
Habs gerade noch geschafft 4 Bilder anzuhängen. Das erste ist der Alligator Gar. Sieht doch wirklich urzeitlich aus mit riesigen Zähnen. Der zweite Fisch ist ein Mekong von 40 Pfund. Im Hintergrund sieht man etwas von dem Steg an dem auf Arapaima geangelt wird. Der 3. Fisch ist ein weiterer Mekong von 45 Pfund. Das letzte Bild ist der 55pfünder,von ner knackigen Chinesin aus Singapur gelandet.
Es ging am Morgen des 1. 8. am Somerset Hotel in Bangkok los. Francois und seine Frau holten uns um 7:30 Uhr ab. Unterwegs wurden mehrere Kois (je bunter desto besser) als Lebendfutter besorgt. Mit dem Minibus ging es dann 45min an den nordöstlichen Stadtrand von Bangkok.
Der See sieht aus wie viele in Thailand. Er ist mehr oder weniger quadratisch mit 4 ha Fläche. An einer Seite schließt sich ein kleineres Quadrat an, dass durch einen Steg vom Rest des Sees getrennt ist. Mitten durch den See führt ebenfalls ein Steg, auf dem auch schon jede Menge Thais angelten als wir eintrafen. Überall wurde gedrillt und gefangen. Schon der Weg zum Angelplatz war der Hammer. Überall im See sprangen Fische zwischen 10 und 400Pfund!!!
Direkt vor uns wurde ein Mekong Wels von 30 Pfund gefangen, was unsere Guides überhaupt nicht aus der Ruhe brachte. Das sei nur ein kleiner Fisch und nicht der Rede wert!!
Wir angelten von einem Pfahlhaus, das 10m weit in den See hereinragte. Zwei Seiten des Sees sind mit diesen Hütten gespickt, was zum Teil zu Problemen beim Drillen führt. Aber dazu später mehr.
Die Hütten sind mit Strom und Wasseranschluss ausgestattet und lassen einen den gesamten See überblicken. Schon beim Aufbau sahen wir einen Arapaima von über 2m Länge an der Oberfläche wenden, nur 20m vor unserer Hütte. Was für ein Fisch!!! Der größte in diesem See bisher gefangene wog 185kg!!! In dieser Größe sollen ca. 30 vorhanden sein, die der nächsten Generation haben über 50kg. Am häufigsten sind aber Mekong und Gestreifte Welse. Es scheint, als seinen so viele im See, dass sie sich gegenseitig aus dem See schubsen. Permanent fliegen mitten im See Ungetüme von 20 oder 30kg Gewicht aus dem Wasser.
Wenn man mit Francois angelt, muss man sich um nichts kümmern. Die Guides sorgen für das Gerät und das Futter und wissen genau wann wo geangelt werden muss. Wir fischten mit Ruten von 3m Länge und ca. 300g Wurfgewicht. Als Rollen wurden 6500er Shimano Baitrunner mit 50er Schnur verwendet. Vor dem Angeln wurde pro Hütte ein Maurerkübel (!!!) voll Toastbrotkrusten mit Kokosmilch, Fischmehl und Wasser angerührt. Das scheint eine Wissenschaft für sich zu sein, da nicht alle Hütten gleich gut fingen. Gegen Nachmittag musste nochmal nachgemixt werden. Die Brotkrumen werden zu einem faustgroßen Ball um eine Futterspirale geknetet. Der Haken 3/0 ohne Wiederhaken wird mit 3 Brotkrusten beködert und mit in den Ball geknetet. Gefischt wird dann mit Pose im Mittelwasser oder ohne auf Grund. Angefüttert wird nicht. Geangelt wird ca. 50m vom Ufer entfernt, je weiter draußen, desto besser.
Die Bisse sind brutal. Die Posen gehen unter und die Schnur läuft rasend schnell von der Rolle. Nach dem Anschlag geht es dann richtig ab. Viele Fische ziehen noch mal 20-30m Schnur von der Rolle. Dann wird auf Teufel komm raus gepumpt. Aber auch die kleineren Fische von 15 Pfund legen vor der Hütte noch mal richtig los und ziehen senkrecht in die Tiefe. Vor unserer Hütte zog sich eine 10m tiefe Rinne durch den See, in die die Fische immer wieder flüchteten. Viele Fische zogen auch unter die Hütten und wickelten die Schnüre um die Holzbalken. Einen Fisch verlor ich unter dem Steg, der sich durch den See zog in 100m Entfernung, da war nichts zu halten. Wenn die Sonne heraus kommt und es richtig warm wird beißt es am besten. So wird zum Teil von 3 Anglern in nebeneinanderliegenden Hütten gleichzeitig gedrillt, was natürlich zu Chaos ohne Ende führt. Die Welse ziehen immer wieder in Richtung der Nachbarhütten und durch andere Ruten. Jeder Angler darf mit zwei Ruten fischen, wobei mehr als eine auf Wels ist gar nicht zu machen, wegen der vielen Bisse. Meine 2. Rute wurde am Steg mitten im See mit lebendem Köderfisch und 45er geflochtener Schnur verankert. Gegen Mittag hatte ich dann den ersten und einzigen Arapaima Biss. Der Fisch gehörte zu den kleineren im See und war so um die 50kg schwer. Leider kam er nach kurzem Drill ab. Später biss dann noch ein sehr seltner Alligator Gar von 20 Pfund den ich landen konnte.
Insgesamt wurden vorher erst 3 Fische dieser Art im See gefangen, die alle kleiner waren. Welse fing ich am ersten Tag 15 und verlor noch mal 6. Der größte wog 45 Pfund, die meisten wogen zwischen 20 und 40 Pfund. Eine Chinesin in der nächsten Hütte fing den größten Fisch des Tages von 55 Pfund.
Nach so viel Spaß am 1.8. beschloss ich am 12.8. noch einmal loszulegen. An diesem Tag fing ich nur Welse zwischen 14 und 40 Pfund. Insgesamt waren es bis 18 Uhr 32 Fische von zusammen über 800 Pfund. Dazu gingen noch ca. 10 Fische im Drill verloren. Für mich steht fest, dass ich beim nächsten Mal wieder dort angeln werde. Sogar meine Freundin hat so Spaß am Angeln gefunden und 3 Welse gelandet.
Für alle Interessierten: Das Klima ist tropisch feucht heiß. Es ist nur selten unter 30°C. Die kühlste Zeit ist auch gleichzeitig die teuerste Reisezeit, so um Weihnachten. Am besten ist das Angeln aber um Ostern, wenn es mit über 35°C am heißesten ist. Da lohnt es sich dann nicht mal mehr die Rute abzuleben, so schnell beißen die Fische. Das Angeln kostet bei Francois 6000Baht (ca. 120Euro) am Tag. Dafür muss man sich um nichts kümmern: Gerät, Köder, Getränke und Köder sind inklusive ebenso wie Hüttenmiete und Angelgebühr. Sparen kann man bei Hotels, die schon so um 10Euro/Nacht zu haben sind. Wer Adressen und Tipps braucht kann sich ruhig bei mir melden.
Habs gerade noch geschafft 4 Bilder anzuhängen. Das erste ist der Alligator Gar. Sieht doch wirklich urzeitlich aus mit riesigen Zähnen. Der zweite Fisch ist ein Mekong von 40 Pfund. Im Hintergrund sieht man etwas von dem Steg an dem auf Arapaima geangelt wird. Der 3. Fisch ist ein weiterer Mekong von 45 Pfund. Das letzte Bild ist der 55pfünder,von ner knackigen Chinesin aus Singapur gelandet.