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steckie
01.07.2004, 11:01
Hallo Leute,

ich habe da mal so eine Frage, ich war letztes Wochenende Samstag und Sonntag je 4 Stunden morgens an der Ems . Meine Ausbeute waren ein 45 cm und ein 55 cm schleicher. Mein Problem ist folgendes, ich Angele ohne großes System, Sargblei 100 gr auf die Schnur davor nen Karabiner und dann nen 6er Wurmhaken mit 45-60 cm Vorfach, darauf ein Tauwurm oder ein Bündel Mistwürmer. Die Rute Stelle ich fast senkrecht zur Wasseroberfläche auf und halt die Schnur auf Spannung. Jetzt hatte ich so ne ganze Menge bisse, aber durch den Widerstand lassen die schnell wieder los. Wenn ich jetzt aber die Bremse öffne zieht der AAl ab und sofort in die Steine wo ich Ihn nicht mehr rausbekomme. Wie bekomme ich das hin mehr Bisse zu verwehrten ohne ständig die Schnur kappen zu müssen. Ich hatte insg. wohl so um die 12 Bisse aber konnte nur 2 verwerten. Mit offener Bremse hatte ich drei Bisse, da habe ich auch drei Blei verloren. Vieleicht weis ja jemand von euch Rat.
Schon mal Besten Dank im vorraus
Gruß
Steckie

steckie
01.07.2004, 11:10
Ach was ich vergessen hab, ich Angel zwischen Papenburg und Leer.

petrikasus
01.07.2004, 17:31
Hallo Steckie,

das Beißverhalten der Schleicher mißfällt mir derzeit auch sehr. Einzige Idee ist kleinerer Haken (10er) und sofortiger Anschlag. Gelingt zwar auch nicht immer, bringt aber größere Chancen.

Bis die Tage

Petrikasus

Hakengrösse 1
02.07.2004, 16:47
@steckie = Bist Du sicher, dass das Aale sind ? Gibt es bei Euch Güstern ?
Mich macht stutzig, das morgens angeln warst. Ich war nämlich mal in der Nähe von Papenburg ( ich glaube = Weener ) und da liefen die Aale nur nachts. So haben es mir die Einheimischen auch bestätigt.
Ich kann da ansonsten auch nur einen kleineren Haken empfehlen mit einem kleineren
Köder ( 1 Mistwurm reicht manchmal )

steckie
05.07.2004, 14:31
Ich Angle immer zwischen Weener und Papenburg, und es sind Aale, denn ich habe wieder 2 gefangen. Aber Brassen gibt es hier auch, habe auch 2 von denen am Haken gehabt. Die durften dann aber wieder zurück in Ihr Element. Ich denke das die Einheimisch eher die ganzen Kanäle meinten, denn an der Ems geht hier kaum einer Angeln, obwohl ich mich bisher nicht beschweren kann, ausser dass ich viele Bisse nicht verwerten kann. Was mir noch aufgefallen ist, wenn ein Brassen beist, sieht es an der Rute ganz anders aus als wenn ein Aal beist. Denn bei den Brassen hat die Spitze Vibriert, bei den Aalen hat sich die Rute gebogen. Ach ja die Aale vom Wochenende waren 67 cm und 63 cm also doch schon größer als beim letzten Mal. Habe diesmal ganzen Tauwurm per Ködernadel aufgezogen, an der Spitze des Hakens angeschnitten und siehe da haben gleich 2 größere gebissen. Habe aber auch wieder 2 Bleie verloren.
Gruß Steckie

SchwalmAngler
05.07.2004, 14:41
Das die Aale als am Köder zupfen wundert mich eigentlich nicht. So wie Du die Rute stellst und vor allen Dingen bebleist merken die Aale sofort was Sache ist. Ich würde an Deiner Stelle aus dem 100g Blei ein 8 bis 10g Blei machen und die Rute so stellen, das die Spitze zur Wasseroberfläche hin zeigt. Alternativ könntest Du auch ein Festblei mit einer Schlaufenmontage auf die Hauptschnur montiren. Ein Bündel aus Mistwürmern würde ich vermeiden, da dann das Gezupfe vorprogrammiert ist. Einfach einen Dendrobena oder Tauwurm mit der Ködernadel auf das Vorfach ziehen so das nur noch die Spitze des Hakens rausguggt. Ausserdem erscheint mir Dein Haken ein wenig gross. Ich nutze immer 8er oder 10er Aal-Haken.

petrikasus
05.07.2004, 14:47
@Schwalmangler: Schlaufe ist eine gute Idee. Das Bleigewicht wird in der Ems nicht gehen.

Petrikasus

steckie
05.07.2004, 14:50
Das Problem ist ja, wenn ich ein 8-10 gr. Blei nehme treibt es entweder zum Rand oder es schwimmt in der Strömung da die Ems ne recht starke Strömung hat. das nächste Problem wären da die Schiffe , ich müsste die Rute alle 5 Min einholen, da das Blei durch die fahrenden Schiffe durch die gegend geschleudert werden würde. Ich hatte es auch schon mit 40 gramm versucht, aber da ist mir o.g. passiert, das Blei war ständig am wandern. die Hakengr. wurde mir so empfohlen, aber ich werds mal mit nem kl. Versuchen. Das mit Rute wäre auch noch ne Mglkeit, aber wie kann ich da die Bisse sehen, hab keinen blassen Schimmer. Vieleicht hasste noch ne Tipp für mich und danke für die Antwort

steckie
05.07.2004, 14:57
Ach ja noch ne Frage wie funktioniert denn das mit der Schlaufenmontage?

SchwalmAngler
05.07.2004, 15:18
Das dort so viel Strömung ist wusste ich nicht. Dann muss da halt ein dickes Blei drauf. Bisserkennung geht entweder über die Rutenspitze (Knicklicht drauf und warten bis es wackelt) oder durch einen selbstgebauten Bissanzeiger (ein paar cm überhalb der Rolle ein abgeschnittenes Wattestäbchen mit Klebeband befestigen in das man die Schnur einhängt - die Rolle ist hierbei offen).

Hier sind ein paar Bilder der Schlaufenmontage:

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Hakengrösse 1
06.07.2004, 00:13
@Steckie = Ich finde, Du machst alles richtig. Rute muss steil stehen, denn da ist ein ziemlich grosser Strömungsdruck.

SchwalmAngler
06.07.2004, 01:02
Hm, evtl. liegts auch an der Rute (zu starr, zu weich, zu kurz, zu lang, ...). Mit was für einer Rute angelst Du denn? Wenn die Strömung so stark ist das man die Rute zwangsweise nach oben stellen muss kann das evtl. auch sehr entscheident sein.

steckie
06.07.2004, 09:52
Ich Angele mit einer Steckrute gr. 2,70 m mit 50 - 100 gr. Wurfgewicht und mit einer 3,90 m langen Steckrute mit dem selben Wurfgewicht. Die 2,70 könnte etwas zu starr sein, da es sich hierbei um eine Raubfischrute handelt, aber die 3,90 ist recht weich, soll spieziell eine Aalangel sein. Hab ich beide Geschenkt bekommen, kann daher gerade nichts genaueres sagen, ist aber bei beiden das selbe Problem.

SchwalmAngler
06.07.2004, 10:47
Die Ruten scheinen auch in Ordnung zu sein.
Da fällt mir noch etwas ein. Du schriebst das Du mit offener Rolle Bisse bekommst, sie jedoch nicht landen kannst weil sich die Viecher dann festsetzen. Imho merkt der Fisch bei offener Bremse anscheinend keinen Wiederstand und beisst. Also muss der Wiederstand verringert werden den der Fisch im Moment des Bisses spürt. Wie lang bindest Du Dein Vorfach? Evtl. muss es nur noch ein wenig länger sein. Ich variiere je nach Beissverhalten zwischen 0,5 und 1 Meter. Du müsstest bei Dir nur schauen ob dies wegen der starken Strömung machbar ist.

agrarler
06.07.2004, 16:15
Gestern am Rhein hatten wir ähnliche Probleme: super vorsichtige Bisse, und nix war zu landen. Mein Kollege, ein echter Verfechter der Wurmangelei, lachte mich aus, als ich Maden anköderte. Dazu wählte ich einen sehr sehr klein ausfallenden 6er Haken und band ein 1,5 Meter langes Vorfach, sodaß der Fisch mit dem Köder herumspielen kann, ohne gleich in den Widerstand der Spitze zu ziehen. Das ganze präsentierte ich an der Feederrute. Auch wenn die Bisse jetzt trotzdem sehr zaghaft kamen, so konnte ich drei Aale landen! Und glaubt nicht, daß man auf Maden nur Schnürsenkel fängt!!

Gerade, wenn sich die Bisse auf Würmer nicht, oder nur unzureichend, verwerten lassen, lohnt der Versuch mit 3-4 Maden auf nem kleinen Haken immer!!

Grüß vom agrarler

steckie
08.07.2004, 13:57
Hallo,

erstmal danke für die vielen netten und schnellen Antworten, werde mal die Tipps ausprobieren. Jetzt am WE gehts wieder los, morgens um 8.24 ist Hochwasser also bin ich um 5.30 Uhr am Wasser, dann kann ich gleich ausprobieren ob bei auflaufend oder bei ablaufend besser ist. Werde dann bericht erstatten wenn ich wieder da bin.

Gruß

Steckie

Hefti
15.07.2004, 14:56
Moin steckie
Ich beangel die Ems bei Lathen und kann dir mit ziemlicher Sicherheit sagen, daß das nicht alles Aale sind die da bei dir beißen.dafür gibts zu viele Fische (und Fischarten) in der Ems.Wurde zwar schon gesagt,aber mach echt mal einen 10er Haken dran und du wirst einen abwechslungsreichen Angeltag erleben.

Waldi
10.08.2004, 15:15
Moin miteinander,
habe diesen Bericht gerade beim Suchen nach "Ems" gefunden und gelesen. Ich selbst stelle den Aalen unterhalb Herbrumschleuse nach. Also auch schon im Tidegebiet. Die Bleidiskussion ist wohl abgeschlossen, wenn ich Euch sage das die Ems bei auflaufendem Wasser rückwärtz fließt. Da ist Blei der Brandungsklasse angesagt.
Ein sehr wichtiger und leider aber auch nervender Aspekt wurde hier noch gar nicht angesprochen. Ich wette mit Euch, daß 90% der von beschriebenen Bisse, auch die dann festsitzen, von Krabben verursacht werden. Alle Aale die ich in der Ems bisher gefangen habe haken sich allein und ziehen dann mit ganzer Kraft in die Rute. Ein leichtes zittern oder dergleichen ist eine Krabbe! Diese Plage ist sogar noch oberhalb Herbrum (kein Tidegebiet mehr) ein Thema. Das gesamte Tidegebiet (also unterhalb Herbrum) ist gerade im Sommer geradezu Krabbenverseucht.
Es gibt zu dieser Zet nur eine Möglichkeit den Krabben etwas aus dem Weg zu gehen.
Möglichst lange Stellruten. Bei NW schaut man sich die Gegebenheiten an wo die Stellrute hinreichen kann und wo dann in etwa der Haken hängt. Dabei wird genau unter der Rutenspitze geangelt. Dies kann man ohne Pose, oder aber mit einer dicken Pose. Ohne Pose kommt ein 30g Blei direkt vor das Vorfach und die Schnur wird einfach senkrecht abgelassen. Bei Grundberührung vom Blei geht die Rutenspannung weg und man weiß, daß nun das ganze Vorfach auf dem Grund liegt. Nun muß man austesten was geht. Eine Rollenumdrehung und die Rutenspitze zeigt an, daß das Blei nun vom Grund weg ist. So bei 30cm Grundabstand des Köders werden die Krabbenbisse weniger und den Aal stört das bei sener Suche nicht. Er riecht sich durchs Leben und nimmt den Köder und sollte sich dann selbst haken wenn er in die Rute schlägt. Wenn die Angelstelle nicht ganz so hängeträchtig ist, kann das auch mit eine kräftige Posenmontage funktionieren. Man kann dann auch noch etwas Uferbereich absuchen indem man die Pose in Strömungsrichtung rechtwinklig zu Stellrute ein paar Meter treiben läßt.
Ich beobachte in meinem Teich oft genug wie der Aal beißt und ich glaube, immer wenn es heißt, ein paar Aalbisse habe ich versaut, oder die Aale haben heute nur genuckelt, dann waren es gar keine. Ich glaube eher das der Aal kein Nuckler ist. Die altbewehrten Aalangeltechniken mit fetstehender Rute und Glöckchen oder gar eine normale Aalschnur sprechen da wohl für sich.
Gruß Waldi

Hakengrösse 1
10.08.2004, 18:56
@Waldi = W I R K L I C H I N T E R E S S A N T
Wenn ich da mal wieder in der Gegend bin; ich melde mich vorher.
Kennst Du zufällig den See bei Borsum. Irre lang und sieht so aus wie ??? wie hiess das denn noch ?? Irgendwas mit Achter..... ?
Da war ich unbeabsichtigt mal Schwarzangeln und habe an einem Tag soviel Hechte gesehen und auch gefangen wie das ganze Jahr nicht. Ein netter Fischereiaufseher hat mich dann an das richtige Gewässer geleitet ( eben dieses Achter.... ) mit dem Bemerken, ich hätte bei den Borsumer - Reichbauern im Privatseee gefischt.

Waldi
11.08.2004, 10:05
Moin Hakengrösse 1,
"Achterberge" ist ein alter, stillgelegter Emsarm welcher zum Sportfischereiverein Aschendorf-Ems gehört. Du hast schon recht, daß man als Ortsunkundiger diese Schleife auch mit anderen, auch privaten Gewässern in dieser Gegend verwechseln kann. Wenn Du aber dann in der Achterberge am richtigen Gewässer warst, mußt Du ja sicher eine Gastkarte gehabt haben. Dort ist in einer Gewässerkarte auch die Achterberge eingezeichnet. Sollte man aber mal mit einer richtigen Karte vergleichen, dann findet man wohl eher den Weg. Ich selbst habe auch eine Jahresgastkarte für die Aschendorfer Gewässer, bin aber eher an der Ems. Entweder in Höhe der Leher Pünte (eine Fahrradfähre) oder eben unterhalb Herbrum im Tidegebiet in einem parallel zur Schleuse verlaufendem Wehrarm. Die gesamte Gegend ist so ein bischen unübersichtlich unter Aschendorfer und Papenburger Verein aufgeteilt. Da ich aber beide Jahreskarten habe ist das bei mir egal. Ja und um beim Thema zu bleiben - selbst in dem stillgelegten Arm der Achterberge sind es Wollhandkrabben, die am meisten beißen.
Gruß Waldi



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