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Dingo
16.06.2004, 20:09
Hallo zusammen!

Nachdem ich zuvor ausschließlich in stehenden Gewässern angelte, habe ich mir vor kurzem eine Jahreskarte für den Rhein gekauft. Ich habe schon jede Menge sinnvolle Tipps zum Angeln im Rhein in diesem Forum finden können, eine Frage blieb aber bisher unbeantwortet.
Ich angel ausschließlich auf Grund, stelle meine Ruten hoch auf, lasse den Rollenbügel zu und die Bremse relativ weit geöffnet.
Wie soll ich nun anschlagen bzw. was soll ich bei einem Biß tun? Ich angel vor allem auf Zander und Aal. Im See hatte ich immer die Rolle offen gelassen, damit der Fisch keinen Widerstand spürt und nicht vom Köder abläßt. Wie ist das jetzt im Rhein? Soll ich die Rolle vielleicht auch öffnen nachdem die Spitze gewackelt hat, damit er Schnur ziehen kann oder soll ich nach 2-3 maligem Wackeln einfach anschlagen?

Danke im Voraus für Eure Tipps!

til
17.06.2004, 00:19
Bloss nicht! Einfach die Rutenspitze beobachten und Anschlagen, sobald der Fisch etwas kräftiger Zupft. Schnur abziehen funktioniert in der Strömung nicht.

NorbertF
17.06.2004, 08:40
Und mach die Bremse zu. Also soweit zu dass du gleich anschlagen kannst, aber natürlich nicht soweit zu dass beim Drill die Schnur reisst ;)

Gruss
Norbert

löti
17.06.2004, 08:55
und ich würde noch relativ grosse drillinge verwenden (dem köfi angepasst), damit er beim abziehen gleich hängt.

petrikasus
17.06.2004, 09:26
Moin,

ich löse das Problem mit einem recht penibel eingestellten Freilauf. Kommt halt auf die Strömung an.

Bis die Tage

Petrikasus

Thomas9904
17.06.2004, 09:35
Zum Aal kann ich nix sagen, weil ich nicht auf Aal angle.
Zum Zander: Wenn ich mit Naturköder auf Zander gehe, nehgme ich lieber Fetzen als ganze Köfis, die muss man halt häufiger wechseln, scheinen aber durch die stärkere Geruchsentwicklung (grössere Oberfläche) auch fängiger zu sein.
Ich nehme mndestens 2/0er Einzelhaken, einen frei laufend auf dem Vorfach (dünner Stahl, wenn auch Hecht vorkommt), den anderen normal am Ende.
Das ganze an einer Seitenbleimontage (frei laufender Wirbel auf der Hauptschnur, daran das Blei eingehängt) mit nicht zu leichtem Blei. Wichtig ist mir, dass das Blei schwer genug ist, dass es auch liegen bleibt, wenn der Zander am Köder rumzuipft und dabei nicht beim Biss von der Strömung angehoben wird und am Zander "vorbeitrudelt" und ihm wieder den Köder quasi aus dem Maul zieht.
Wenns das erste Mal zupft, habe ich die Rute in der Hand und die Schnur auch. Wenns dan ndas erste Mal richtig zieht, schlage ich sofort an. Bloss nicht warten, je länger der Zander Zeit zum "spielen" hat, desto eher lässt er auch wieder los. Und wenn er den realtiv kleinen FEtzenn mit der Zwei - Hakenmontage nicht gleich so fasst, dass er beim ersten Anhieb hängt, kriegt man ihn normalerweise auch durch zuwarten nicht, dann will er nicht richtig fressen und wird auch beim warten früher oder später loslassen.
Sofort anschlagen und er hat gefasst - oder den nächsten Biss abwarten, das wäre mein Tipp bzw. ist meine Methode.

anglermeister17
17.06.2004, 21:46
Ja, lange warten und abziehen lassen bringt meiner Meinung nach auch nich viel, und die Gefahr, untermaßige zu verangeln, steigt mit jeder sekunde, mit der der fisch am abziehen ist.
KOF!!!

til
17.06.2004, 23:23
Das Problem beim Abziehen lassen ist meiner meinung nach, dass vor allem die Strömung abzieht und man bloss einen Schnurbauch kriegt. Bei leichter Strömung mag das gehen, aber im Rhein ist das einfach nicht angebracht. Die Fische sind in der Strömung ja auch nicht so heikel und meistens wollen sie auch nicht weit Schwimmen nach dem Biss.

Torsk
18.06.2004, 02:41
Ich hab da andere Erfahrungen gemacht. Trotz der auch hier am Niederrhein sehr starken Strömung reagieren gerade bessere Zander auf Widerstand relativ heikel. Ich halte nix von steil aufgestellten Ruten , aufgedrehten Bremsen, Aalglöckchen usw., ich fische mit offener Spule, Swingern und Running Clips. Wichtig ist, ausreichend schweres Blei (ich benutz teilweise bis 120g) . Meine Ruten (Karpfenruten, 3,60-3,90m 2,5 lbs) stell ich immer erhöht auf, damit so wenig Schnur wie möglich im Wasser ist. Wenn`s beißt, ist es nicht selten, das der Zander sofort 10, 20m Schnur von der Rolle reißt. Fischt man kleine Köder (kleine Köfis, Fetzen) kann man sofort anschlagen, bei größeren Köderfischen ziehen die Zander m.E. mit dem Köder quer im Maul ab, bleiben stehn und drehen ihn dann im Maul, also wenn`s geht, im Rücken oder Waidloch den Haken herausschauen lassen, um sofort den ersten Run zu parieren oder halt bei Maulköderung warten, bis sich die Schnur nach einer Pause wieder strafft. Schnurbögen vermeid ich ein Stück dadurch, daß ich meinen Angelplatz so auswähle, das meine Schnur nicht quer zur Strömung ins Wasser geht. Das wär meine Grundmontage, allerdings angle ich auch sehr gern aktiv mit der Matchrute und kleinen Ködern, die ich an Drennan Loafer`s verzögert durch die Buhne treiben lasse. Zander beißen nämlich nicht nur am Grund…

Mark_NRW
18.06.2004, 08:27
Hi,
also wenn du oft am Rhein angelst wären Freilaufrollen sinnvoll.Zander stehen meist vor den Steinpackungen also eher im ruhigeren Bereich.Wann anschlagen:Ich denke das ist unterschiedlich am Rhein es gibt Tage da beißen Zander gierig und es gibt Tage da beißen sie vorsichtig.Bei Aalangeln ist es auch so ähnlich ich hab Aale auf Köfi gehabt wobei manche ganz vorsichtig waren andere aber voll gerissen haben.Ich denke mal jeder schlägt erst dann an wenn er selbst der Meinung ist das der richtige Moment gekommen ist.Wenn du öfters am Rhein angelst wirst du schnell merken welcher anhieb für welchen Fisch am sinnvollsten ist.

MfG

Killerwels
19.06.2004, 23:40
Wie sollte eigentlich so ein Fischfetzen aussehen? Ich meeine, wie sieht z.b. die Form aus und wie groß sollte so ein Fischfetzetnstück sein?

Gruß
Dirk

Dingo
20.06.2004, 12:45
Vielen Dank nochmal für Eure sehr hilfreichen Tipps!
Da ist ja Einiges zusammen gekommen. Ich denke, meine Frage ist damit absolut beantwortet und ich werde den ein oder anderen Tipp bei meinem nächsten Angeltrip direkt umsetzen.

Gruß
Dingo

noroc
20.06.2004, 13:01
Moin,

ich habe die anderen Beiträge nicht gelesen deshalb vielleicht doppelt:

Ich angele im Main, stelle die Feeder und auch Spinnrute (Grund) senkrecht und der Aal hackt sich zu 90% selbst, 10% ist der Wurm weg (oder verbissen) ....

cu

noroc



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