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Um die vollständige Version des Beitrags (mit allen Bildern und Grafiken) anzuzeigen, bitte auf den Titel klicken : Rapfen in der Mittelweser?


René F
12.05.2004, 23:23
Wo ich gerade den anderen Bericht mit Rapfen gelesen habe:

2002 konnte ich im Rahmen meiner Diplomarbeit erstmals junge Rapfen im Bereich der Mittelweser (Nienburg) nachweisen! Hängt wohl mit der Reduzierung des Salzgehaltes der Weser seit Beginn der 90er Jahre zusammen.
Mich würde mal interessieren, ob sich das auch schon bei den Rapfenfängen in der Weser bemerkbar macht.

schroe
12.05.2004, 23:35
Hallo Rene,
ja, hat sich bemerkbar gemacht. Der Rapfen galt hier, solange ich denken kann als "ausgestorben". Letztes Jahr habe ich in der Weser, (zwischen Hameln und Minden) beim Spinnfischen auf Zander einen 5 Pfünder gefangen. Ein Jungangler einen 13 Pfünder, mein Kumpel mit der Fliegenrute etliche kleinere. Man sieht sie häufig mitten in der Strömung rauben und in voller Länge herausspringen (teilweise gar nicht klein).
Bezeichnend ist, bis vor wenigen Jahren haben wir viele gute Döbel gefangen (Beifang), diese sind scheinbar im Bestand zurückgegangen. Siehst du da einen Zusammenhang?

René F
12.05.2004, 23:42
Hallo Schroe!
Von dem Döbel-Rückgang habe ich auch schon gehört. Ein Zusammenhang ist mir auch nicht ganz klar, werde mich aber mal mit einem Kollegen über mögliche Ursachen unterhalten.

Glxxssbxrg
13.05.2004, 04:22
Hallo René,
ich habe schon vor der Wende ein Fischartenkataster der Weser (NRW) geschrieben. Da habe ich auch erwähnt, dass es Rapfen an bestimmten Stellen der Weser gibt. Zu diesem Zeitpunkt sind aber viele Fischereifachleute vom Gegenteil ausgegangen. Heute kann ich nicht unterschreiben, dass sich durch die Verringerung des Salzes (bzw. der Salzgehaltsschwankungen) die Rapfenpopulation erhöht hat.
Burkhard

schroe
14.05.2004, 09:02
Sicher wird es irgendwo auch Rapfen gegeben haben.
Nur, seit etwa 25 Jahren befische ich die Weser und habe bis letztes Jahr nicht einen Rapfen gefangen, geschweige denn gesehen. Von anderen Anglern hörte man diesbezüglich auch nichts.
Heute könnte man gezielt und erfolgreich drauf angeln. Die Population hat sich deutlich verändert. Ob es mit dem Salzgehalt oder den Konzentrationschwankungen des Salzes zusammenhängt, weiß ich nicht.
Seit der Wende findet man in der Weser allerdings nur noch selten den früher massenhaft vorkommenden Bachflohkrebs. Damit erkläre ich mir zumindest das geringere Durchschnittsgewicht bei Weißfischen.
Die Barbe, vor 1990 eher selten, ist übrigens wieder stark vertreten.
Seit der Wende hat sich in der Weser Einiges, auch IMHO Signifikantes getan. Das erkennt man auch ohne Lupe oder statistischen Erhebungen.



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