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Um die vollständige Version des Beitrags (mit allen Bildern und Grafiken) anzuzeigen, bitte auf den Titel klicken : Wahlen Präsident BayLFV - Alternative


Fischer am Inn
17.03.2011, 12:04
Hallo miteinander,

am 30. April 2011 wird ein neuer Präsident des Bayerischen Landesfischereiverbandes (=VDSF-Verband) gewählt.

Wer tritt an, um die hier im Forum mehrheitlich hochgehaltenen Grundsätze als Wahlalternative zu repräsentieren. Die Zeiten des unverbindlichen Redens sind vorbei. Konkretes Handeln isr gefragt. Gibt es jemanden, der den Worten auch Taten folgen lässt?

Wahlvorschläge an den BayLFV bis zum 18.3.2011 (sorry, ich habs auch erst jetzt gelesen).
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Taten sind gefragt.

Servus
Fischer am Inn

Honeyball
17.03.2011, 12:12
Hast Du auch Informationen, wer da bisher als Kandidat im Gespräch ist?

Thomas9904
17.03.2011, 12:49
Danke für die Infos!!
Klasse!!!

Fischer am Inn
29.04.2011, 22:27
So liebe Leut,

die österliche Friedenszeit geht zu Ende. Für Morgen steht die Krönungsmesse des neuen Präsidenten des Landesfischereiverbandes Bayern auf dem Plan.

Und wie immer wird Bayern Euch nicht enttäuschen. Der Präsident wird wohl mit typischer VDSF-Mehrheit gewählt – also einstimmig. Und auch was die Person angeht werden alle hier im Board gehegten Befürchtungen erfüllt – ja für manch Einen sogar getopt werden.

Ihr könnt schon mal die Kanonenrohre putzen, extra viel Pulver einstampfen und dann die härtesten Kugeln draufsetzen.

Ihr könnt aus allen Rohren feuern – wir werden wie immer zu unserem Präsidenten stehen, ganz die VDSF.Linie halt.

Habe die Ehre
Fischer am Inn

ivo
29.04.2011, 23:18
Bayern? Was ist schon Bayern?

Ist das nicht ein Bundesland von Österreich.:q

Thomas9904
30.04.2011, 05:56
Oooch, warum immer so pessimistisch?

Warten wir doch mal in aller Ruhe ab, was, wer und wie da auf die Angler zukommt..

Vielleichts gibts ja nen vernünftigen, der dann auch gegen tierschutzwidrige Abknüppelgebote arbeitet - die Hoffnung stirbt immer zuletzt..

Fischhalter
02.05.2011, 23:41
Hallo,

Herr Manfred Braun ist zum Präsidenten des BayLVF gewählt worden. Er ist dem Forum ja bekannt (ich nehme zumindest an dass es sich um dieselbe Person handelt):
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Interessant ist diese Meldung von der Jahreshauptversammlung ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar]):

"Ein Anlass zu heftiger Diskussion auf der Versammlung war ein Antrag auf Austritt aus dem VDSF.
Am Ende einigte man sich auf die Annahme eines Dringlichkeitsantrages. Danach lässt sich die Kündigung abwenden, wenn der VDSF als Dachverband zusammen mit den Landesverbänden für eine wirksame Vertretung der gesamtdeutschen Angelfischerei auf Bundes- und EU-Ebene sorgt."

War jemand auf der Jahreshauptversammlung und kann da was drüber sagen?

Gruß

Fischhalter

Thomas9904
03.05.2011, 06:09
Na, da hätten sie dann aber wirklich den Bock zum Gärtner gemacht.....

Hanns Peter
03.05.2011, 06:44
Na, da hätten sie dann aber wirklich den Bock zum Gärtner gemacht.....
Das war auch mein erster Gedanke.

Aber sein Statement bezüglich des nachhaltigen Angelns lässt noch hoffen. Das geht mit dem geltenden Recht nicht.

Thomas9904
03.05.2011, 07:39
Naja, da er seine Brötchen als Behördenangestellter verdient, muss er natürlich zuerst mal die Interessen der Behörde und nicht die der Angler, Angelvereine oder des Anglerverbandes wahrnehmen..

Und wenn man sieht, wie da die Sichtweise ist bezüglich Abknüppelgebot, haben sich da die bayrischen Verbandsfunktionäre wohl echt den Bock zum Gärtner gemacht...

Da kann man dann nur hoffen, dass die wirklich aus dem VDSF austreten, weil ja erfahrungsgemäß die VDSF-Funktionäre in Bund wie Land eher dazu neigen, Restriktionen für Angler einzuführen anstatt das Angeln und die Angler zu stärken.

Die im VDSF - Bund wie Landesverbände - werden das dann wohl sehr schnell auf ihre Fahnen schreiben und versuchen das bundesweit einzuführen - die Bestrebungen sind ja erkennbar..

Schade, denn wie beim Setzkescher haben die in Bayern ja auch durchaus vernünftige und zumindest im Gesetz eigentlich für ganz Deutschland vorblidliche Regelungen.

Wenn das aber mit der grundsätzlichen Einstellung kollidiert, dass Angler nicht selber entscheiden können sollen, welchen Fisch sie wie verwerten und dass nur der Verzehr der Fische der einzige Grund zum Angeln sei (wie es ja die Behörde und auch Herr Braun in persona vetritt), dann wird der Schuss wohl richtig nach hinten los gehen..

Mal sehen, wie lange die bayrischen Angler dann die geltenden Gesetze noch ignorieren können und vor Ort machen, was sie wollen. Da wird dannm Herr Braun in seiner Eigenschaft als Behördenvertreter ja auch dafür sorgen müssen, dass das geltende Recht dann auch umgesetzt und die Angler entsprechend sanktioniert werden..

ivo
03.05.2011, 07:43
Eine denkbar schlechte Wahl. Meiner Meinung geht es nicht, dass eine Person eine Interessengruppe vertritt und gleichzeitig für das Land in der gleichen Branche arbeitet. Der Interessenkonflikt ist vorprogrammiert. Welche Sichtweisen werden sich denn nun durchsetzen? Die vom Verband oder die des Amtes.

Der Antrag ist Lustig. Jede noch so kleine Änderung wird man als Erfolg darstellen und damit bleibt der Verband da wo er ist. Ist meiner Meinung auch besser so. Die "Herren" mit ihren komischen Ansichten möchte ich in meinem Verband nicht sehen.

Thomas9904
03.05.2011, 07:48
Die "Herren" mit ihren komischen Ansichten möchte ich in meinem Verband nicht sehen.
Die Gefahr besteht auch nicht.
Die werden dann eben keinem Bundesverband angehören oder zusamme nmit anderen einen eigenen machen..

ivo
03.05.2011, 07:56
Jo, einen Süddeutschen Verbotsverband, ähm sorry "Naturschutzverband gegen Angeln".:)

Aber der Rest vom VDSF ist auch nicht besser, siehe einstimmigen Beschluss des Verbandsausschusses. Enttäuschend, dass selbst Landesverbände mitgemacht haben die eigentlich austreten wollten.

Fischer am Inn
23.05.2011, 13:40
Hallo miteinander,

tief im Süden der Republik fischereilich nach wie vor alles „im grünen Bereich“.


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Habe die Ehre
Fischer am Inn

Ralle 24
23.05.2011, 14:25
Politisch vielleicht.;)

Franz_16
23.05.2011, 14:53
. In seiner Freizeit schwimmt und radelt Manfred Braun gern oder wandert in den Bergen.
Der Satz gefällt mir am besten ;)

Wer ist / wird denn dann eigentlich "der neue" im Ministerium?

Professor Tinca
23.05.2011, 15:04
Da issa eigentlich prädestiniert für einen Posten in einem Wander- oder Radlerverein.|kopfkrat

War wohl nix frei . . .:m

angler1996
23.05.2011, 15:10
irgendwie muss man ja ans Wasser kommen:m
Da ist mit Wandern und Radeln ja schon mal die Basis da und Montagen rausschwimmen kann er ja auch. Was will man mehr?
Gruß A.

Thomas9904
23.05.2011, 17:39
Naja, viel Blabla und was er alles mit Naturschützern machen will...

Und dass seine Hobbies eben nicht angeln, sondern schwimmen oder radeln sind...

Warum den die Bayernangler auch noch mit der Kohle für den Verband bezahlen, erschliesst sich mir nicht....

Denn dass der irgendwas für Angler tun wil, steht da nirgends - nu gut, angeln ist ja auch nicht sein Hobby wie schwimmen und radeln...

Thomas9904
11.06.2011, 09:30
Vorabveröffentlichung/Arbeitsgrundlage Mag Juli 2011

Bayern und der VDSF

Am 30.04. war die Jahreshauptversammlung des LFV in Bayern, der noch zum VDSF gehört.

Neben der Neuwahl des Präsidenten wurde vom FV Mittelfranken durch dessen Präsident Fritz Losche-Frühwald der Antrag gestellt, aus dem VDSF auszutreten.

Gründe seien unter anderem "die gescheiterte Fusion der Dachverbände" sowie "nicht zufriedenstellende Leistungen für die Mitgliedsverbände" und "hohe Kosten für den Mitgliedsbeitrag".

Nach anscheinend heftig und auch kontrovers geführter Diskussion wurde mehrheitlich festgestellt, "dass es hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Relation bzgl. der Mitgliedschaft im VDSF ein großes Ungleichgewicht gäbe".

Ebenso sah die Mehrheit die Notwendigkeit einer ständigen Vetretung der "Angelfischerei" in Berlin und Brüssel für notwendig an.

Nach weiter kontroverser Diskussion bringt der Präsident des FV Oberbayern, Alfons Blank, einen modifizierten Antrag als Kompromiss zur Abstimmung ein.

Dieser wurde mehrheitlich angenommen.

Der Antrag:
Das Präsidium des LFV sett sich dafür ein, dass der VDSF in Absprache mit den interessierten Landesverbänden bis zum 31. Janur 2012 je ene ständige Vertretung in Berlin und in Brüssel errichtet.

Eine angemessene Mitbestimmung der Landesverbände bei der Regelung der Aufgaben und der Arbeitsweise der Vertretungen sowie bei der Erstellung der Arbeitsprogramme für die Vertretungen ist sicherzustellen.

Für die Errichtung und den Betrieb der Vertretungen stellt der LFV keine über den Verbandsbeitrag hinausgehenden Mittel zur Verfügung.
Die Mitgliedsversammlung geht davon aus, dass die Fusionsverhandlungen zügig wiederaufgenommen und erfolgreich abgeschlossen werden.

Stellt das Präsidium fest, dass die Bedingungen nach Punkt 1 nicht erfüllt sind, beauftragt es den Präsidenten bis spätestens 31. März 2012 die Kündigung der Mitgliedschaft des LFV im VDSF zu erklären.

Der neu gewählte Präsident Braun (man erinnert sich, Hobbies nicht angeln, sondern radeln, schwmmen und wandern) will die Durschetzung der Interessen der Angel- und Berufsfischer (warum eigentlich der Berufsfischer? Im falschen Verband Präsident??) auf Bundes- und EU-Ebene vorantreiben.

Er erwartet einen "neuen Schub" bei den Fusionsverhandlungen zwischen VDSF und DAV....

Thomas Finkbeiner

Oberlandler
11.06.2011, 18:27
Vorabveröffentlichung/Arbeitsgrundlage Mag Juli 2011

Bayern und der VDSF

Am 30.04. war die Jahreshauptversammlung des LFV in Bayern, der noch zum VDSF gehört.

Neben der Neuwahl des Präsidenten wurde vom FV Mittelfranken durch dessen Präsident Fritz Losche-Frühwald der Antrag gestellt, aus dem VDSF auszutreten.

Gründe seien unter anderem "die gescheiterte Fusion der Dachverbände" sowie "nicht zufriedenstellende Leistungen für die Mitgliedsverbände" und "hohe Kosten für den Mitgliedsbeitrag".

Nach anscheinend heftig und auch kontrovers geführter Diskussion wurde mehrheitlich festgestellt, "dass es hinsichtlich der Kosten-Nutzen-Relation bzgl. der Mitgliedschaft im VDSF ein großes Ungleichgewicht gäbe".

Ebenso sah die Mehrheit die Notwendigkeit einer ständigen Vetretung der "Angelfischerei" in Berlin und Brüssel für notwendig an.

Nach weiter kontroverser Diskussion bringt der Präsident des FV Oberbayern, Alfons Blank, einen modifizierten Antrag als Kompromiss zur Abstimmung ein.

Dieser wurde mehrheitlich angenommen.

Der Antrag:


Der neu gewählte Präsident Braun (man erinnert sich, Hobbies nicht angeln, sondern radeln, schwmmen und wandern) will die Durschetzung der Interessen der Angel- und Berufsfischer (warum eigentlich der Berufsfischer? Im falschen Verband Präsident??) auf Bundes- und EU-Ebene vorantreiben.

Er erwartet einen "neuen Schub" bei den Fusionsverhandlungen zwischen VDSF und DAV....

Thomas Finkbeiner

Das mit den Berufsfischern ist ganz einfach die sind auch Mitglieder im LfV Bayern. Bitte etwas genauer nachforschen und dann schreiben!
Dankeschön

Professor Tinca
11.06.2011, 18:32
Was es nicht alles gibt.|kopfkrat

Einen eigenen Verband haben die jedenfalls auch:
Verband der ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])Bayerischen Berufsfischer e.V. ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])

Thomas9904
11.06.2011, 19:50
Das mit den Berufsfischern ist ganz einfach die sind auch Mitglieder im LfV Bayern. Bitte etwas genauer nachforschen und dann schreiben!
Haste recht - die Frage bleibt, warum........

Oberlandler
11.06.2011, 20:24
Haste recht - die Frage bleibt, warum........

Naja man könnte auch fragen warum nicht, die meisten Berufsfischer hier fischen an kleineren bis mittleren Seen, und arbeiten dort seit Jahren gut mit den Angelvereinen zusammen, immerhin profitieren sie ja auch vom Kartenverkauf. Man plant zusammen Besatz- und Hegemaßnamen, etc...
Warum also nicht gemeinsam in einem Dachverband vertreten sein?

Thomas9904
11.06.2011, 20:28
Weil das eine ein Hobby, das andere ein Beruf ist?
Mit deswegen sicher auch unterschiedlichen Interessen, auch wenn einige gleich sein mögen..

Ich hab da immer etwas Bauchschmerzen, welche sicher im Einzelfall auch unbegründet sein mögen..

Mir persönlich wäre es lieber, wenn die in ihrem eigenen Verband unter sich bleiben würden..

Oberlandler
11.06.2011, 20:47
Naja gut so ist deine Meinung. Und die kannst du auch gerne haben, darf ja jeder denken was er will.
Mir hingegen ist es lieber, wenn nicht jeder in seinem eigenen Verband rumwurschtelt sondern sich möglichst viel in einem Verband zusammen tun. Auch wenn die Interessen nicht immer volkommen übereinstimmen. Aber so spricht bei Gesetzesvorhaben ein Verband und bringt Interessen da und es ist so schon nicht optimal, wenn da jetzt jeder für sich selber redet kommt überhaupt nichts mehr sinvolles raus.

Natürlich kann man diese vielleicht spezielle Situation in Bayern sicherlich nicht mit der in anderen Bundesländern vergleichen. Da hört man doch eher, das es Probleme mit Berufsfischern gibt, ich denke hier gerade mal an die Elbfischer (gab es dazu nicht mal einen Thread hier?). Da hört man bei uns dann doch ein bisschen weniger. Ob das an der Struktur und Art der Gewässer liegt oder vielleicht auch ein wenig an der gemeinsamen Interessenvertretung lass ich mal dahin gestellt.;)

ivo
12.06.2011, 00:16
Fischer und Angler haben sehr unterschiedliche Interessen...

Thomas9904
12.06.2011, 04:29
Ob das an der Struktur und Art der Gewässer liegt oder vielleicht auch ein wenig an der gemeinsamen Interessenvertretung lass ich mal dahin gestellt.
Oder der bekannten allgemeinen "Amigosituation" in Bayern?

Oder weil sich da eh keiner an Gesetze und Regeln hält?

Da kann es viele Gründe geben....

Ralle 24
12.06.2011, 07:44
Meine persönliche Meinung dazu ist, dass es mir vollkommen wurscht ist, ob in einem Anglerverband auch Berufsfischer sind.
Es gibt da schon überlappende Interessen. Solange er nicht Nachteile für die Angler zu Gunsten der Berufsfischer erwirkt, ist das wumpe.
Mir ist auch wurscht, welche Hobbys ein Verbandsfunktionär hat.

Für mich zählt einzig und alleine, was ein Funktionär macht.

Sobald er gegen die Interessen der Angler insgesamt handelt, ist er fehl am Platz. Dazu gehört auch und vor allem, wenn sein Handeln negative Auswirkungen auf nicht im Verband angeschlossene Angler, wohlmöglich noch mit Signalwirkung auf andere Bundesländer, hat.

An Taten kann man Herrn Braun, ob der erst kurzen Amtszeit noch nicht wirklich messen. Seine Haltung zur selektiven Entnahme gibt jedoch Anlass zur Skepsis.

Zusser
12.06.2011, 23:52
|good:

Aber doch mit Einschränkungen:

Sobald er gegen die Interessen der Angler insgesamt handelt, ist er fehl am Platz. Dazu gehört auch und vor allem, wenn sein Handeln negative Auswirkungen auf nicht im Verband angeschlossene Angler, [..]

Hier muss ich nun klar widersprechen:
Die Angler insgesamt haben keine keine gemeinsamen Interessen, weil sie keine homogene Gruppe sind. Ganz im Gegenteil.
Ein guter Verbandspräsident muss also vor allem vermitteln und tragfähige Kompromisse erarbeiten können.

Weiterhin muss ein Verbandsfunktionär sich kein bisschen für die Interessen von Leuten interessieren, die nicht seinem Verband angehören. Das wäre doch unlogisch!

Die Präsidentschaft Herrn Brauns sehe ich durchaus mit Sorge, gerade das Rücksetzverbot geht wohl in erster Linie auf sein Konto. Auf der anderen Seite scheint mir, dass er beim Gewässerschutz sehr gute Arbeit leisten könnte.
Wir werden sehen.

Außerdem: Einen Gegenkandidaten gab es nicht!
Jeder Kritiker sollte sich das immer vor Augen halten.

Professor Tinca
13.06.2011, 08:34
Es soll Verbände geben, die interessieren sich auch für die Interessen der nicht organisierten Angler.

So bekommt man die u.U. mal überzeugt beizutreten.
Wichtiger erscheint mir aber, dass man unter Einbeziehung der Interessen aller Angler, welche sich sicher mehr ähneln als die von Anglern und Berufsfischern, mehr Rückendeckung bei politischen Forderungen hat.

Die Interessen von Anglern und Berufsfischern dürften sich in erster Linie beim Gewässerschutz treffen.
Dass purer Gewässer- und Naturschutz aber den Anglern auch schon bewiesenermaßen das Angeln unmöglich gemacht oder erschwert hat, darf man nicht vergessen.

Ein Präsi eines Anglerverbandes hat(nach meinem Dafürhalten) den Interessen der Angler zu dienen, egal wer noch, und aus welchen Gründen auch immer, mit in dem Verband organisiert ist, obwohl es einen eigenen Verband zur Wahrung ihrer Interessen gibt.

Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn Angler(BayLFV) und Fischer(VBB) in bestimmten politischen Fragen zusammen agieren.
Es ist sonst aber zumindestens zu befürchten, dass die Interessen der Angler denen der Berufsfischer untergeordnet werden könnten, eben weil es einmal um Geld und einmal "nur" um Spaß geht.

Aus diesem Blickwinkel werden solche Konstellationen wie in Bayern verständlicherweise von Anglern aus anderen Bundesländern mit Skepsis betrachtet.|bigeyes

Thomas9904
13.06.2011, 08:49
Zumal dann, wenn der neugewählte Anglerpräsident noch nicht mal das Angeln zu seinen Hobbies zählt...........

Kommt der vielleicht sogar dann von den Fischern?

Ralle 24
13.06.2011, 09:17
Weiterhin muss ein Verbandsfunktionär sich kein bisschen für die Interessen von Leuten interessieren, die nicht seinem Verband angehören. Das wäre doch unlogisch!


Das ist der immerwährende Knackpunkt.

1.) Jeder Verband, jeder Verein, jeder Fischereirechtinhaber kann für seine Gewässer und seine Mitglieder im Rahmen allgemeingültigen Rechts Regeln festlegen wie er möchte.
Das ist sein gutes Recht. Passt das einzelnen Mitgliedern nicht, können die sich intern wehren oder sich einen anderen Verband,Verein,Gewässer suchen.

2.) Kein Verband, kein Verein, kein Fischereirechtinhaber hat das Recht, ihm genehme Regeln oder Verbote anderen Menschen aufzuzwingen, die nichts, aber auch gar nichts mit ihm zu tun haben, für Gewässer, die in keinster Weise die eigenen Belange tangieren. Wenn er/sie Einfluß auf die alle Angler betreffende Gesetzgebung nimmt, dann macht er genau das. Und dann ist das nur legitim wenn er das im Rahmen einer Relativierung und Lockerung der Gesetze macht, in dessen Rahmen es ja jeder halten kann wie er möchte.

Zusser
13.06.2011, 14:54
Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn Angler(BayLFV) und Fischer(VBB) in bestimmten politischen Fragen zusammen agieren.
Wäre der Bayrische LFV ein Anglerverband, dann müsste er sich in keiner Weise um die Berufsfischer und Teichwirte scheren.
Im Gegenteil, diese wären ja nicht seine Mitglieder, also gingen sie ihn auch nichts an. Siehe weiter oben.

Der Bayrische LFV ist aber gerade kein Anglerverband, sondern ein Fischereiverband, der alle drei Gruppen vertritt.
Dass er selbst wiederrum im VDSF Mitglied ist, macht die Sache natürlich wieder komplizierter.

Thomas9904
13.06.2011, 15:05
Da würd ich als Anglerverein dann eh austreten aus so einem Nichtanglerverband..

Zusser
13.06.2011, 15:19
2.) Kein Verband, kein Verein, kein Fischereirechtinhaber hat das Recht, ihm genehme Regeln oder Verbote anderen Menschen aufzuzwingen, die nichts, aber auch gar nichts mit ihm zu tun haben, für Gewässer, die in keinster Weise die eigenen Belange tangieren. Wenn er/sie Einfluß auf die alle Angler betreffende Gesetzgebung nimmt, dann macht er genau das. Und dann ist das nur legitim wenn er das im Rahmen einer Relativierung und Lockerung der Gesetze macht, in dessen Rahmen es ja jeder halten kann wie er möchte.

Ein (Fischerei)Verband hat grundsätzlich eine Aufgabe: Er soll die Interessen seiner Mitglieder durchsetzen. Und nur seiner Mitglieder. Genau dafür unterhalten ihn nämlich diese Mitglieder für viel Geld.

Insofern muss er auch in jeder ihm möglichen Weise auf die allgemeine Gesetzgebung Einfluss nehmen, wenn er damit den Ziele seiner Mitglieder dient. Man nennt das Lobbyarbeit.
Diese ist (leider) ein wesentlicher Teil der Politik nicht nur in Deutschland.


Die von dir gewünschte Freiheit, die Regelungen am Gewässer vom Fischereirechteinhaber nach seinem Gusto festlegen zu lassen, ist so keineswegs so naheliegend.

Beispiel: Lebender KöFi. Oder Setzkescher. Wenn ich für mein Gewässer diese erlauben würde, würde das andere Menschen (nicht nur Angler) durchaus etwas angehen:
Wenn diese Leute nämlich der Meinung sind, dass das Tiere dadurch Qualen aussetzt werden, dann ist es völlig egal ob das an meinem eigenen See oder an an einem PETA-See stattfindet.

Wenn ich eine Katze in einem Meerschweinchenkäfig halte, kann ich nicht auf das Recht pochen, in meiner Wohnung tun zu können was ich will.

Wenn ich mein Kind - damit höre ich auf.

Wichtig ist meiner Meinung nach ein gesetzlicher Mittelweg, zwischen Verboten und Freiheit.
So schlecht sind die meisten Ländergesetzte zur Fischerei meiner Meinung nach gar nicht. Es könnte (bald) schlimmer kommen, wenn die grünen Regierungen um sich greifen.

Ralle 24
13.06.2011, 15:38
Beispiel: Lebender KöFi. Oder Setzkescher. Wenn ich für mein Gewässer diese erlauben würde, würde das andere Menschen (nicht nur Angler) durchaus etwas angehen:
Wenn diese Leute nämlich der Meinung sind, dass das Tiere dadurch Qualen aussetzt werden, dann ist es völlig egal ob das an meinem eigenen See oder an an einem PETA-See stattfindet.



Wenn ein Verband der Meinung ist, dass sei nicht in Ordnung, kann er das ja für seine Mitglieder/Gewässer verbieten. Allgemein ist das alles durch das Tierschutzgesetz gedeckelt. Damit hat der Gesetzgeber den Rahmen gesteckt, in dem man sich bewegen kann.

Was interessiert es mich als Verband, ob ein nicht-Verbandsmitglied wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz Probleme bekommt?

Für mich ist das Gehabe vieler Funktionäre keine Lobbyarbeit, sondern Machtgehabe, Bessermenschentum und sichern der eigenen Pfründe. Sonst nix.



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