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Um die vollständige Version des Beitrags (mit allen Bildern und Grafiken) anzuzeigen, bitte auf den Titel klicken : Sommer 2004 Alaska!


Dorschi
18.11.2003, 18:11
Hallo Leute!

Fahre mit 2 Freunden im Sommer 2004 wieder nach Alaska zum Jagen und Lachsfischen und ev. darf es auch ein großer Butt sein.
Ich war 2001 schon mal 2 Wo. auf Afognak- Island nahe Kodiak in einer Hütte im Nationalpark.
War ein Traum!
Keine Menschenseele weit und breit. 3 gute Freunde in einer Hütte am See und Großer Lachsrun im nahen Flüßchen.
Waren zwar nur bucklige, aber trotzdem spannend und auch lecker.
Lachs in allen Variationen.
Und über uns war ein Himmel, der mindestens doppelt so hoch war, wie zu Hause. Aber auch undurchdringliche Wälder, die vor Nässe trieften.
Ihr merkt, schon das ganze hat einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor.
Ich hatte in den ganzen 2 Wochen ein breites Grinsen im Gesicht.

Und nun soll es wieder dahin gehen.
Wie Ihr sicher schon bemerkt habt, sind wir eher die Individualisten, die nicht am Händchen genommen und zum Lachs getragen werden wollen. Eine Woche soll es wieder in eine Hütte gehen und ev. die 2. Woche in eine bezahlbare Lodge, wo wir eventuell auch mal einen Tag geguidet werden wollen.
Ein Butttrip aufs Meer soll aber auch dabeisein.

Wer von Euch hat denn Tipps für so etwas? Welche Region ist denn empfehlenswert, um auch mal einen King zu erwischen und welche Zeit ist sinnvoll? (Nicht zuletzt um nicht als Mückenfutter zu enden)
Flüge besorgen wir uns selbst und bekochen können wir uns auch selbst.

Also ich bitte um Tipps!

Hallo sockeye ev angesprochen?


P. S. Ich konnte hinterher 1 Jahr lang keinen Norwegischen Käfiglachsmatsch in Folie mehr sehen.

Grüße vom Dorschi

#h #h

Sockeye
19.11.2003, 13:47
Hallo Dorschi,

ich würde Dir die Kenai Halbinsel (Alaska South-Central)empfehlen, da Du dort einmal die touristische Infrastruktur sowie auch die Einsamkeit und Wildnis findest.

Für Deine Hüttenwoche (Bist Du Meeresangler?) würde ich an Deiner Stelle versuchen eine Reservierung der Thumb Cove State Marine Park (nähe Seward) ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar]) Hütten zu bekommen. (Frühzeitig versuchen, da begehrt) Dazu müsstest Du Dir noch ein Boot Mieten, (nicht zu klein da die Resurrection Bay sehr "choppy" werden kann), da diese Hütten nur mit dem Boot oder Wasserflugzeug zu erreichen sind und das Angeln sich auf die Bucht beschränkt. (King von Juni-Juli, Silber von 15. August, Heilbutt und andere Meeresfische immer)

Boote kannst Du in Seward mieten:

Charters & Boat Rentals ([Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar])

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Um einen fetten King zu erwischen, brauchst Du ersteinmal viel, viel Glück und Zeit und einen guten Guide.

Du must zu richtigen Zeit, bei richtigem Wetter, mit dem richtigen Guide an der richtigen Stelle sein und der King der beisst muss dazu noch groß sein.

1. Welche Zeit

Die <b>letzten drei Wochen des Julis</b> haben sich als die ergiebigsten erwiesen. (Peak des Late Run's)

Grundsätzlich <b>Dienstags</b>, da Sonntags Charter auf dem Kenai verboten sind und Montags keine Motorboote erlaubt sind und damit viele frische Kings im Fluss sind.

2. Welches Wetter

Der King reagiert auf die Farbe Rot. Diese sollte er auch sehen. D.h. das Wasser muss möglichst klar sein. Der Kenai wird von schmelzenden Gletschern gespeisst, die bei Sonnenschein mehr Wasser abgeben. Dieses trübe Gletscherwasser sollte Zeit haben Sedimente im Skilak Lake abzusetzen. Also möglichst eine Woche vorher sollte es nicht geregnet haben aber der Himmel bedekt.

Der King wird umso aggresiver je wärmer das Wasser im Fluss ist. Also die Woche vorher sollten 20-25°C geherrscht haben.

3. Der richtige Guide

10% der Guides fangen 90% der Kings!

Das liegt daran, dass auf dem Kenai hunderte von Guides unterwegs sind, einige nicht einmal in der Lage ein Boot sauber zu führen und meist nur saisonal anwesend und sich kaum Mühe machen den Kunden zum Fisch zu führen, bzw. auf Besonderheiten einzugehen.

Es gibt aber auch Guides, die am Kenai aufgewachsen sind und den Fluss wie ihre Westentsche kennen und die richtigen Entscheidungen treffen.

Beispiel:

Bei ablaufenden Wasser den unteren Flussabschnitt beangeln, da frische Kings in den Fluss kommen. Ausser die kommerziellen Fischer haben ihre Netze aufgestellt, da kommt keine Flosse durch und man sollte die Löcher im oberen Flussabschnitt beangeln. Dort sollte der Guide sich auch hintrauen, da die Felsen und Stromschnellen nicht "ohne" sind.

Je nach Trübheit des Wassers die richtige Köderwahl treffen. Klares Wasser - "cured salmon eggs". Bei trüben Wasser ein mit Hering garnierter Wobbler tut da Wunder.


<b>Aber</b>
Königslachsangeln auf dem Kenai ist kein Angeln in Einsamkeit. Da kann es schon passieren dass 40 Boote das "Last chance hole" bei rivermile 7 beangeln und man sich für die Drift anstellen muss.

Muss aber nicht sein. Wenn Du mit "Swiftwater Bill" die Löcher nach den Felsen bei rivermile 25 beangelst, werdet ihr das einzige Boot weit und Breit sein.

<b>Und</b>
rein statistisch gesehen benötigt ein Angler 2-3 Kingcharter auf dem Kenai um einen Königslachs auf die Kiemen zu legen.
(Da sind aber alle Guides aufgeführt, auch die Luschen, die dahin fahren wo die meisten Boote zu finden sind)

Mehr Info's gibts bei Detailfragen...

P.S. Ende Juli 2004 bin ich auch oben...

Sockeye
19.11.2003, 14:58
Welchen Fisch Du auf keinen Fall verpassen solltest ist der Rotlachs. Während des Runs vom 1.7 bis 15.8 gibt es Stellen am Kenai, an denen 7 Lachse pro Sekunde vorbeischwimmen.
Da dies allgemein bekannt ist sind einfach zu erreichende Stellen (per PKW) grundsätzlich mit Anglern belegt. An bekannteren Stellen wie dem Russian River (ein Zulauf vom Kenai) oder Cooper Landing ist man froh noch eine freie Stelle im Wasser zu finden, obwohl der Rotlachs so weit oben im Fluss schon zu lange im Süsswasser war und weder anglerisch noch kulinarisch wertvoll ist.

Eine wuderschöne, einsame und ergiebige Stelle ist der Einlauf des Kenai am Skilak Lake. Diese Stelle erreicht man über eine einstündige Wanderung oder einen Boots-Charter für 150$. Dort an diesem Engpass wandern die Rotlachse aus den Skilak in den upper Kenai. Bei niedrigem Wasserstand reichen "hip-boots", wenn es geregnet hat, sollte man über Wathosen verfügen. Das Scenario ist absolut beindruckend, aber man sollte sich im Klaren sein, dass Du Deinen Lachs eine Stunde bis zum Auto schleppen musst.

Eine andere Möglichkeit ist in einer Lodge zu wohnen, die direkt am Kenai liegt und genügend privates Ufer besitzt um gutes Rotlachsangeln zu gewährleisten. (Adresse nur per PM, da ich ansonsten wegen Werbung gekreuzigt werde)

Dorschi
19.11.2003, 15:10
Spitzen Tipps!
Das war es, was ich wollte!
Das muß ich erst mal verarbeiten!

Besten Dank!



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