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Um die vollständige Version des Beitrags (mit allen Bildern und Grafiken) anzuzeigen, bitte auf den Titel klicken : Pressemeldung Grüne: Ausbau statt Abbau der Agrarforschung notwendig


Anglerboard-Team
10.10.2007, 15:15
PRESSEMITTEILUNG
von Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN vom 10. Oktober 2007


Agrarpolitiker von Union und SPD nicken Abbau der Agrarforschung ab

Behm: Ausbau statt Abbau der Agrarforschung notwendig

Der Agrarausschuss des Deutschen Bundestages hat heute der Neuordnung
der Agrarressortforschung zugestimmt und grünes Licht für die Umsetzung
des neuen Ressortforschungskonzepts der Bundesregierung im Agrarbereich
gegeben. Damit verordnet die große Koalition der Agrarressortforschung
einen Personalabbau von 13 % der Stellen: 350 von 2700 Stellen sollen
gestrichen werden. Außerdem will Schwarz-Rot vier Forschungsstandorte
schließen: Celle, Groß Lüsewitz, Hamburg und Waldsieversdorf. Nur 21
Standorte sollen übrig bleiben. „Eine schlüssige Begründung für diese
Schließungen und sich die daraus ergebenden Konsequenzen für die
Kontinuität der Forschung sowie die Mitarbeiter und ihre Familien bleibt
das Konzept schuldig“, stellt Cornelia Behm, agrarpolitische Sprecherin
von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, fest.

„Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels an die Land- und
Forstwirtschaft wäre es nötig, die Agrarforschung aus- anstatt
abzubauen. Dabei muss man natürlich auch Forschungsfelder neu definieren
und andere einschränken. Deshalb muss man noch lange nicht die gesamte
Institutslandschaft neu strukturieren, so wie es das Agrarministerium tut.“

„Zu den Pluspunkten dieser Umstrukturierung gehören die Einrichtung des
Instituts für Agrarrelevante Klimaforschung und des Instituts für
Biodiversität. Hingegen konnte das erst vor ein paar Jahren
eingerichtete Institut für Ökologischen Landbau in Trenthorst nur durch
großen öffentlichen und politischen Druck vor der Schließung gerettet
werden“, kritisiert Behm. „Hingegen verlieren die Forst- und
Fischereiwissenschaft ihre organisatorische Eigenständigkeit. „Damit
wird man der Bedeutung dieser Wissenschaftsfelder nicht gerecht.“

„Mit Streichungen und Schließungen setzt die Union ihre Kürzungswelle
in der Agrarforschung fort und schließt nahtlos dort an, wo sie 1998
aufgehört hat: Bereits 1996 beschloss ein Unions-Agrarminister, über 900
von 3500 Stellen abzubauen und 24 von 54 Standorten sowie 38 von 85
Instituten aufzulösen. Nachdem dieser Plan weitgehend umgesetzt ist,
beschließen Seehofer und die Union nun erneut einen Kahlschlag in der
Ressortfor-schung.“

Büro Cornelia Behm (MdB)
Agrarpolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN



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