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Home Ausrüstung Gerätetests Ruten GRAUVELL - DH Fly Fliegenrute - Klasse 9

GRAUVELL - DH Fly Fliegenrute - Klasse 9


GRAUVELL - DH Fly

Eine der schnellsten Fliegenruten der Welt. Hochverdichtete „Duplicate Helical“ Faser (100% pure Kohlefaser) sorgen für eine unvergleichlich einmalige Aktion. Von Klasse 4 bis 9, ob 2 teilig oder 4 teilig, ob 229cm,259cm, 275cm oder gar 300cm.
Diese Upper Class Rute wird jeden passionierten Fliegenfischer begeistern. Einfach das Beste!!

(Beispiel: Klasse 9, 275cm, Eigengewicht: 130gr.)
UVP: 249,- €

- Geschmeidige, Superschnelle Spitzenaktion
- Edler Portugalkorkgriff
- Titanium Rollenhalter

 

- FUJI SIC – Führungsring
- Fightingbutt
- Hart PVC-Cordura Rohr
- 10 Jahre Totalgarantie




Technische Daten
2,28 mt. Klasse 4 - 82 gr.
2,75 mt. Klasse 4 - 93 gr.
2,75 mt. Klasse 4 - 108 gr. 4tlg.
3,00 mt. Klasse 4 - 110 gr.
2,59 mt. Klasse 5 - 90 gr.
2,59 mt. Klasse 5 - 107 gr. 4tlg.
2,75 mt. Klasse 5 - 95 gr.
2,75 mt. Klasse 5 - 110 gr. 4tlg.
3,00 mt. Klasse 5 - 115 gr.
2,75 mt. Klasse 9 - 130 gr.
2,75 mt. Klasse 9 - 140 gr. 4tlg.

 


Testbericht 1

Zitat:
Testbericht Fliegenrute Grauvell DH 9029

Die Fliegenrute DH 9029 von Grauvell (Klasse 9, 9 Fuß Länge, zweiteilig) macht optisch einen sehr guten Eindruck. Die Ringe, Wicklungen und die silbergrauen Verzierungen vor dem Griff lassen die Rute sehr dynamisch und edel wirken. Der Titan-Rollenhalter gefällt mir vom Design her ausgesprochen gut und passt hervorragend zum Erscheinungsbild dieser Fliegenrute.
Einzig bei der Optik und Qualität des Korkgriffs mache ich Punktabzüge. Der Kork ist sehr grob und hat bei der vorliegenden Testrute einige ausgebesserte Stellen. Schade, ein höherwertiger Kork hätte das Erscheinungsbild der Rute stark aufgewertet.
Das mitgelieferte Rutenrohr ist von stabiler Bauart, allerdings gefiel mir die aufgesetzte Abschlusskappe aus Gummi für das untere Ende nicht, aber das nur nebenbei gemerkt, mit der Fliegenrute an sich hat das ja nichts zu tun.
Bei der ersten Begutachtung macht die Rute einen sehr harten und schnellen Eindruck, der sich bei den ersten Probewürfen auch sofort bestätigt. Die DH 9029 ist eine sehr schnelle Rute die sich bei Verwendung einer geeigneten Schnur sicherlich optimal auflädt und so große Wurfweiten bei engen Schnurbögen auch gegen stärkeren Wind ermöglicht.
In Ermangelung einer Schnur der Klasse 9 habe ich die Rute zunächst mit einer WF 8 F (Guideline Pounch) geworfen. Diese Würfe haben sofort gezeigt, dass die Rute mit dieser Schnur nicht genügend ausgelastet ist und nicht die optimalen Ergebnisse liefert. Die Würfe waren wenig genau zu platzieren, ebenso ließen die erreichten Wurfweiten sehr zu wünschen übrig. Die Rute wurde ganz einfach nicht ausreichend aufgeladen um optimal zu arbeiten.
Ich habe dann die Rute mit einer Zweihand-Speyschnur der Klasse 9 bestückt. Es kam nicht das Gefühl auf, dass die Rute mit dieser Schnur überfordert gewesen wäre, allerdings hatte ich den Eindruck die obere Grenze der Leistungsbereitschaft der Fliegenrute erreicht zu haben. Es waren mit dieser Kombination beachtliche Wurfweiten zu erreichen. Auch schwere Hechtsstreamer und große Lachsfliegen wurden von der Rute einwandfrei transportiert und ließen sich in engen Bögen werfen.
Es wäre einfach interessant gewesen zu sehen wie die Rute mit einer passenden Schnur arbeitet um ein aussagekräftiges Urteil über die Wurfeigenschaften zu treffen. Mit meinen mir zur Verfügung stehenden Schnüren lassen sich die wahren Eigenschaften leider nur erahnen.
In der Praxis habe ich die Rute in Dänemark an der Skjern Au (Zielfisch Lachs), am Ringköbing Fjord (Hecht) und an einem Put & Take See getestet.
Im Drill hatte ich dann an der Rute eine 58cm große Regenbogenforelle die jenseits der 2kg Marke gelegen hat. Die Rute hat dem für diese Schnurklasse ja doch eher kleinen Fisch einwandfrei Widerstand geleistet, so dass der Drill recht schnell beendet war. Die Kraftreserven die in dieser Rute stecken waren jedoch deutlich zu spüren, leider hat sich während meiner Testphase nicht die Gelegenheit geboten einen angemessen Gegner der Rute zu drillen.
Für meine Anwendungszwecke einer solchen Rute würde ich mir wünschen, dass diese Rute etwas länger als 9 Fuß, beispielsweise in 9‘6‘‘ bzw. in 10‘ angeboten würde. Das Menden und die Führung der Fliege an einem breiteren Bach wäre dann doch wesentlich einfacher.

Uwe Hirschgänger





Testbericht 2

Zitat:
Testbericht Fliegenrute GRAUVELL - DH Fly Klasse 9 in 9“
Nur zu gern las ich den Aufruf sich an einem Rutentest der Fa. Grauvell zu beteiligen. Vor allem wenn es es denn noch um ein eher exotisch anmutenderes Modell einer 9er Einhand mit einer Länge vom 2,75m geht.
Solche Ruten sind doch eher selten vertreten und wirkken dem Trend, der zu immer kleineren Ruteklasssen geht, entgegen.
Da ich nicht der filigrane Leichtfsicher bin und auch noch eher einen groben Wurfstiel habe, komme ich nun einmal bestens mit solchen Gerät zu Recht.
Gedachte Einsatzbereiche waren daher kaum von mir suchen, sondern lagen eher auf der Hand.
Daher wartete ich voller Vorfreude auf das Eintreffen des Paketes, was ja bekannter Maßen für uns Hardcoreangler gleichbedeutend mit Geburt eines Kindes einer Urlaubswoche ohne Familie und einem großen Einkaufsgutschein für den Angelladen deiner Wahl gleich kommt.

Diese Stimmung wird dann weder von einem Motorplatzer, Hilferuf der Schwiegermutter, schlechten Wetter oder der gleichen getrübt.
Der Tag kam unerwartet und wenig spektakulär.
Verkündet wurde es durch meine Frau mit einer Randbemerkung und ich konnte den Feierabend kaum erwarten.

Da stand nun das dicke Papprohr.
Spät war es geworden und ich entschied lediglich eine Erstbetrachtung vorzunehmen, was mir ähnlich schwer viel, wie der Tag an dem ich mein erstes Moped vor der Tür stehen hatte und noch kein Benzin im Tank.....
Erster Eindruck wow, die ist ja richtig edel und vor allem leicht.
Auf die Waage damit und siehe da knapp 140gr.
Fujiberingung und Rollenhalter an diesem robusten Arbeitstier machen sich vor allem auch positiv Gewichtsmäßig bemerkbar.

Das Rutentransportrohr wird seinem Schutzauftrag mit Sicherheit gerecht und so überlebt mit Sicherheit auch die Rute dem zusätzlichen Gummipufer, für den Bodenteil sei dank, den Transport eines schonungslosen südeuropäischen Airline, womit ich ausreichend Erfahrung habe.

Aber so weit weg soll es dieses Mal gar nicht gehen.
Erstes Ziel ist ein norddeutscher Tidenfluss an dem die Rute mit Hilfe einer WF8F zeigen soll, was in ihr steckt.
Ich halte nicht viel davon solche Ruten bei günstigen Bedingungen auf einer Wiese Probe zu werfen, um dann festzustellen, dass es sich am Wasser ganz anders verhält.
Schön enge Schlaufen lassen sich damit werfen und nach und nach verlassen immer mehr Meter der Schnur die Rolle, gleiten durch die Ringe und müssen durch einen kräftigen Doppelzug in der Luft gehalten werden, weil die Rute bei diesem Gewicht kaum Mitarbeitet leistet.

Ziemlich unbeeindruckt zeigen sich die unteren zwei Drittel der Rute und lediglich im ersten Drittel verspürt man so etwas wie einen Arbeitspunkt beim Aufladen oder Entladen beim Werfen.
Ohne Doppelzug läßt sich eine WF8F lediglich sauber im Nahbereich auf das Wasser führen.
Ja schnell ist sie. Aber das macht den Balanceakt nicht gerade einfacher. Mit sehr wenig Gefühl für die Rückmeldung muss man bei dieser Schnurklasse eben leben.
Das gleiche Ergebnis bei einer DT9F.
Kaum beeindruckt zeigt sich die Rute anlässlich einer beeindruckenden Länge von Schnur in der Luft.
Aber sauber Werfen läßt sich auch diese Schnur mit einem kräftigen Doppelzug zur Unterstützung, was sofort den Wunsch für einen Windtest aufkommen läßt.
Und der Wind ist in diesem Frühsommer und im übrigen auch in meiner Wohngegend eher ein häufiger Gast.

Ja, da ist das Potential bereits erkannt.
Enge Schlaufen bei hohen Schnurklassen lassen die Furcht vor einer windigen Saison an der Küste schwinden.
Aber das war bisher nur das hausgemachte Standardprogramm.
Wie hieß es in der Bitte der Fa. Grauvell.
Auf Herz und Nieren stand dort.
Der Wind zerrte, der Regen prasselte unaufhörlich und ich mitten in einer bisher unglaublichen Aufstiegssaison von Salmoniden in unseren Flüssen der Stör und Bramau.
Schnell wechselnde Wasserstände und immer die Suche nach einer optimalen Situation bestimmen die Situationen zum Feierabend oder frei gekratzten Tag um Hoffen und Bangen.
Da möchte man sich nicht noch Gedanken darum machen, das optimale Gerät zur Verfügung zu haben.

Schwierige Situationen erforden Improvisationsgabe und ne Portion Können, sonst sollte man an diesen Tagen eher zu Hause bleiben und im Angel TV Auwa und seine Freunde begutachten.
Eben solche Tage, an denen selbst die Zweihandspezis sich genau überlegen wo man noch werfen kann, hatte ich vor mir.
Dunkles gestiegenes Wasser und ein harrscher Wind erschwerten den Gang ans Wasser.
Wo Wind nicht nur zu einem mentalen Problem wird, sollte diese Testrute zeigen, ob wir beide einmal zusammen so etwas durchstehen können, oder ob es doch die Spinrute wird.
Eine WF8F und davor ein 5gr Zweihandsinktip sollten den großen Streamer auf Tiefe bringen.

Was für eine Vergewaltigung dieses technisch so ansprechenden Sportes und seines Gerätes.
Puristen hören bitte weg. Denn wer fängt hat Recht und am Ende ist es egal wie.
Kein schönes werfen, aber siehe da es geht.
Die Reserven der Rute ermöglichen sowohl den Transport, wie auch einen guten Sicherheitsabstand zwischen dem beeindruckenden Streamer der Hakengröße 2 und meinem Körper herzustellen.
Denn so eine Montage benötigt mindestens einen Rückschwung, um sie wieder in Position zu bringen.
Gern wäre ein wenig mehr Länge gewünscht, wenn man die Schnur ausgefischt flussab aus dem Wasser nimmt, um sie erneut am anderen Ufer zu platzieren.
Aber das ist eben eine besondere Situation und mit dem Ergebnis läßt sich leben.
Wenn es auch harte Arbeit ist und nicht ohne Risiko bei falschen Timing einen wahrlichharten Einschlag zu verspüren, der durch die 5gr Bleiseele noch verstärkt werde würde.

Aber Rute und mein Respekt vor diesem Schadensereignis verhindern das Schlimmste.
Wieder kein Fisch aber Glücklich über das gelungene Experiment verlasse ich für heute das Wasser.
Der nächste Tag läßt mich bei weniger Wind und zurück gekehrter Sonne hoffen.
Nachdem ich einen Fisch ausmachen kann, der hin und wieder an der Oberfläche von sich etwas zeigt, wechsel ich den Sinktip gegen ein langsam sinkendes Vorfach und einen großen Reizstreamer.
Nach einigen Würfen steigt ein guter Fisch ein und läßt mich zum ersten Mal spüren, wie schnell die Schnurreserve durch die Hand gleitet, wenn man es nicht erwartet.
Der Biss erfolgt in einer Ruhephase während ich mit der Schnur im hohen Gras kämpfe.
Nach kurzem aber heftigen Drill hat die Rute zum ersten Mal bei mir Fisch gesehen.
Dieser 75er Hecht war aber für das Gerät kein ernstzunehmer Gegner.
Aber es war damit auch mein erster Hecht überhaut an der Fliegenrute.
Der nächste Test sollten nach diesem tollen Erfolg vom Belly Boot erfolgen.
Auf das Belly nehme ich normalerweise gerne an meinen Hausgewässern einen Hechstreamer und ne harte Rute zwischen 7-8 mit.

Dazu je nach Situation einen Schußkopf schwimmend oder auch sinkend.
Nur wenig fische ich mit der Vollschnur.
Da hier wirklich schwere und vor allem auch große Streamer von mehreren Gramm transportiert werden müssen, ist es grundsätzlich ratsam eine stark im vorderen Teil verdickte Flugschnur zu nehmen oder halt einen Kopf der durch ein entsprechnendes Vorfach besonders kopflastig ist.
Ich wählte ne Kombination Schußkopf schwimmend 21gr, Vorfach leicht sinkend und Vorfachspitze Hardmono.
Daran befestigt ein großer Streamer mit Epoxy Kopf.
Nach kurzer Warmwurfphase konnte ich damit gute Weiten erzielen und ging dabei nicht in Gefahr Probleme mit dem Streamer zu bekommen.

Das Belly bietet natürlich den Vorteil sich den Wind zum Vorteil zu machen. Aber auch schwierige Windsituationen ließen mich immer noch respektabel werfen.
Auch hier kein schönes Werfen, aber darum geht es ja auch gar nicht.
Der zwischenzeitliche Wechsel auf eine Schnur mit Shortbelly brachte eine Verschlechterung. Eine Hecht oder Barschschnur in dieser Klasse stand mir nicht zur Verfügung.

Ich beendete den Gesamttest mit einem zufriedenen Lächeln.
So ist Testen und vor allem Angeln. Es ist nie langweilig und man findet immer ein neues Feld auf dem sich experimentieren läßt.

Fazit:
Die Grauvell 9 in 9” ist gut verarbeitet, eine schnelle Rute mit einer Tendenz zur 10er Klasse. Sie erfordert mit leichten Schnüren eine Menge Arbeit durch die Zughand.
Sie ist für die Rutenklasse angenehm leicht und wird mit einem sinnvoll stabilen Transportrohr geliefert. Ihre teilweise edle Ausstattung täuscht aber über ein robustes Arbeitstier in keinster Weise hinweg.
Sie bleibt speziellen Anwendungen und eher versierten Werfern vorbehalten, die ihr Potential ausnutzen können.
Ihr Einsatzspektrum ermöglicht das schwere Fischen auf Wandersalmoniden, Hecht, Zander und auch Barsch. Besonders auch tief stehende Fische können durch das gute Rückgrat der Rute über eine tief sinkende Schnur sicher angefischt werden.
Sie ermöglicht ferner den schweren Einsatz vom Belly Boot, wofür sie eine gute Länge besitzt.
Selbst ein Schleppen von Streamern ist mit mir mühelos möglich.
Wer diese Rute einsetzt, brauch auch vor den größten Räubern keine Angst haben.
Ich kann diese Rute für den oberen Einsatzbereich und Werferkreis uneingeschränkt empfehlen.

Andreas Wetzer










Testbericht 3


Zitat:
Testbericht Grauvell Fliegenrute

Hallo,
wir vom Angelparadies-Herrhausen Team haben diese Rute einem besonderen Drill-Test unterzogen.
Wir setzen schon immer unsere Großforellen lieber mit der Fliegenrute um, weil dies die mit Abstand sanfteste Methode ist.
Deshalb dachten wir uns, dass dies doch die beste Möglichkeit wäre, diese Rute hauptsächlich im Drill von Großforellen zu testen und bewarben uns mit dieser Idee für diesen Test. Werfen ist noch nicht so unsere Stärke, wir sind da noch Anfänger,
aber Drillen mit einer Fliegenrute, das können wir alle hier.
Wir drillen über die Rolle, da es sonst Brandblasen an den Fingern gibt.
Die Wurfeigenschaften etc, sind ja schon beschrieben worden, da könnten wir auch nicht viel zu sagen, das erlauben unsere Fliegenfischerkenntnisse und unsere Ausrüstung nun doch noch nicht.
Dazu wurde ja auch in den vorangegangenen Test schon einiges geschrieben.
Die Grauvell harmoniert optisch, der Blank ist fehlerfrei und gerade, die Ausstattung ist einwandfrei und an der Verarbeitung der Rute ist nichts auszusetzen.
Alle Ringe besitzen eine sehr solide Qualität und sitzen perfekt in der Flucht, die Ringbindungen wurden sehr sauber lackiert und versiegelt.
Der Rutengriff liegt gut und vor allem äußerst rutschfest in der Hand. Der Alu-Schraubrollenhalter mit Kontermutter hält die Fliegenrolle auch sicher an ihrem Platz.
Die passgenauen Überschubverbindungen halten auch zuverlässig zusammen, während unserer Testangelei kam es zu keinen ungewollten Lockerungen.
Der ganze Aufbau ist gut aufeinander abgestimmt, es wirft sich auch mit unseren leichteren Schnüren nach einiger Übung sehr gut, große Weiten müssen wir hier ja auch nicht erreichen.

Ein tolles Spezialgerät, welches nicht nur großen Salmoniden sondern auch anderen kapitalen Fischen , das Fürchten lehren wird.

Wir fischten auf die einfachste Art, schraubten unsere Fliegenrollen unter die Grauvell, knüpften ein 2 m langes Vorfach aus 0,40er monofiler Schnur mit einem Schonhaken an die Fliegenschnur und benutzten eine ganz „besondere“ Fliege.
Eine oder 2 Gummiperlen auf den Haken gezogen, überreden unsere Großforellen selbst dann noch, wenn auf normale Fliegenmuster nichts mehr geht.
Das Geräusch beim Auftreffen des Köders auf die Wasseroberfläche macht die Fische teilweise richtig gierig.
Es erinnert sie mit Sicherheit an die Pellets, mit denen die Fische ja von klein auf gefüttert werden.
Wir konnten die Rute jetzt 4 Wo ausgiebig an unseren Großforellen testen und können mit Überzeugung sagen, dass sie in der Lage ist, auch bei "Gewaltdrills" einen geradezu unheimlichen Druck auszuüben.
Dabei besteht niemals die Gefahr, dem Angler "um die Ohren zu fliegen", so groß sind die Kraftreserven.
Die Fische ermüden sehr schnell im Drill, die Fluchten werden konsequent abgefedert.
Allerdings gab unsere Lieblings - Fliegenrolle, die jetzt über 1 Jahr brav und ohne Mängel ihren Dienst getan hatte, unter den Belastungen im Test leider auf.
Es war eine Fliegenrolle mit Übersetzung, eine aus der J W Young 1500 Series Trout Fly Reel Excellent , eine 1520er, wir hatten nie Probleme damit, aber jetzt ist im Inneren alles voller Metallspäne und die Zahnräder greifen nicht mehr ineinander.
Die hat also den Belastungen nicht standgehalten, wir haben die Großforellen schon richtig arbeiten lassen, um die Rute eben auf Herz und Nieren zu prüfen.
Aber die Rute war selbst bei den größeren Exemplaren über 6 kg noch lange nicht wirklich gefordert.
Diese Rute kann viel mehr vertragen, ein Einsatz auf Großfische jeder Art , ob im Meer oder Süßwasser, das ist das Element dieser Rute.
Selbst ein mittlerer Wels hätte an dieser Rute keine Chance.
Ich besitze da so ein paar handgemachte Spinnruten, die Blanks stammen aus den USA,
die ein ähnliches Verhalten im Drill aufweisen.
Denen steht diese Rute in nichts nach. Meines Erachtens ist auch dieser Rutenblank der Grauvell fast “unkaputtbar“.
Wer die Möglichkeit und das Können hat, mit der Fliegenrute auf kapitale Fische zu angeln, ob im Süßwasser oder im Meer, für denjenigen ist diese Rute eine sehr gute Wahl.

Unser Testurteil:
Sehr empfehlenswert

Wir bedanken uns noch mal herzlich bei der Firma Grauvell und dem AB-Team, dass wir an diesem Test teilnehmen durften.

Mit freundlichen Grüßen
@all ein Petri Heil und dicke Fische.

Das Angelparadies Herrhausen- Team.

























Testbericht 4

Zitat:
Zitat von Schutenpiet
Bericht zum Test der Grauvell Fliegenrute # 9

Erste Sichtprüfung:
Beim ersten Blick auf diese Rute gefällt die Farbgebung, aber das ist ja auch Geschmackssache. Bei genauerem Hinsehen erkannt man, dass der Griff aus einem nicht ganz hochwertigen Kork hergestellt wurde.
Desweiteren erkennt man bei der Betrachtung der Bindungen und deren Lackierungen Schwächen: teilweise haben sich nach unten hin kleine Nischen ausgebildet, in denen sich Feuchtigkeit, Salz, und auch Schmutz festsetzen können, und teilweise sind die Lackierungen ungleichmäßig und zu dick.
Vom Blank her glaube ich sagen zu können, dass er einen soliden Eindruck erweckt, eben der Klasse entsprechend.
Praxistest: Gewässer waren Ostsee und Wakenitz.
Zunächst einmal habe ich die Rute an der Wakenitz getestet, und zwar mit einer 9-er Schnur und großen Hechtstreamern. Hierbei fielen mir keine besonderen Negativmerkmale auf, obwohl meine selbst gebundenen Hechtstreamer nicht gerade klein ausfallen. Trotz nicht immer optimaler Konditionen bleibt die Fliege, bedingt durch die engen Schlaufen, die man mit dieser Rute relativ mühelos werfen kann, auf Kurs und in einem beruhigendem Abstand von meinem Kopf, was an der Länge lag. Leider kam ich nicht in den Genuss, einen Hecht an die Angel zu bekommen, aber vom Erscheinungsbild her ist die Rute ohne Zweifel in der Lage, auch starken Hechten paroli zu bieten.
Der nächste Test fand an der Ostsee statt, wo ich mir einen Strandabschnitt mit auflandigem Wind bei ca. 4-6 BfT ausgesucht hatte. Ich habe dort einen Loop Intermediate Schusskopf # 9
in transparent benutzt. Für den Transport wäre es schöner, wenn die Rute dreiteilig wäre, weil Sie als zweiteilige sehr viel Platz im Auto benötigt.
Am Strand bei Gegenwind und Wellen mit einer durchschnittlichen Höhe von 40 cm ließ die Rute sich problemlos werfen. Diese Rute ist meiner Meinung nach jedoch wirklich nur mit Schusskopf in der Lage, ihre Vorzüge voll zu entfalten.
Angenehm ist das starke Rückrat, welches es einem erlaubt, selbst diese schweren Schnüre, auch auf größere Distanz, aus dem Wasser aufzunehmen, und wieder hinaus zu schleudern.
Es ist definitiv keine Rute, mit der man versuchen sollte, viele Meter Schnur in der Luft zu halten, da sie hierfür einfach zu steif ist. Mit einem entsprechenden Schusskopf ausgestattet kann diese Rute manche Angelsession an der See retten, weil man erstaunliche Wurfweiten mit wenig Leerschwüngen erreicht.
Mein Fazit: Diese Rute hat mit Sicherheit ihre Aufgabengebiete, s. o. , in denen sie glänzen kann, aber auch Schwächen, die bei einer modernen Rute nicht mehr nötig wären.
Auf jeden Fall ist die Rute etwas für den Fliegenfischer, der keine Angst hat, auch mal bei richtigem Mistwetter mit großen Fliegen und schweren Schnüren zu fischen.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Beckmann


Testbericht 5

Zitat:
Zitat von Testbericht von goeddoek
So – als letzter im Bunde will ich nun auch meinen Testbericht nachreichen. Von einigen sicher schon „heiß erwartet“ ;-))
Eines noch vorweg – bei vier Testern werden die Berichte sicher nicht absolut identisch verlaufen – es sei denn, sie hätten von einander abgeschrieben. Dafür sind auch die Tester zu verschieden.


Endlich ist sie da, die Grauvell Duplicate Helical ! Im Meeresangelbereich nicht unbekannt wollen die also nun auch mit Fliegenruten auf den Markt – mal schauen ;-) Erster Eindruck:“steifer Stock, hätt‘ sicher auch ‚ne gute Spinnrute abgegeben.“ Und flugs auf die Wiese, um ein paar Würfe zu machen.
Somit sind wir auch bei den Schnüren, mit denen ich geworfen habe:

Basstaper # 8
Basstaper # 9
Loop-SK # 9
Shimano Airflow # 9

Die 9er Schnüre hatte ich auf eine 8/9 er Rolle von Airflo gezogen.

Vorweg – die Grauvell mit ner # 8 Schnur zu werfen halte ich für keine gute Empfehlung. Das ist möglich, man muss aber zuviel mit der Schnurhand „unterstützen“ um die Rute richtig in Aktion zu bringen.
Mit den Schnüren der Klasse 9 sieht das schon ganz anders aus – hier kommt „Bewegung ins Spiel“ und die Spitzenaktion lässt die Schnur schön rausschießen. Allerdings sollte man nicht versuchen, zuviel Schnur in der Luft halten zu wollen – ein paar Leerwürfe/Züge und ab damit ! Also durchaus eine Empfehlung für jemanden, der Spaß an einer 9er Rute für die Küste hat. Sicher entspricht das nicht dem Trend, ich freu mich aber, dass Grauvell auch ein Nischenprodukt für die Wenigen parat hat, die eine Vorliebe für stärkere Ruten haben – sind ja gottlob nicht alle Werfer gleich ;-)) Auch würde ich die Duplicate Helical einem Anfänger nur eingeschränkt ans Herz legen. Zum Einen ist die Klasse eher was für sehr kräftige Werfer zum Anderen „verzeiht“ sie Wurffehler und schlechtes Timing nicht so wie eher „moderate“ Ruten. Dafür lassen sich auch sehr große Fliegen wunderbar „befördern“ und im Drill zeigte sie sich auch nicht zimperlich. Zwei Meerforellen eben unter 50cm und eine Scholle! die mir leider im Drill abhanden gekommen ist, beeindruckten sie nicht sonderlich. Da ich meist alleine unterwegs war, kann ich hierzu keine Fotos beisteuern.

Nun noch ein paar „technische Daten“. Einige Hersteller sind ja recht „großzügig“ mit den Angaben auf ihren Ruten – nicht nur im Fliegenfischerbereich ;-))
Also die Ruten gegriffen und geprüft.
Interessanter Weise stehen abweichende Werte auf der Rute, das sollte im nächsten Gang geändert werden. Angeben ist 2,80 m und 9 Fuß. Die tatsächlich Länge beträgt zusammengesteckt exakt 2,73 m, was eher 9 Fuß (274,32 cm ) entspricht. Beim Gewicht waren die Spanier da schon genauer. Die angegebenen 140 gr. zeigt meine Briefwaage als 141,8 an – das passt schon ! Wo wir beim Gewicht sind, hier liegt die Zweiteilige mit neun Ringen im Vergleich zu einer deutschen und einer dänischen Konkurrentin der gleichen Länge und Klasse nur unwesentlich höher ( 129g und 137g ).

Zur Verarbeitung ist ja Einiges gesagt worden. Ein paar Schönheitsfehler fielen mir auch auf:
die Lackierung an den Ringen ist nicht ganz so sauber wie bei anderen Herstellern und der Rollensitz ist etwas lose. Ob das nun daran liegt, dass wir ein Montagsmodell in Händen hielten weiß ich nicht und gebe das hier nur zur Info und ohne Kommentar weiter, da mir Vergleichsmöglichkeiten fehlen.